Soziale Reichweite auf Facebook

Facebook Marketing – Soziale Reichweite ist das Ziel

Bildquelle

Steht die Social Media Strategie und Präsenzen auf Facebook, Google+ und Twitter sind online, ist der Aufbau von Reichweite eines der ersten Ziele von Marken. Die Accounts werden beispielsweise auf der Webseite oder in Newslettern beworben, es werden Anzeigen geschaltet und Kampagnen durchgeführt.

All das dient zum Reichweitenaufbau in sozialen Netzwerken. Auf der The Next Web Conference hat Christian Hernandez nochmals einen wichtigen Punkt aufgegriffen, der klar macht, dass Reichweite nicht gleich Reichweite ist. Das Ziel eines Unternehmens in sozialen Netzwerken ist soziale Reichweite aufzubauen.

In der Keynote erzählt Hernandez, dass 80 % der eigenen Facebook Freunde aus dem gleichen Land und mit großer Wahrscheinlichkeit auch aus der gleichen Stadt/Region kommen. Diese Information zeigt, wie wichtig und einflussreich, die Verknüpfung von mehreren Freunden mit einer Marke ist.

Je mehr Freunde sich mit einer Seite verbinden, oder eine App verwenden, um so größer wird der Mehrwert für den einzelnen Nutzer. Wie denken meine Freunde über den letzten Beitrag des Unternehmens? Was macht mein Freund in einer bestimmten App? Zwar tauschen sich Nutzer auch mit anderen Personen aus, aber die Meinung und Interaktion eines Freundes ist interessanter und relevanter. Keine neue Erkenntnis, aber oft wird dieser Punkt beim Reichweitenaufbau vernachlässigt bzw. unterschätzt.

Facebook, Twitter, Google+ und Co. spielen den Unternehmen den Ball zu. Meistens können Nutzer erkennen, welche Freunde sich ebenfalls mit einer Marke verbunden haben. Wirft man einen Blick auf die Facebook Chronik eines Unternehmens, wird dies noch deutlicher. Hat ein Freund einen Beitrag auf einer Seite veröffentlicht, erscheint dieser immer ganz oben in der rechten Spalte. Facebook will damit die Aufmerksamkeit für Freunde wecken und zeigen, dass sich Freunde mit der Marke auseinandersetzen und eine Meinung zu einem Beitrag, Produkt, oder sonst etwas haben.

Je mehr soziale Verbindungen es unter den Fans und Followern gibt, um so besser ist das für die Marke. Die Interaktion ist größer, die Wahrscheinlichkeit, dass sich weitere Freunde mit der Seite verbinden steigt und die Empfehlungen unter den einzelnen Kontakten nimmt zu.

Aus diesen Gründen sind auch Gesponserte Meldungen ein so gelungenes Anzeigenprodukt. Nutzer erhalten keine plakativen Werbebotschaften, sondern Aktivitäten aus dem eigenen Freundeskreis. Erstens wirken diese weniger aufdringlich und zweitens liefern sie einen inhaltlichen Mehrwert.

Hier auch nochmals der Verweis auf die aktuelle Nielsen Studie, die besagt, dass 92 % der Internetnutzer persönliche Empfehlungen, gegenüber anderen Werbeformaten, bevorzugen.

Selbst wenn die Klickraten bei einer Gesponserten Meldung nicht so hoch ausfallen, wie bei einer Anzeige die beispielsweise einen tollen Preis bewirbt, ist jede einzelne neue Verbindung über eine GM mehr wert. Bei vielen Anzeigenkampagnen ist dies aber nicht der Fall und Gesponserte Meldungen performen besser, als „reguläre“ Anzeigen. Diese Entwicklung wird sich fortsetzen und immer mehr Unternehmen werden erkennen, dass sie mit diesem Anzeigenformat wesentlich besser unterwegs sind.

Was gefällt meinen Freunden? Was denken meine Freunde? Was verwenden meine Freunde? All diese Punkte sind nicht nur für Applikationen (Social by Design) entscheidend, sondern auch für die Content-Strategie und eben den Reichweitenaufbau.

Autor bei Futurebiz, Speaker und Senior Social Media Berater bei der Agentur BRANDPUNKT. berät Marken und Unternehmen bei der Entwicklung von digitalen und Social Media Strategien.

Kommentare

Kommentare

3 Kommentare » Schreibe einen Kommentar

  1. Pingback: Facebook Anzeigen - Nutzerhandlungen messen | Futurebiz

  2. Pingback: Freitägliche Gedankenspiele zu Online Relations vom 04. Mai 2012 « GEDANKENSPIELE by Dominik Ruisinger

  3. Pingback: "Wir haben noch ein Ziel, wir wollen noch Meister werden!"

Deine Meinung?