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Facebook News Feed Algorithmus – Weniger Reichweite und Traffic für qualitativ schlechte und mit Werbung überladene Webseiten

Facebook ist in der Vergangenheit schon mehrfach gegen Spam, Click-baiting und qualitativ schlechte Inhalte vorgegangen. Zumindest gab es verschiedene Updates für den Facebook News Feed Algorithmus hierzu.

Jetzt hat Facebook weitere Änderungen am News Feed Algorithmus angekündigt. Im Facebook Newsroom heißt esReducing Links to Low-Quality Web Page Experiences. Das Update könnte hoffentlich nochmals eine andere Wirkung erzielen, da nicht nur die veröffentlichten Facebook Inhalte entscheidend sind, sondern auch die dahinterstehenden Webseiten.

Bildquelle Flickr: Fotograf Jason Taellious „quality“ – (CC BY-SA 2.0)

Ich muss bei dem Update sofort an Publisher wie Providr denken, die in meinen Augen genau all die genannten Kriterien erfüllen. Das Nutzererlebnis auf der Seite ist mehr als schlecht und es geht lediglich darum Impressions für Display Anzeigen zu generieren. Inhaltlich wird kaum etwas geboten, außer Videos in eigenen Playern mit Pre-Roll ADs und Slide-Show Gallerien, welche die Impressions nochmals zusätzlich erhöhen sollen.

We hear from our community that they’re disappointed when they click on a link that leads to a web page containing little substantive content and that is covered in disruptive, shocking or malicious ads. People expect their experience after clicking on a post to be straightforward.

So sieht es aus und es sollte auch im Sinne der Publisher sein, aber die Realität sieht anders aus und es geht um Traffic und damit verbunden AD Impressions. Natürlich lebt von Facebook von veröffentlichten Inhalten und von den daraus resultierenden Interaktionen, aber ein negatives Nutzererlebnis auf externen Webseiten fällt oft auf Facebook zurück. Das ist einer der Hauptgründe dafür, dass Facebook immer wieder mit qualitativ schlechten Inhalten in Verbindung gesetzt wird, vor allem dann, wenn Menschen nicht die Möglichkeiten des News Feed ausschöpfen und ihre eigenen Feeds anpassen. Zur Facebook Nutzung zählt auch, Inhalte zu blockieren, Seiten wieder zu entfernen und nur ausgewählte Quellen zu „abonnieren“.

Ganz einfach ist die Umsetzung des News Feed Updates aber auch nicht. Qualität liegt oft im Auge des Betrachters. Zwar gibt es verschiedene Faktoren, welche eindeutig auf Spam und Klick-Baiting hinweisen, aber was für viele eine schlechte User Experience darstellt, fällt anderen eventuell nicht in dem Ausmaß auf. Facebook kann das natürlich nicht gezielt für sämtliche Webseiten durchführen. Das Update basiert auf einer Untersuchung und von diversen Webseiten. Facebook erklärt seine Vorgehensweise wie folgt:

With this update, we reviewed hundreds of thousands of web pages linked to from Facebook to identify those that contain little substantive content and have a large number of disruptive, shocking or malicious ads. We then used artificial intelligence to understand whether new web pages shared on Facebook have similar characteristics.

Die Änderungen werden über die kommenden Monate umgesetzt. Facebook geht davon aus, dass es Publisher und Webseiten geben wird, die zukünftig weniger Referral Traffic erhalten werden. Man sollte sich also gut überlegen, wie Inhalte auf Facebook geteilt werden und vor allem, was die Menschen nach dem Klick erwartet. Ein Screenshot von einem Video, welches zu einer Webseite mit dem kompletten Video und 20 Anzeigen führt, ist sicher nicht der richtige Weg. Gleichzeitig bedeutet das aber natürlich auch, dass andere Publisher, die nicht auf diese Mechaniken setzen, einen Anstieg beim Facebook Referral Traffic sehen könnten.

Autor bei Futurebiz, Speaker und Senior Social Media Berater bei der Agentur BRANDPUNKT. berät Marken und Unternehmen bei der Entwicklung von digitalen und Social Media Strategien.

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