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Facebook Anzeigen und Seitenvorschläge anhand von Status Updates

Die Analyse und Auswertung von Status Updates bietet Facebook enormes Potenzial für die Auslieferung von nutzerspezifischem Content. Die ersten Ansätze kann man jetzt bereits in einigen Nutzerprofilen beobachten.

Enthält ein Status Update ein bestimmtes Keyword, so gibt Facebook hierzu passende Self-Service Anzeigen aus. Die Nutzer erhalten hierzu einen Hinweis und die Anzeigen werden unter dem Namen „Related Adverts“ ausgegeben. Schreibt ein Nutzer einen Beitrag besipielsweise über Nike, so bekommt er nun unter „Related Adverts“ Anzeigen mit Bezug zu Nike angezeigt. Dies stellt für Werbetreibende weitere  Targeting-Möglichkeiten dar. Wichtig wird sein, wie weit bzw. wie umfangreich diese Keywords definiert werden können und ob sogar irgendwann die Option besteht ein Targeting für zusammenhängende Begriffe zu definieren. So könnte man dann beispielsweise einen Marken Namen eines Wettbewerbers mit einem negativen Keyword festlegen, um dann sein eigenes Produkt diesem Nutzer zu präsentieren.

Ein wichtiger Punkt hierbei sind jedoch die Privatsphäreeinstellungen der Nutzer. Wie sieht es aus, wenn die Status Updates nur für befreundete Nutzer, oder nur für einen bestimmten Personenkreis freigegeben werden? Bekommen Werbetreibende dann trotzdem Zugriff auf diese Daten? Wenn dies der Fall wäre, würde dies sicher für einige Entrüstung bei den Nutzern sorgen und dies aus verständlichem Grund. Es bleibtt abzuwarten, ob Facebook diese Punkte berücksichtigt und den Usern eine Option bietet „Related Adverts“ zu blockieren.

Neben Anzeigen gibt Facebook nun auch schon teilweise Seitenvorschläge anhand von Keywords in Status Updates und Pinnwand-Einträgen aus. Veröffentlicht ein Nutzer beispielsweise ein Update mit dem Keyword Poker, erhält er in der rechten Spalte seines Profils einen Vorschlag bei der Facebook Seite „Poker gefällt mir zu klicken. Wir konnten diese Vorschläge schon vereinzelt bei unseren Accounts beobachten. Bisher wurden aber immer nur Gemeinschaftsseiten (Seiten mit Wikipedia-Einträgen) vorgeschlagen. Offizielle Seiten von Unternehmen waren bisher noch nicht dabei, aber dies kann sich schnell ändern.

Entscheidend für den Erfolg von Related Adverts und Seitenvorschlägen ist die Qualität der Ergebnisse und die Berücksichtigung der Privatsphäre der Nutzer.

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Autor bei Futurebiz, Speaker und Senior Social Media Berater bei der Agentur BRANDPUNKT. berät Marken und Unternehmen bei der Entwicklung von digitalen und Social Media Strategien.

Kommentare

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  1. Vermutlich bin ich einer der wenigen, die diesen Schritt begrüßen. Als Mann hat es wohl wenig Sinn, wenn einem eine Klinik für Brustvergrößerung oder ein neuer Dessous-Shop vorgeschlagen wird. Insofern hat angepasste Werbung einen Vorteil. Ich muss sowieso als Benutzer Werbung ertragen, dann soll es auch Werbung sein, die mich interessieren könnte.

    Auf Daten zugreifen ist immer so eine Sache. Aber können Sie auf Daten zugreifen, wenn sie eine Werbekampagne erstellen? Ich nicht – insofern greift Facebook selbst auf die Daten zu und verbindet sie mit der Schnittstelle der Werbekampagne. Zumindest hoffe ich, dass es so ist. Solang diese Daten intern ausgewertet werden und meine Status-Updates bzw. Keywords an keine dritten weitergegeben werden, hab ich kein Problem damit.

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