Bing zeigt Google was "sozial" bedeutet

Bing zeigt Google was „sozial“ bedeutet

Niemand traut Bing wirklich zu, Google von der Spitze zu verdrängen, oder auch nur signifikante Marktanteile abzuzwacken. Hiernach sah es auch lange aus und es war eher Google, die mit ihren „sozialen Suche“ für Gesprächsstoff gesorgt haben (positiv, wie negativ).

Doch Microsoft hat sich einiges einfallen lassen und hat zumindest in den USA das „neue“ Bing vorgestellt. Eins wird auf den ersten Blick deutlich. Bing will Google dort treffen, wo es die meisten kritischen Stimmen gibt – bei der Integration von sozialen Funktionen.



Google unterscheidet zwischen der traditionellen und der sozialen Suche. Das Problem hierbei ist, dass immer gewisse Informationen/Ergebnisse fehlen. Bing macht das ganze anders und integriert zu den Standard-Suchergebnissen, Empfehlungen und Erfahrungsberichte von Freunden. Diese soziale Verknüpfung wird bei jeder Suchanfrage mit ausgegeben und Nutzer müssen nicht zwischen zwei verschiedenen Ansichten hin und her wechseln.

Anders als bei Bing Social (die Zukunft ist noch ungewiss, aber Bing Social wird sehr wahrscheinlich eingestellt und in Bing integriert) erscheinen Informationen von Freunden und Kontakten aber nicht unter den Suchergebnissen, sondern werden immer getrennt ausgegeben. So will Bing eine Mischung und Verzerrung der Ergebnisse vermeiden. Ein ziemlich guter Ansatz.

Bing und Facebook als Basis einer sozialen Suche

Die enge Beziehung zwischen Microsoft und Facebook ist bekannt. Dementsprechend spielt Facebook bei Bing auch eine immer wichtigere Rolle. US-Nutzer können ab sofort in einer Suchanfrage Facebook Freunde markieren. So wird automatisch ein Facebook Post mit der Frage ausgelöst und der Freund erhält eine Benachrichtigung. Diese Fragen sind wie ein Status Update und sind auch von allen anderen Facebook Freunden einsehbar. Die Frage ist aber nicht nur ein Facebook Post, sondern auch eine reguläre Suchanfrage auf Bing und Reaktionen können auch auf beiden Webseiten erfolgen. Ziemlich Cool!

Facebook ist aber nicht die einzige „soziale Informationsquelle“ die von Bing angezapft wird. Google aufgepasst: Bing zeigt nicht nur Informationen von Freunden an (nebenbei werden noch neue Freunde vorgeschlagen, basierend auf den Suchanfragen), sondern es werden weitere Inhalte von Twitter, Foursquare, Quora, LinkedIn, Google+ und Blogger integriert. Hier zu brauch man dann nicht mehr viel zu sagen. Allein beim Lesen der verknüpften Dienst wird einem klar, dass die sozialen Ergebnisse wesentlich weitreichender, als bei Google sind.

Ein Wermutstropfen bei der ganzen Sache ist, dass Bing den Rollout vorerst auf die USA beschränkt. Bei einem solch Umfangreichen Update nicht verwunderlich. Wir können nur darauf hoffen, dass Bing diese Funktionen auch schnell in weiteren Ländern veröffentlicht und nicht wie bei Bing Social, uns einfach außen vor lässt.

Einen kurzen Promo-Film à la Facebook gibt es auch:

Video: Search with friends

Autor bei Futurebiz, Speaker und Senior Social Media Berater bei der Agentur BRANDPUNKT. berät Marken und Unternehmen bei der Entwicklung von digitalen und Social Media Strategien.

Kommentare

  1. Bing durchsucht und zeigt nun auch eure Facebook-Fotos sagt:

    […] Bing Maps arbeiten. In den USA ist man bereits einen Schritt weiter und hat der Bing-Suche eine umfangreiche Facebook-Anbindung spendiert. Ob das Feature aber jemals in Deutschland verfügbar sein wird, wage ich so langsam zu […]

  2. […] Google+ als eigenständiges Produkt präsentiert wird, versucht Microsoft einen integrativen Ansatz, sprich die Verknüpfung von Social und Suche. Das funktioniert im Einzelnen wie folgt: Gibt ein […]

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