Facebook Gruppen sind keine Lösung für die falschen Marketingziele

Facebook Gruppen sind keine Lösung für die falschen Facebook Marketingziele.

Facebook Gruppen sind Bestandteil der neuen „Meaningful conversations“ Offensive von Facebook. Schon seit einiger Zeit erhalten Gruppen viel Aufmerksamkeit im News Feed und durch die letzen Ankündigungen von Mark Zuckerberg, soll sich die Sichtbarkeit weiter steigern.

Für Gruppen ist das eine gute Entwicklung. Wie die höhere Sichtbarkeit für Gruppen aber teilweise interpretiert wird, geht in die falsche Richtung und spiegelt ein grundlegendes Problem des Facebook Marketing wider: Es wird weiterhin zu stark in Reichweiten gedacht.

Bei dem Update des Facebook News Feed Algorithmus geht es um Konversation zwischen Menschen und gerne auch Unternehmen. Es geht nicht um mehr Reichweite für Facebook Gruppen. Die höhere Gewichtung von Gruppenbeiträgen wird voraussichtlich zu einer höheren Reichweite führen. Das ist aber nur der Mittel zum Zweck, um den Dialog und Austausch zwischen Menschen zu fördern. Wenn man als Unternehmen jetzt Facebook Gruppen wie Facebook Seiten betreibt, dann stehen wir schnell wieder vor dem gleichen Problem.

Bildquelle Flickr: Fotograf Alexander Mueller „The dog pack“ (CC BY 2.0)

Facebook Gruppen sind keine Reichweitenretter

Facebook Gruppen sind ein spannendes Format und bieten auch für Marken und Unternehmen viele Möglichkeiten. Aber nur dann, wenn das Prinzip einer Gruppe verstanden und umgesetzt wird. Beziehungsweise, wenn das Prinzip und die Wirkung von Reichweite auf Facebook verstanden wird.

Aus diesem Grund sind Gruppen auch mit Seiten verknüpft. Sie sind kein Ersatz.

Natürlich können Marken und Unternehmen Diskussionen und Themen in Gruppen anstoßen. Das sollen sie auch. Sie dürfen die Gruppe aber nicht dominieren. Die Gruppenmitglieder sind die Treiber der Gruppen und Unternehmen rücken mehr in eine Moderatorenrolle. Die Moderatorenrolle unterscheidet sich auch deutlich vom Community Management. Hier gibt es unterschiedliche Meinungen. Für mich gehören Gif Kommentare und flapsige Reaktionen nicht in Gruppen. Auf Facebook Seiten sind sie aber von Fall zu Fall durchaus ein gutes Mittel.

Die Moderation der Beiträge, Kommentare und Mitglieder sind zentrale Bestandteile von Facebook Gruppen. Wer hier punktet, wird auch von der Facebook Gruppe profitieren. Wer nur seine eigenen Themen und Produkte kommuniziert und die Moderation vernachlässigt, dem werden auch Gruppen nicht als Reichweitenretter helfen und das ist auch gut so.

Ein paar Regeln und Ideen zu Facebook Gruppen

– Tretet als sowohl als Unternehmen und Person auf
– Identifiziert Themen und Meinungen (zum Beispiel über Umfragen)
– Mischt allgemeine und anspruchsvollere Themen
– Setze nicht auf Gewinnspiele
– Setzt nicht auf Engagement Baiting
– Verwendet Facebook Gruppen nicht nur zur Verbreitung von eigenen Inhalten
– Testet eure eigene Postingfreqeunz in der Facebook Gruppe (weniger ist mehr)

Das gleiche Problem wie immer

Es ist essenziell sich mit den aktuellen Entwicklungen auf Facebook zu beschäftigen. Es ist aber auch gleichermaßen wichtig, sich nicht von jeder Ankündigung aus der Ruhe bringen zu lassen.

Facebook Gruppen bieten Unternehmen mehr Möglichkeiten und die Optionen zur Verwaltung und die Statistiken wurden deutlich verbessert. Das Prinzip Facebook Gruppe hat sich damit aber nicht geändert. Ich gehe davon aus, dass Facebook sich genau ansehen wird, welche Seite mit einer Gruppe verknüpft ist und welche Art von Inhalten in Gruppen veröffentlicht werden. Wer die gleichen Facebook Taktiken einsetzt, welche im News Feed abgestraft werden, wird mit einer Gruppe wahrscheinlich noch weniger Erfolg haben, als mit einer Facebook Seite.


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Blogger in Charge bei Futurebiz, Speaker, Autor und Senior Social Media Berater bei der Agentur BRANDPUNKT. Jan Firsching berät Marken und Unternehmen bei der Entwicklung von digitalen und Social Media Strategien.

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