Gaps Fazit für Facebook Deals: Viel Erfolg und Viel Verwirrung - Futurebiz.de

Gaps Fazit für Facebook Deals: Viel Erfolg und Viel Verwirrung

Letzte Woche hat Facebook offiziell Facebook Deals vorgestellt. Mit Deals können Unternehmen ortsbasierte Kampagnen mittels Facebook Places starten und so Kunden für einen Check in in einem Geschäft belohnen (vorerst nur in den USA). Ausführlichere Infos zu Facebook Deals findet Ihr in unserem Blog Beitrag Was sind die neuen Facebook Check-In Deals?

Eine der ersten Marken die einen Places Deal in relativ großem Umfang durchgeführt hat, war das amerikanische Modeunternehmen Gap. Hier wurden die ersten 10.000 Check-Ins mit einer gratis Jeans belohnt. Wie man sich vorstellen kann ist dies sicherlich ein sehr starker Anreiz für Nutzer eine Gap Filiale aufzusuchen und dort ein Check-In auszulösen. Wie der Fast Company Blog berichtet, waren die Gratis-Jeans in kürzester Zeit vergriffen und es haben sich vor den Läden Menschentrauben gebildet, die Ihren Check-In einlösen wollten.

Die Aktion hatte aber auch einige Schwächen und diese lagen hauptsächlich in der Kommunikation mit den Nutzern. Was ist ein Check-In? Wie kann ich diesen auslösen? Viele Nutzer stellten sich diese Fragen und es kam zu den unterschiedlichsten Aktionen. Vor allem auf der Facebook Seite von Gap konnte man dies sehr gut beobachten. Einige Nutzer die mit Places nicht vertraut sind, schrieben einfach die Wörter „Check-In“ auf  die Facebook Seite und gingen davon aus auch hierfür eine gratis Jeans zu bekommen.

Ein weiteres Problem war die teilweise doch sehr geringe Menge an gratis Jeans in den einzelnen Filialen. Die meisten Jeans wurden an Nutzer verteilt, die bereits vor Eröffnung der Läden ihren Check-In ausgelöst haben. Ein Großteil der Kunden ging aber leer aus.

Facebook Deals, oder ähnliche Kampagne auf beispielsweise Foursquare, benötigen eine genau Kommunikation und eine exakte Erklärung der Funktionsweise. Ortsbasierte Dienste sind noch nicht so etabliert, dass jeder Facebook Nutzer genau weiß was er zu tun hat. In diesem Fall kam die Verwirrung Gap evtl. sogar etwas gelegen, da die Anzahl an Jeans in den Filialen sowieso schon sehr gering kalkuliert war.

Die Kampagne an sich war sicherlich ein Erfolg für Gap, wenn jetzt noch die Kommunikation mit den Verbrauchern verbessert wird, dies könnte beispielsweise in einem individuelle Reiter auf der Facebook Seite geschehen, wird die Verwirrung der Nutzer reduziert und es kann eine noch breitere Masse angesprochen werden.

Facebook Deals ist ein sehr spannendes Thema und wir werden die Entwicklung genau verfolgen.

Blogger bei Futurebiz, Speaker, Autor und Senior Social Media Berater bei der Agentur BRANDPUNKT. berät Marken und Unternehmen bei der Entwicklung von digitalen und Social Media Strategien.

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