Facebook Seiten markieren: Denkt an Nutzer und nicht an Reichweite - Futurebiz.de

Facebook Seiten markieren: Denkt an Nutzer und nicht an Reichweite

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Warum markieren wir Freunde auf Facebook und Instagram? Nicht weil wir unsere persönliche Reichweite steigern wollen, sondern weil der Inhalt die Markierung rechtfertigt. Es ist immer wieder interessant zu beobachten, wie Unternehmen sich zur Geisel der eigenen Reichweite machen. Nachdem Facebook ein neues Feature für den News Feed angekündigt hat, war dies wieder deutlich spürbar. Markierungen von anderen Facebook Seiten können jetzt auch in den News Feeds von Fans anderer Seiten erscheinen. Ein gutes Feature. Die Intention seitens Facebook ist aber nicht die Steigerung der Reichweite von Seitenbeiträgen, sondern die Steigerung des Informationsgehaltes für den News Feed.

Facebook Seiten markieren: Kontext statt Reichweite

Markierungen von Facebook Seiten sind nichts neues und werden auch häufig verwendet. Bitte ändert auf Grund der neuen Darstellung im News Feed euer Verhalten nicht. Wenn sich die Reichweite durch Markierungen steigert, dann ist das ein Effekt, aber nicht die Motivation für die Markierung.

 

Markierungen sollen Nutzer auf verwandte Seiten verweisen, die thematisch m Beitrag aufgegriffen werden. Eventuell stoßen Nutzer so auf weitere relevante Informationen, oder verbinden sich mit der markierten Seite. Das gilt für eure Seiten und für die von euch markierten Seiten. Man könnte es auch so sehen: Wird eure Seite von einem Wettbewerber markiert, werden eure Fans auf den Wettbewerber aufmerksam. Ihr liefert auch Reichweite für andere Seiten. Das ist überhaupt kein Problem und soll nur zeigen, dass wir bitte nicht hinter jeder Facebook Funktion eine potenziell höhere Reichweite suchen. Das Beispiel von Facebook zeigt genau wie die Markierungen funktionieren. Bleacher Report ist eine Sportseite und berichtet über die NBA. Viele NBA Spieler sind aktiv auf Facebook und werden markiert. Das hat Bleacher Report schon immer so gemacht. Gleichzeitig zeigt das Beispiel auch die Richtung, in der die meisten Markierungen erfolgen. Dwight Howard und James Harden werden Bleacher Report wahrscheinlich selten in Beiträgen markieren. Umgekehrt wird es der Regelfall sein.

Für das Community Management und den Aufbau von Facebook Beiträgen ändert sich durch die News Feed Änderung nichts. Markierungen funktionieren wie eh und je und sollten zum Kontext des Beitrages passen. Unternehmen können von Markierungen jetzt stärker profitieren, der Sinn und Zweck einer Markierung hat sich aber nicht geändert. Facebook ist ein soziales Netzwerk. Die Betonung liegt auf sozial und nicht auf Reichweite.

Bildquelle Flickr: Fotograf –  stuartpilbrow

Autor bei Futurebiz, Speaker und Senior Social Media Berater bei der Agentur BRANDPUNKT. berät Marken und Unternehmen bei der Entwicklung von digitalen und Social Media Strategien.

Kommentare

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  2. […] Und Jan Firsching erklärt, warum die neue Möglichkeit nicht im Rennen um mehr Reichweite genutzt werden sollte. Zum Beitrag […]