Facebook als Reiseprospekt - Die (nicht vorhandene) Content-Strategie von Ab-in-den-urlaub.de - Futurebiz.de

Facebook als Reiseprospekt – Die (nicht vorhandene) Content-Strategie von Ab-in-den-urlaub.de

Über einen Promoted Post bin ich auf die Facebook Seite von Ab-in-den-urlaub.de aufmerksam geworden und die Seite sieht so aus, wie ich es vermutet, oder besser befürchtet habe. Sie ist ein digitaler Reiseprospekt und außer zwei Beiträgen zum Neujahr, sehen fast alle Posts so aus.

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Ab-in-den-urlaub.de will Nutzer auf die eigene Seite ziehen und Reisen verkaufen. Das ist auch nicht das Problem, sondern die Art und Weise wie es umgesetzt wird. Für den Beitrag gab es 71 Likes. Ich kenne die Klickzahlen nicht, aber ich vermute, dass sich die Anzahl von Buchungen, die über Facebook kommen, in Grenzen hält.

Solche Inhalte funktionieren auf Facebook nicht und sind der Grund dafür, dass Facebook eine Änderungen in seinen Richtlinien vorgenommen hat. Inhalte, die durch Gesponserte Meldungen und Promoted Posts beworben werden sollen, dürfen maximal 20 % Text enthalten. Facebook versucht hiermit Beiträge, wie sie ab-in-den-urlaub.de produziert zu reduzieren.

„Ads and sponsored stories for News Feed that originate from Pages may not include images with more than 20% text“.

Nutzer wollen solche Beiträge nicht in ihrem Newsfeed sehen. Je dezenter die Posts sind, umso größer fallen die Interaktionen auf der Facebook Seite von ab-in-den-urlaub aus. Einige mögen jetzt sagen, dass die Inhalte zum Unternehmen passen. Das mag sein, auf Facebook funktionieren sie aber trotzdem nicht. Fans der Seite bekommen nahezu jeden Tag einen Reiseprospekt in ihren Newsfeed. Was bei E-Mails schon lästig ist, stört auf Facebook einfach nur.

Das Community-Management bzw. die Reaktion auf Nutzeranfragen funktioniert um einiges besser. Zwar werden zum Großteil standardisierte Antworten verfasst, da es sich aber häufig um Reklamationen handelt, geht das vollkommen in Ordnung. Ich empfinde es so, dass die verantwortlichen Mitarbeiter durchaus gewillt sind mit ihren Kunden und Fans zu kommunizieren, die Inhalte es aber schlicht und ergreifend nicht zu lassen.

Die Angebote werden sowohl im Foto, als auch im Post an sich genannt. Heißt ich lese das es einen Rabatt gibt und im Bild sehe ich ebenfalls ein riesiges Preisschild und einen durchgestrichenen Originalpreis. Ab-in-den-uralub versucht es mit der Brechstange und spiegelt seine Webseite auf Facebook. Es geht nur um Deals, Rabatte und Gutscheine. Das alles gehört zum Facebook Marketing mit dazu, ist aber nicht der einzige Inhalt, den eine Seite bieten sollte.

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Was für Kommentare sollen Fans zu solch einem Beitrag schreiben und warum sollten sie das Angebot mit ihren Freunden teilen? Sie werden es nicht und somit beraubt sich ab-in-den-urlaub.de einer der Stärken von Facebook und Social Media.

Die Seite erinnert an den Auftritt von Lidl, schafft es aber irgendwie noch einen obendrauf zu setzen.

Blogger bei Futurebiz, Speaker, Autor und Senior Social Media Berater bei der Agentur BRANDPUNKT. berät Marken und Unternehmen bei der Entwicklung von digitalen und Social Media Strategien.

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