Freunde sind Wichtiger! Social Commerce ist bei Jugendlichen noch kaum ein Thema - Futurebiz.de

Freunde sind Wichtiger! Social Commerce ist bei Jugendlichen noch kaum ein Thema

Social Commerce ist nach wie vor eines der Themen über das am häufigsten, aber auch mit am kritischsten diskutiert wird. Das Potenzial ist sicher gegeben und das die Personalisierung von Angeboten funktioniert, hat erst kürzlich Sneakpeeq in einer Infografik bestätigt.

Viele Best Practice Beispiels beziehen sich allerdings auf den US-Markt, der wie bei vielen anderen Trends, dem deutschen ein bis zwei Jahre voraus ist.

Media Analyzer hat Jugendliche zwischen 12 und 19 Jahre befragt (n = 265), welches ihre Hauptaktivitäten in sozialen Netzwerken sind. Die Ergebnisse bestätigen bekannte Erkenntnisse, interessant sind aber die Zahlen zu “Shopping in sozialen Netzwerken”.

3,6 % der Befragten haben in einem sozialen Netzwerk schon einmal etwas gekauft. Vergleicht man dies mit den anderen Aktivitäten, wird schnell klar, dass Social Commerce noch in den Kinderschuhen steckt. Zumindest was die Akzeptanz der Nutzer betrifft.

Fehlende-Akzeptanz-bei-Jugendlichen-Social Commerce

Bildquelle
Würde man ältere Zielgruppen befragen, würde der Prozentsatz wahrscheinlich etwas höher liegen, aber immer noch deutlich hinter den anderen Aktivitäten zurückliegen.

Social Commerce bzw. Shopping in sozialen Netzwerken wird nie den Stellenwert, wie Kontakt zu Freunden und Verwandten, einnehmen. Dass aber nur so wenige Nutzer auf beispielsweise Facebook Commerce Angebote reagieren, ist oft von den Unternehmen selbst verschuldet.

Die Portierung seines kompletten Warenkataloges in einen Facebook Shop, ist nur in den seltensten Fällen erfolgsversprechend. Meist muss hier dann mit Rabatten gearbeitet werden. Viele Unternehmen wollen, oder können dies aber nicht in diesem Umfang und für einen dauerhaften Zeitraum bieten und deswegen fällt die Nutzung eines Online Shops meist eher gering aus.

Hierzu auch ein Interview mit Andreas, dass bei Smarter-Service erschienen ist (Teil 2 folgt kommenden Donnerstag):

Es ist auch egal, wie viele Fans der Wettbewerber hat. Wichtig ist, dass eure Kunden eure Fans sind. Eure Kunden sind eure Fürsprecher und wenn eure Fürsprecher im Social Web, auf Facebook aktiv werden, dann werdet ihr langfristig mehr Kunden gewinnen, also auch mehr verkaufen. Ob ich durch promotionale Maßnahmen 100.000 oder 200.000 Fans dazu gewinne, Fans, die gar keine positive Einstellung zu meinem Unternehmen, meiner Marke oder meinen Produkten haben, ist nicht relevant.

Rest des Interviews…

Die Kommunikation mit dem Kunden (Fan, Follower) ist entscheidend und wird für den Erfolg sorgen und nicht die Möglichkeit auf Facebook einen Shop zu besuchen, der in fast allen Fällen, dem Webshop unterlegen ist.

Ob und wie ein Unternehmen erfolgreich am Social Commerce teilhaben wird, hängt vom Dialog mit den Kunden, den präsentierten Angeboten (exklusive Produkte für einen begrenzten Zeitraum nur auf Facebook) und der Verbindung von sozialen Funktion auf der eigenen Webseite ab.

Interessant wird auch zu beobachten sein, in welcher Form Open Graph Applikationen die Verbreitung von Produkten und personalisierten Empfehlungen auf Facebook vorantreiben werden. Bei Social Commerce kann vieles falsch gemacht werden, achtet man jedoch auf seine Community und versorgt diese mit nützlichen Informationen, leistet guten Support und kombiniert dies mit kurzfristigen Shopping-Aktionen, die bestenfalls noch auf die Interessen der Nutzer abgestimmt sind, wird Social Commerce auch hierzulande weiter wachsen und vermehrt von den Nutzern eingesetzt werden

Autor bei Futurebiz, Speaker und Senior Social Media Berater bei der Agentur BRANDPUNKT. berät Marken und Unternehmen bei der Entwicklung von digitalen und Social Media Strategien.

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  1. Klasse Artikel und bestätigt auch unsere internen Diskussionen, die wir bezüglich dieses Themas oft führen. Ich denke auch, dass wir hier noch komplett am Anfang stehen – was auch ein direkter Vergleich der Effektivität von Facebook Ads und Google Adwords bis dato deutlich zeigt. Desweiteren bleibt es auch fraglich, inwieweit der Großteil der User eine weitere „Kommerzialisierung“ überhaupt zulassen bzw. aktiv unterstützen wird.

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