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Facebook vs. Twitter – Social Media Nutzung im Vergleich

In der vergangenen Woche haben wir uns mit dem Profil eines durchschnittlichen deutschen Social Media Users beschäftigt. Jetzt gehen wir etwas mehr ins Detail und vergleichen die Aktivitäten der Nutzer auf Facebook und Twitter.

Der Aufbau der beiden Netzwerke ist in letzter Zeit immer näher zusammen gerückt. Aktuell ist bei Twitter oft von der „Facebookisierung“ die Rede. Dies bezieht sich auf das neue Twitter Interface, dass nun auch Multimedia-Inhalte anzeigt.

Doch worin liegen die Unterschiede in der Nutzung der Netzwerke und was bedeutet dies für Unternehmen und Ihre Marketing-Aktivitäten?

Interessant ist sicherlich die Frage, in welchem Netzwerk sich User eher über Marken und Unternehmen informieren. Laut der Social Media Studie von eCircle, hat hier Twitter die Nase vorne. 50 % der Befragten verwenden den Microblogging Dienst um sich über Marken und Produkte zu informieren. Bei Facebook sind es 31 % und in weiteren Netzwerken (WKW, VZ, usw.) 27 %.  Gründe hierfür sind sicherlich der persönlichere Aufbau von Facebook und der Fokus auf die Kommunikation mit Freunden. Twitter ist hierbei etwas unpersönlicher und die Suche nach Information steht bei der Nutzung im Vordergrund.

Weitere Ergebnisse der Befragung sind, dass Twitter Nutzer häufiger ihren Status aktualisieren und auch mehr Links verbreiten, als dies auf Facebook der Fall ist. Diese Ergebnisse sind weniger überraschend, als sie auf den ersten Blick scheinen. Twitter ist ein Kanal zur schnellen Informationsverbreitung und regelmäßige Nutzer veröffentlichen hiermit auch mehr Tweets als Status Updates auf Facebook. Bei Facebook steht die persönliche Kommunikation im Vordergrund. Twitter hingegen wird zusätzlich für die Verbreitung von Nachrichten und Meldungen genutzt, die häufig keinen persönlichen Bezug haben. Es ist auch nicht ganz klar in welcher Art und Weise die Social Plugins (z.B. Gefällt mir Button) in die Auswertung mit eingeflossen sind.

Dennoch liefert die Studie einige interessante Ergebnisse die zeigen, dass sich Unternehmen nicht nur auf einen Kanal konzentrieren bzw. exakt überprüfen sollten in welchen Netzwerken sie aktiv werden. Sind meine Kunden auf Facebook und Twitter, sollte auch in beiden Netzwerken eine Unternehmenspräsent etabliert werden, um auch die Nutzer zu erreichen, die Facebook evtl. ausschließlich für die persönliche Kommunikation nutzen.

Blogger bei Futurebiz, Speaker, Autor und Senior Social Media Berater bei der Agentur BRANDPUNKT. berät Marken und Unternehmen bei der Entwicklung von digitalen und Social Media Strategien.

Kommentare

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3 Kommentare » Schreibe einen Kommentar

  1. Hallo,
    eine ideale Sache wenn man bei Facebook und Twitter vertreten ist, obwohl Twitter für den Einsteiger in das Social Media Marketing der bessere Tipp ist.

    Vor allem kann man bei Twitter in verschienen Bereichen unabhängig Aktiv werden, um seine Zielgruppe zu finden und es geht auch direkter, als kleines Bespiel möchte ich meinen Account nennen: http://twitter.com/buchempfehlung_ ,denn so findet man schneller echte Interessenten!

    Liebe Grüße
    Lothar

    PS Warum ist dieser Blog ein „No Follow Blog“?

  2. Nicht so schnell…

    … prinzipiell sollte man doch erstmal die User im allgemeinen betrachten; da kommt doch schnell der Verdacht auf, dass es sich bei Twitter-Usern vorwiegend um Nutzer handelt, die einen wesentlich stärkeren Social-Media Konsum pflegen und Twitter vorwiegend als Pull-Medium nutzen um sich über bestimmte Themen zu informieren und dementsprechend überwiegend mit Geschäftskontakten, Experten oder Informationsdiensten aller Art verbunden sind…

    …währen auf Facebook überwiegend die private Kommunikation zwischen Freunden und Kontakten erfolgt; Während auf Facebook demnach eher der Durchschnitts-Internet-Nutzer zu finden ist, ist Twitter zumindest in Deutschland den „Hardcore“-Nutzern vorbehlaten; Verständich also auch die intensivere Nutzung…

    Facebook eignet sich demnach für Marken, im Gegensatz zu Twitter, hervorragend um sich im privaten Umfeld der (gesamten) Zielgruppe zu positionieren und hier von der (passiven) Viralität zu profitieren…

    Die Aussage bleibt die gleiche, sicherlich ist es sinnvoll sich in den WICHTIGSTEN Kanälen zu positionieren,… wobei die Effektivität von Twitter als Marketinginstrument mit Sicherheit der von Facebook um EINIGES nachsteht.

  3. Pingback: Social Media Nutzung im Vergleich | gumpelMEDIA

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