Content Marketing: Der Kampf um Leser - Futurebiz.de

Content Marketing: Der Kampf um Leser

Red Bull hat es besser. Keine starke Marke hat derzeit Ambitionen, ebenfalls die Themenwelten des Extremsports zu besetzen. Anders geht es derzeit Base, Saturn und Vodafone. Denn sie alle setzen im Content Marketing auf einen ähnlichen Themenmix: Digitales Leben statt Hardfacts aus der Gerätebranche. Curved (Base) hatte es als Early Mover und einer konsequenten Ausrichtung auf SEO und Google News noch vergleichsweise leicht, Reichweite und Leser aufzubauen. Dann zog Saturn mit Turn On nach und gestern präsentierte nun Vodafone das bestehende Vodafone Blog neu unter dem Titel „featured„.

Damit buhlen nun zwei Telkos und ein Händler um Leser in einem recht ähnlichen Themenfeld: Digitale Welten rund um das Thema Mobile. Schauen wir zunächst auf die Angebote:

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Curved hat aus Markensicht sicherlich den radikalsten und mutigsten Weg gewählt und eine eigene Marke geschaffen. Die Absendermarke wird nicht verschwiegen steht aber sehr im Hintergrund.

Turn On war Ende 2011 zur Unterstützung der Multichannel Strategie als Printheft eingeführt worden und wurde erst zwei Jahre später (!) auch digital angeboten.

Vodafone läßt die blog URL am Leben und verpasst dem „alten“ Vodafone Kundenblog mit „featured“ zunächst nur ein neues Label.

In Bezug auf die Kundenbindung mag dies ausreichen. Aber Vodafone und Curved buhlen nicht nur um dieselben Leser, sondern auch um neue Leser und Neukunden. Da wird es schwierig, zu dem früh gestarteten Curved aufzuschließen.

Jedes Angebot wird hier sein Profil und damit seine treue Leserschaft gewinnen müssen; denn alle müssen langfristig unabhängiger von Google werden, als sie es derzeit sind. Der Inbound Prozeß muss also in Richtung Kunden-Leser-Bindung verlängert werden. Dies wird zunächst Saturn leichter fallen, denn der Händler hat mehr Kontakt zu den Lesern und kann durch die am POS ausliegende Printauflage die Leserbindung stärken.

Für die Telkos wird es darauf ankommen, das Content Angebot zu einer starken Marke auszubauen, die eine eigene Leserbindung erzeugen kann. Natürlich zahlt dies auf die Kundenbindung insgesamt ein. Dies rechtfertigt bzw. erfordert ja auch das Investment.

Für den vierten oder fünften wird es schwerer werden, auch noch in diesen Contentbereich einzutreten. Egal ob es nun ein Händler, Hersteller oder Telko Anbieter ist. Da muss schon ein ganz anderer Akzent gesetzt werden, der im Format oder auch im Inhalt liegen kann. Und die Erfolgsgeschichte Landlust lehrt ja, das die vermeintliche Nische gar keine Nische ist, sondern ein Massenmarkt.

Fazit: Wer jetzt noch kommt, der sollte über einen anderen Weg nachdenken. Wenn drei sich streiten, freut sich der vielleicht der Vierte.

Geschäftsführer der Agentur BRANDPUNKT sowie Gründer / Autor von Futurebiz.
Brandpunkt ist eine Berliner Agentur für Digitale Markenführung & Social Media.

Kommentare

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