Das Problem mit dem Urheberrechtsanspruch auf Facebook - Futurebiz.de

Das Problem mit dem Urheberrechtsanspruch auf Facebook

Um Verstößen, gegen die Verletzung von geistigen Eigentum auf Facebook vorzubeugen, wurde bei Seiten die Funktion “Diese Seite melden” implementiert. Verstößt eine Seite gegen das Urheberrecht, kann der rechtmäßige Besitzer (Verantwortliche) einschreiten und Facebook über den Verstoß informieren.

An sich eine gute und wichtige Funktion, doch leider ist Facebook hierbei nicht vor einem Missbrauch sicher und so kam es, dass Unternehmensseiten zu Unrecht gemeldet und hiermit gesperrt worden sind.

Der Grund hierfür ist eine fehlende Kontrolle der abgegebenen Informationen. Theoretisch könnte jeder Facebook Nutzer eine Seite melden und durch Falschangaben dafür sorgen, dass eine Seite gesperrt wird. Facebook arbeitet mit einem Standardformular, dass die Gründe für die Verletzung abfragt.

Und hier liegt das Problem. Name, Mail-Adresse, Anschrift usw. werden von Facebook kaum kontrolliert und die eingetragene Mail-Adresse, muss auch nicht verifiziert werden.

Dieser Vorgang wurde in einigen Fällen dazu genutzt, um Marken zu schaden bzw. zu Erpressen. So wurden die Seiten von Ars Technica, Redmond Pie und Rewriting Technology von Facebook grundlos gesperrt und im Fall von Rewriting Technology wurde Geld für den Rückzug der Verstoß-Meldung gefordert.

Mit diesem Formular können Seiten, die gegen das Urheberrecht verstoßen, gemeldet werden.

Wie reagiert Facebook auf dieses Problem?

Facebook hat eine offizielle Stellungnahme zu diesem Problem abgegeben und betont, dass zukünftig genauer geprüft wird, wer eine Seite meldet und warum. Facebook sagt, dass die Betreiber der gemeldeten Seiten ja informiert werden und man sich bei einer unrechtmäßigen Meldung an Facebook wenden solle.

„We want Facebook to be a place where people can share and discuss openly while respecting the rights of others. We take seriously both the interests of people who post content and those of rights holders. We work to ensure that we don’t take content down as a result of fraudulent notices. However, when a rights holder properly completes our notice form alleging intellectual property (IP) infringement, we will take appropriate action including removing or disabling access to the relevant content. When we do this, we notify the person who shared the content so he or she can take appropriate action, which may include contacting the reporting party or following up with Facebook.

Submitting an IP notice is no trivial matter. The forms in our Help Center require statements under penalty of perjury, and fraudulent claims are subject to legal process.“

Für die die gesperrten Seiten ist dies natürlich nicht wirklich hilfreich und man stellt sich die Frage warum Facebook nicht wenigstens die Mail-Adresse bestätigen lässt. Die oben genannten Seiten sind jetzt wieder alle aktiv. Ein einigen Fällen kann die erneute Freischaltung einer Seite aber Wochen und Monate dauern. Speziell wenn eine neue Kampagne gestartet, oder eine neue Anwendung implementiert wurde, ist dies für die Unternehmen natürlich ein herber Schlag und eine schnellere Reaktion von Facebook wäre wünschenswert.

Autor bei Futurebiz, Speaker und Senior Social Media Berater bei der Agentur BRANDPUNKT. berät Marken und Unternehmen bei der Entwicklung von digitalen und Social Media Strategien.

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