Darum braucht Facebook den News Feed Algorithmus: 2016 teilten Facebook Nutzer 30 % weniger Inhalte. - Futurebiz.de

Darum braucht Facebook den News Feed Algorithmus: 2016 teilten Facebook Nutzer 30 % weniger Inhalte.

Das Ziel, aller Änderungen am Facebook News Feed Algorithmus ist die Steigerung der Nutzerinteraktionen und der Verweildauer. Da sich das Nutzerverhalten regelmäßig ändert, muss auch der News Feed Algorithmus immer wieder angepasst werden. Welche Auswirkungen die einzelnen Updates wirklich haben, hat Mavrck in einer lesenswerten Studie zu User Engagement auf Facebook ermittelt.

Facebook Nutzer veröffentlichen weniger eigene Inhalte

Im Jahresvergleich von 2015 zu 2016 haben Menschen auf Facebook weniger eigene Beiträge geteilt. Mavrck hat über 25 Mio. Facebook Beiträge analysiert und einen Rückgang von 29,49 % pro Nutzer ermittelt.

Solche Entwicklungen fallen natürlich auch Facebook auf und der News Feed Algorithmus kommt ins Spiel. In 2016 gab es drei entscheidende Updates am News Feed Algorithmus. Der Push von Facebook Live, der Fokus auf Inhalte von Freunden und mehrere Aktionen im Kampf gegen Click-Baiting.

Facebook Interaktionen - User Engagement News Feed Algorithmus

Wie ihr in der Entwicklung der Interaktionen pro Facebook Post erkennen könnt, hat die Einführung von Facebook Reactions nicht zu mehr Interaktionen geführt. Zumindest besagen das die Zahlen von Mavrck. Auch die Berücksichtigung der Zeit, die Menschen auf Facebook mit bestimmten Inhalten verbringen, hat die Interaktionen nicht unmittelbar gesteigert. Hier kommen dann aber Facebook Videos und die Verweildauer auf Facebook zum Tragen.

Wenn Nutzer weniger mit Beiträgen interagieren, dann sollen sie dafür mehr Zeit im News Feed verbringen. Die Verweildauer wird unmittelbar von Facebook Videos und von Facebook Live beeinflusst.

Mehr Beiträge von Freunden führen zu mehr Interaktionen

Ein Update am Facebook News Feed Algorithmus hat in der Vergangenheit Interaktionen am positivsten beeinflusst. Die Änderung ist zwar schon aus dem Jahr 2015, hat sich aber bis heute bezahlt gemacht und für einen deutlichen Anstieg der Interaktionen gesorgt. Gemeint ist die bevorzugte Ausspielung von Inhalte von Freunden. In der Grafik seht ihr, dass kein anderes Update für einen größeren Anstieg gesorgt hat.

Ihr seht aber auch, dass sich Facebook hierauf nicht ausruhen kann. Das führt zu den fortlaufenden Anpassungen.

Mehr Interaktionen von Freunden sind schön und gut, aber wie können Unternehmen hiervon profitieren?

User Generated Content schlägt Markeninhalte bei den Interaktionen

Während die Verwendung von User Generated Content auf Instagram häufig ein wichtiger Bestandteil der Content Strategie ist, sieht es auf Facebook anders aus. Auch in 2017 werden auf Facebook Seiten noch viel zu oft platte Werbebotschaften veröffentlicht und beworben. So entsteht auf Facebook natürlich auch kein User Generated Content. Ein Fehler. Nutzerinhalte, welche über einen Markenbezug verfügen, generieren fast siebenmal so viele Interaktionen wie Markeninhalte an sich. Ein klares Indiz dafür, dass Nutzerinhalte auch auf Facebook berücksichtigt werden sollten und nicht nur ein Thema für Instagram und Hashtag Kampagnen sind.

Beim Thema User Generated Content kann der News Feed Algorithmus die Arbeit nicht übernehmen und das ist auch nicht seine Aufgabe. Anstatt jedem Update hinterher zu rennen und zu versuchen, den Algorithmus auszutricksen, sollten sich Unternehmen und Marken auf ihre Community konzentrieren und mehr UGC einsetzen.

Der Social Media Watchblog hat uns auf die Studie aufmerksam gemacht. Viele weitere Statistiken der Studie könnt ihr euch direkt bei Mavrck herunterladen.

Blogger bei Futurebiz, Speaker, Autor und Senior Social Media Berater bei der Agentur BRANDPUNKT. berät Marken und Unternehmen bei der Entwicklung von digitalen und Social Media Strategien.

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