Facebook auf dem Weg zum führenden Kommentar-System? - Futurebiz.de

Facebook auf dem Weg zum führenden Kommentar-System?

Spricht man von Facebook Kommentaren, muss zwischen zwei Bereichen unterschieden werden. Kommentare auf Facebook.com und dem Kommentar-Plugin. Plugin für externe Webseiten und Apps und die Standard-Kommentarfunktion für sämtliche Beiträge auf Facebook an sich.

Vor wenigen Tagen kamen Gerüchte über eine Kommentar-Funktion von Google+ auf, die wohl in den kommenden Wochen veröffentlicht werden soll. Der direkte Wettbewerb, mit Facebooks Kommentare-Funktionen, wird kein einfacher sein. Nicht nur wegen den höheren Nutzerzzahlen, sondern auch wegen dem Funktionsumfang.

So haben Kommentare auf Facebook.com haben zwei neue Funktionen erhalten, die sowohl die Überwachung von Spam, als auch die Verbreitung und Verlinkung von Kommentaren fördert.

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Spam-Kommentare werden automatisch ausgeblendet

Wurde ein Kommentar als Spam eingeordnet, hat sich Darstellung geändert und es wurde ausgegraut. So war das Kommentar für die Administratoren sichtbar, für alle anderen Nutzer aber nicht. Das ändert sich nun und alle Spam-Kommentare werden automatisch aus dem Beitrag entfernt. Ziel ist Kommentar-Threads übersichtlicher zu präsentieren. Community-Manager haben die aktuelle Diskussion besser im Blick und werden nicht mehr durch Spam-Kommentare abgelenkt.

Als Spam markierte Kommentare können zu jederzeit wieder eingeblendet werden. Hierfür einfach auf die drei Auslassungspunkte klicken und die Kommentare freigeben.

Permalinks für Kommentare

Wie beim Kommentar-Plugin, gibt es nun auch für Kommentare auf Facebook.com Permalinks. Es ist also möglich, direkt auf ein bestimmtes Kommentar in einem Beitrag, Tweet oder sonstigem Verweis zu verlinken. Jedes Kommentar verfügt über eine ID, die angesteuert werden kann. Klicken andere Nutzer auf den Permalink, wird das ausgewählte Kommentar kurz farblich hervorgehoben.

Speziell für qualitativ hochwertige Kommentare ein interessante Funktion. So könnten beispielsweise andere Seiten auf spezielle Kommentare direkt verlinken, oder Nutzer auf interessante Meinungen anderer Personen verweisen. Sobald ein Beitrag mehr als 10 Kommentare hat, kann es schnell unübersichtlich werden, wenn man eine Bestimmte Antwort hervorheben möchte. Mit den Permalinks ist das jetzt kein Problem mehr.

Um an den direkten Link zu gelangen, muss man einfach auf die Zeitangabe des jeweiligen Kommentars klicken und anschließend die URL aus der Browserzeile kopieren.

Facebook Kommentare bald überall?

Um das Kommentar-Plugin zu verwenden, ist nicht zwingend ein Facebook Konto nötig. Eine Nutzung ist aktuell auch über Yahoo!, AOL und Hotmail möglich. Die Dienste sind sicher noch ausbaufähig und eine Nutzung via Twitter, würde dem Social Plugin nochmals einen enormen Schub verpassen. Google wäre sicherlich auch interessant, aber die Verbindung kann doch als ziemlich unwahrscheinlich eingestuft werden.

Eine Gegenüberstellung zu den Google+ Kommentaren ist aktuell noch nicht möglich. Wenn Google aber keine anderen Anbieter, Plattformen und Netzwerke mit integriert, wo von wir jetzt einmal ausgehen, wäre dieser Punkt ein weiteres Argument, dass für Facebook Kommentare spricht.

Facebook möchte seine Position bei Kommentaren im Netz weiter stärken. Ziele sind mehr Kommentare (egal wo) und eine einfachere Verbreitung dieser Kommentare. Deswegen die Permalinks und die Option für Nutzer Beiträge von Seiten zu kommentieren, mit denen sie nicht verbunden sind.

Sobald es Facebook gelingt, weitere Login-Anbieter zu integrieren, bzw. andere Anmelde-Verfahren zur Verfügung zu stellen (z.B. Name plus E-Mail), wird Facebook die am meisten verwendete Kommentar-Funktion im Netz werden.

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Blogger bei Futurebiz, Speaker, Autor und Senior Social Media Berater bei der Agentur BRANDPUNKT. berät Marken und Unternehmen bei der Entwicklung von digitalen und Social Media Strategien.

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1 Kommentar » Schreibe einen Kommentar

  1. Och joa. Ich stimme – irgendwie auch mit ein bisschen „leider“ – mit dir überein. Für mich (auf meinem Blog) käme so ein „Feld“ aber NUR dann in Frage, wenn der Kommentierende a) save ist, dass Facebook das nicht ALLE wieder grabbt, auswertet und vermarktet und b) der Kommentierende definitiv die Wahl hat, ob sein Comment „nur so“ abgesendet wird, oder eben auch „an/in Facebook“ geht. Sonst wäre das ein NoGo. Ich baue doch in keinen antikapitalistischen (naja, fast) Blog ein Comment-Plugin von einem gewinnorientiertem Unternehmen ein, was dann Reibach mit der Meinung meiner freigeistigen Leser und Kommentatoren macht. Wobei,…sowas ähnliches habe ich beim „Daumen“ auch gesagt…blieb dann aber auch konsequent, bis ich nun seizt neulich das „Datenschutz-Extra-Like-Plugin“ drin laufen habe… Heidernei, Facebook macht mir Angst, etwas. Schon wieder.

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