Facebook In-App Browser: Es geht um die Verweildauer & Shares.

Facebook In-App Browser: Es geht um die Verweildauer und Shares.

Mitte August 2014 hat Facebook angefangen externe Links in einem eigenen Facebook In-App Browser zu öffnen. Die mobile Facebook App für iOS hat vorgelegt und mittlerweile ist das Feature auch bei allen Nutzern der Android App verfügbar.

Das Argument für den Facebook in-App Browser ist Geschwindigkeit. Das dies nicht immer der Fall ist, hat Jens von AllFacebook in einem kleinen Test des Browsers ermittelt. Facebook geht es aber nicht nur um die Geschwindigkeit. Der In-App Browser beinhaltet zusätzlich noch einige Features, die sich auf das Teilen von Inhalten beziehen.

Facebook In-App Browser: Es geht nicht nur um Geschwindigkeit, sondern auch um das Teilen von Inhalten auf Facebook

 Ein Browser zum Sharen

Facebook zeigt zu jeder URL die Anzahl der bisherigen Shares an. Je höher die Anzahl der Shares ist, um so eher neigen Nutzer dazu den Inhalt ebenfalls zu teilen. Facebook bietet in seinem In-App Browser verschiedene Optionen an:

– URL als Facebook Status Update teilen (Facebook Share)

– URL als Facebook Message teilen (One-to-One Kommunikation)

– URL in die Zwischenablage kopieren

– URL auf Facebook speichern

Drei der Vier Optionen beziehen sich ausschließlich auf Facebook. Die mobilen Versionen von Chrome und Safari bieten zusätzliche Möglichkeiten und erlauben das Teilen von Inhalten (URLs) in unterschiedliche soziale Netzwerke und Apps. Der Ansatz von Facebook ist klar. Wer Inhalte teilen möchte, der sollte das auf Facebook machen und nicht auf Twitter, Pinterest, oder Google+. Wer auf Facebook ist, der soll auf Facebook bleiben. Medienunternehmen, Blogs und Unternehmen könnten vom Facebook In-App Browser profitieren und ihre Anzahl von Shares steigern. Die Nutzerreaktionen fallen wie immer gemischt aus und kaum war das Feature aktiviert, gab es mehrere Artikel die erklärten, wie Nutzer die Funktion deaktivieren können. Für Unternehmen ist der Aufbau des In-App Browsers ein Vorteil (wenn die Performance stimmt). Nutzer verbreiten die meisten Inhalte auf Facebook. Wenn sie sich jetzt in einem Browser befinden, der auf Facebook Shares und Facebook Nachrichten ausgerichtet ist, wird dies zu mehr Shares führen.

Voraussetzung hierfür ist die Performance des Browsers. Facebook muss mindestens genauso schnell wie andere mobile Browser sein. Des Weiteren müssen Nutzer auf Facebook Features setzen, da beispielsweise Bookmarking Dienste wie Pocket im Facebook Browser nicht unterstützt werden. Werden solche Dienste nutzt, steht jetzt vor dem Problem, dass Bookmarks an verschiedenen Stellen gespeichert werden. Einmal auf Facebook und einmal bei Bookmarking Apps.

Geschwindigkeit ist für Facebook und für Nutzer ein wichtiges Thema und wird über die Wahl des Browsers entscheiden.

In-App Browser sind keine neue Erfindung. Weitere bekannte Beispiele sind unter anderem Feedly und Flipboard. Auch hier werden Inhalte in einem In-App Browser geöffnet.

Autor bei Futurebiz, Speaker und Senior Social Media Berater bei der Agentur BRANDPUNKT. berät Marken und Unternehmen bei der Entwicklung von digitalen und Social Media Strategien.

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