Facebook Places & Co.: 17,6 Mio. US-Bürger "checken ein" - Futurebiz.de

Facebook Places & Co.: 17,6 Mio. US-Bürger "checken ein"

17,6 Mio. US-Bürger nutzen regelmäßig ortsbasierte Dienste wie Facebook Places, Foursquare und Gowalla, um ihrem persönlichen Netzwerk mitzuteilen, wo sie sich gerade aufhalten. Auf den ersten Blick hört sich diese Zahl erst mal gut an, doch vergleicht man sie mit den aktuellen Nutzerzahlen auf Facebook, wird einem schnell klar, dass Facebook Places sich auch in den USA noch lange nicht etabliert hat.

Laut dem Anzeigenplaner von Facebook, gibt es den USA knapp 155 Mio. Nutzer. Setzt man diese Zahl in Relation zu dem Ergebnis von ComScore, nutzt also ca. jeder Neunte Nutzer Facebook Places (Orte). Da aber auch Foursquare und Gowalla Nutzer in die Studie mit eingeflossen sind, ist es wohl eher jeder 10 (oder noch weniger).

Die Verteilung nach Geschlecht, ist fast ausgeglichen. Weibliche Nutzer haben mit 50,8 % leicht die Nase vorne. Betrachtet man sich die Altersverteilung, erkennt man, dass Nutzer zwischen 25 und 34 Jahren die aktivste Gruppe sind und 32,5 % aller Check-Ins in den USA auslösen.


Knapp dahinter liegen die 18 bis 24 Jährigen mit 26 %.

Ortsbasierte Dienste werden von den Nutzern positiv angenommen, doch die Verbreitung findet nicht in dem Tempo statt, wie es noch vor ein-zwei Jahren prognostiziert wurde. Das von allen Anbietern Facebook Places das größte Potenzial hat liegt auf der Hand. Mit über 150 Mio. mobilen Nutzern sind dies ungefähr 15 mal so viele wie Foursquare aktuell aufweisen kann (9,3 Mio.). Doch um die Verbreitung weiter voranzutreiben, fehlt es Facebook Places nach wie vor an weiteren Funktionen und Features, um die Nutzung für die User attraktiver zu gestalten.

Dies ist auch ein Hauptgrund dafür, warum Nutzer Facebook Places nicht verwenden. Sie sehen einfach keinen Sinn darin. Ein weiteres Problem mit dem ortsbasierte Dienste zu kämpfen haben, ist das Thema Privatsphäre. Viele Nutzer möchten nicht, dass immer alle Freunde darüber informiert sind, wo man sich gerade aufhält. Deswegen haben auch viele Facebook Nutzer die Möglichkeit, dass sie in Check-Ins markiert werden können, deaktiviert.

Neben Gutscheinen und Rabatten, ist das Treffen von Freunden ein Hauptgrund für die Nutzung von ortsbasierten Diensten. Wenn man Freunde jedoch nicht markieren kann, wird diese Funktion im Keim erstickt.

Ortsbasierte Dienste werden weiter neue Nutzer gewinnen und die angebotenen Produkte werden sich verbessern. Voraussetzung hierfür ist, dass die Dienste attraktiver werden und Unternehmen ihren Kunden einen Anreiz bieten einen Check-In auszulösen. Sind diese Punkte gegeben, steigen auch die Nutzerzahlen und die Check-Ins.

Autor bei Futurebiz, Speaker und Senior Social Media Berater bei der Agentur BRANDPUNKT. berät Marken und Unternehmen bei der Entwicklung von digitalen und Social Media Strategien.

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