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Banken im Social Web

Holger Schmidt hat im Netzökonom das Thema Banken im Social Web aufgegriffen. Hoffen wir, dass via FAZ nun viele Banker erreicht werden. Ausgangslage des Artikels ist eine Studie von Keylens, die eine knappe qualitative und quantitative Studie zur Nutzung Social Media bei Banken veröffentlicht haben. Die Ergebnisse überraschen nicht:

Hervorzuheben ist allerdings, dass einige Institute eine so geringe Reichweite haben, dass eine Auswertung kaum Sinn macht.  Beispiel Commerzbank: Das Institut hat bisher auf Facebook (nur) eine Career Seite, aber noch keine brand page.

Deutlich weiter sind hier schon die Sparkassen und die Deutsche Bank. Die Sparkassen haben auf der „Zentralebene“ mit der Kampagene „Giro sucht Hero“ mit 92.000 Fans schon eine beachtliche Reichweite aufgebaut. Bei den einzelnen Instituten ist das quantitative wie qualitative Niveau dann so unterschiedlich, wie regionale Institute eben sind.

Die Deutsche Bank hat vor wenigen Wochen ein internationales Social Media Team eingesetzt und will in einem „Corporate Publishing 2.0“ auf den Dialog setzen. In einem Interview äußerste sich jüngst Teamleiter Uli Pecher: „Wir verfolgen dabei einen Storytelling-Ansatz und wollen Bankthemen einer breiteren Öffentlichkeit zugänglich machen.“

Andere Möglichkeiten hat die Fidor Bank, die bereits vom Produkt Social agiert und folglich Social Media nicht nur als Marketing- oder Kommunikationskanal ansieht. Wir hatten den CEO der Fidor Bank, Matthias Kröner, vor einiger Zeit bei uns im Video Interview:

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Erstaunlich erscheint, dass alle Banken sich auf Finanzthemen fokussieren, obwohl sie selbst zugeben, dass das Thema Bank recht langweilig daherkommt. Dabei haben die Banken weitaus größere Möglichkeiten sich in Szene zu setzen. Dies wird bei den Sparkassen recht deutlich, die sich bundesweit als Sport- und Kulturförderer engagieren. Und auch die anderen Banken, allen voran die Deutsche Bank, verbinden ihre Marke geschickt mit imageträchtigen Themen. In Berlin ist die Deutsche Bank sowohl mit einem eigenen Museum wie als Hauptsponsor der Berliner Philharmoniker engagiert und finanziert u.a. die Digital Concert Hall. Warum aber wird aus diesem Engagement kein Thema für Facebook und Twitter entwickelt?

Warten wir also ab, wie sich das Thema entwickelt und wie schnell die Banken nun auf den Zug aufspringen, zumal die Versicherungen langsam aktiv werden. Ganz interessant dabei auch ein Blick auf die gut 4.000 Besucher in unseren Facebook Workshops in den letzten 18 Monaten. Dort hatten wir weniger als eine Handvoll Bankenvertreter zu Gast.

 

Blogger bei Futurebiz, Speaker, Autor und Senior Social Media Berater bei der Agentur BRANDPUNKT. berät Marken und Unternehmen bei der Entwicklung von digitalen und Social Media Strategien.

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