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f8 Berlin – Open Graph Apps richtig konzipieren

Auf der gestrigen f8 in Berlin, war natürlich der geöffnete Open Graph eines der wichtigsten Themen. Simon Cross und Gareth Morris haben gezeigt, wie man Open Graph Apps anlegt und auf welche Punkte man bei der Erstellung achten muss.

Bei der Entwicklung muss man sich bewusst sein, dass die Aktionen der Nutzer in deren Timeline, Ticker und Newsfeed erscheinen (außer die Nutzer haben dies blockiert). Heißt, Freunde sehen diese Aktionen und sollen so natürlich dazu bewogen werden, ebenfalls die App zu verwenden.

Die veröffentlichten Meldungen müssen also aussagekräftig und für alle Nutzer verständlich sein. Entscheidend hierfür ist die richtige Definition der Aktionen und die damit verknüpften Objekte. Zum Beispiel hat Artikel XY gelesen. Andere Nutzer erkennen sofort worum es sich handelt und werden dazu animiert, den Artikel ebenfalls zu lesen und die App zu installieren.

Wenn die Aktion nur lautet hat einen Artikel gelesen, tritt dieser Effekt nicht ein. Freunde sehen lediglich, dass einer ihrer Freunde einen Artikel gelesen hat, aber nicht worum es in diesem Artikel geht. Das gleiche gilt dafür, wenn Nutzer mehrere Artikel gelesen haben. Hier muss dargestellt werden, welche Artikel es auch waren. Eine Anzeige wie: Nutzer XY hat 2 Artikel gelesen, erzielt nicht den gewünschten Effekt.

Beim Beispiel von „The Independant“, werden Aktionen auf der Webseite in den Ticker und die Timeline publiziert. Artikel die man gelesen hat, erscheinen, wie andere Posts auch, in der Timeline, die aggregierte Meldung, zeigt aber lediglich die Anzahl der gelesenen Artikel an und nicht um welche es sich genau handelt. Fehler in der Programmierung oder Bug bei der Darstellung durch Facebook?

Facebook verbindet diese Artikel nicht automatisch, mit dem extra Bereich für Nachrichten in der Timeline. Erst nachdem ich zwei weitere Artikel über den Washington Post Social Reader gelesen habe, erscheinen auch die Artikel von The Independant in diesem Bereich.

Werden jetzt weitere Artikel auf The Independant gelesen, erscheinen sie automatisch in diesem extra Block der Timeline.

Für Nutzer und Unternehmen bedeutet dies, dass einige Aktionen über die Open Graph Apps weniger prominent dargestellt werden, als andere.

Ein weiterer wichtiger Punkt bei der Definition der Aktionen und Objekte, muss die Verständlichkeit sein. Auch wenn ein Freund die Applikation nicht kennt, muss er sofort verstehen, was ungefähr hinter der Aktivität seines Freundes steckt. Meldungen die nur von bereits existierenden App-Nutzern verstanden werden, sind alles andere als Optimal.

Die Open Graph Apps bieten viele Möglichkeiten, aber auch viele Stellen bei denen man etwas falsch machen kann. Werden die Aktionen und Objekte nicht genau geplant und umgesetzt, wird sich das unmittelbar auf die Klickraten auswirken.

Warum Facebook einige Aktionen zusammenfasst und auf jegliche Verlinkung verzichtet ist uns noch nicht ganz klar. Man muss dazu aber auch noch einmal sagen, dass sich die Open Graph Apps in einer Beta-Phase befinden und es noch an einigen Stellen hackt. So verlinken die App-Namen teilweise auf das eigene Profil und nicht auf die App, wie sie sollten…

Autor bei Futurebiz, Speaker und Senior Social Media Berater bei der Agentur BRANDPUNKT. berät Marken und Unternehmen bei der Entwicklung von digitalen und Social Media Strategien.