Facebook Plattform: Ein weiterer, wichtiger Schritt, weg von FBML und FBJS - Futurebiz.de

Facebook Plattform: Ein weiterer, wichtiger Schritt, weg von FBML und FBJS

Heute Nacht hat facebook die Möglichkeit zur Verwendung von iFrames in Tabs eingeführt. Was für Apps auf der eigentlichen Canvas-Seite schon seit langem möglich ist, den Content direkt ohne Bearbeitung durch Facebook-Server anzuzeigen, sprich ohne die Verwendung von FBML, ist jetzt auch im Tab möglich.

Der Vorteil liegt hier klar auf der Hand, die Server von FB werden erheblich entlastet und Entwickler können mit wenig Aufwand z.B. auch auf Social Plugins zurückgreifen. Außerdem ist es jetzt wieder möglich eine App, ohne größere Ausnahmen, sowohl in der Canvas, als auch im Tab mit demselben Code zu betreiben. Ja mehr noch, die App könnte quasi „unverändert“ auch in der Website außerhalb facebook mit dem exakt gleichen Code zum Einsatz kommen.

Spekulieren ließe sich jetzt noch über den Grund, warum Facebook die Politik „keine iFrames in Tabs“ hat fallen lassen. Das ist recht einfach zu erklären. Seit über einem halben Jahr kündigt facebook schon an, die Unterstützung für FBML/FBJS aufzugeben. … die einzigen beiden Techniken, mit denen es überhaupt möglich war, Tabs zu bespielen.

Ohne FBML keine Apps in Tabs, ergo musste etwas passieren. Dem, durch die Öffnung der Tabs für iFrames, entstandenen Sicherheitsrisiko (der Grund für die bisherige Politik) begegnet facebook mit einem zusätzlichen Sicherheitsmechanismus, der nur in Tabs zur Verfügung steht, dem sog. „signed_request“. Hierbei handelt es sich um ein JSON-Konstrukt, welches der App übermittelt wird. Dieses Konstrukt enthält Informationen über die aufrufende Seite und den aktuellen Nutzer(!). Über den Nutzer erfahren wir, ob ihm die Seite „gefällt“ oder ob er Administrator der Seite ist und, ob er die App bereits zugelassen hat.

Ist letzteres der Fall, erhält die App noch den „Access Token“. Ja, das neue Konstrukt enthält alles, was seit einem Jahr in Tabs gefehlt hat. Der weitere Grund, warum die Tabs „umgebaut“ wurden, liegt in der Veröffentlichung des neuen Seitendesigns. Der mittlere Contentbereich wurde überarbeitet und hat sich etwas der Canvas-Seite angenähert, so dass sich hier förmlich der iFrame-Einsatz aufdrängt. … und letztendlich geht es immer um Performance.

Dann kann mit Ablauf des März FBML getrost sterben (alte Apps bleiben für den Moment erhalten). Ein Wermutstropfen bleibt natürlich: Es stirbt auch die Facebook eigene App „Static FBML„.

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Blogger bei Futurebiz, Speaker, Autor und Senior Social Media Berater bei der Agentur BRANDPUNKT. berät Marken und Unternehmen bei der Entwicklung von digitalen und Social Media Strategien.

Kommentare

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6 Kommentare » Schreibe einen Kommentar

  1. @Jan

    Dann muss ich mir wohl angewöhnen, den öfter zu lesen. Oder mich hier aufm Laufenden halten. 😉
    Aber das mit den neuen iFrames wird schon mal ausprobiert.

  2. Da hast du vollkommen Recht. Meistens werden solche Informationen nur im Developer Blog kommuniziert und viele Nutzer bekommen von solchen Änderungen nichts mit.

  3. Ja. Ab dem 10. März gehen dann die Lichter für die STATIC FBML App aus

    Komischerweise bietet Facebook FBML immer noch als sinnvolle Anwendung bei der Erstellung einer Seite direkt an. Sollten die dann nicht wenigstens eine Meldung daneben schreiben, dass man diese Anwendung nicht mehr nutzen sollte?

  4. Und die iFrames werden dann einfach via eingebunden? Und kann dann jeder HTML/Flash Inhalt von extern angezeigt werden?

    Pro Tab muss dann eine Anwenung erstellt werden?

  5. Dann bleibt FBML bis zur endgültigen Umstellung der Pages also bestehen? Wenn ich die Seite jetzt schon auf das neue Format umstelle auch?

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