Schnell, Schneller, Gen Z: Multiscreen & Social Media

Schnell, Schneller, Gen Z: Multiscreen & Social Media Nutzung + Infografik

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Wie tickt die Gen Z und welche sozialen Netzwerke spielen im Leben von Kindern und Teenagern eine Rolle? Über die Einstellung zur Privatsphäre der Gen Z haben wir uns schon vor einiger Zeit ein paar Gedanken gemacht. Jetzt wurden auf Mashable einige interessante Fakten veröffentlicht, die sich ebenfalls mit der Gen Z und deren Einstellung zu sozialen Netzwerken befasst.

„Hier bin ich“ trifft die Grundeinstellung der Gen Z in unseren Augen ziemlich gut. Sie passt aber nicht nur zu den „normalen“ Nutzern, sondern auch zu den bekannten Protagonisten auf YouTube, Instagram, Vine, Snapchat und anderen Bloggern. Es geht um Personen die sich selbstbewusst präsentieren und nicht lange über Content und Posts grübeln. Vieles worüber wir nachdenken und uns zögerlich verhalten, ist für die Gen Z selbstverständlich. Selfies sind kein Trend, sie sind Alltag und auch kein Internetphänomen oder ähnliches. Social Media und Mobile sind für die Gen Z keine neuen Entwicklungen.

Wenn wir für unsere „Always On“ Mentalität belächelt werden, dann weiß die Gen Z überhaupt nicht was hiermit gemeint ist. „Always On“ ist normal. Auch die zahlreichen Anti-Facebook und Anti-Social Media Videos richten sich nicht an die Gen Z. Sie richten sich an uns und bei der Gen Z verpufft die Wirkung solcher Videos vollkommen. Kritiker stehen mit erhobenem Zeigefinger vor den Jugendlichen und Eltern und erzählen wie gefährlich doch das Internet und soziale Netzwerke sind. Eine sehr einseitige Sichtweise. 52 % der Gen Z nutzen YouTube und soziale Netzwerke (und nicht Google) für die Recherche von Referaten und Hausaufgaben. Wenn wir uns heute nicht mehr eine Welt ohne Google vorstellen können, dann gilt das gleiche für die Gen Z mit YouTube. „Ich werd mal YouTuber“ ist ein lesenswerter Beitrag von Steffan Niggemeier. Hier geht es um die Popularität deutscher YouTuber und deren Einfluss auf Kinder und Jugendliche. Das Auftreten der YouTuber zeigt, was die Gen Z sehen möchte und vor allem wie es präsentiert werden muss. Die Beispiele aus dem Artikel widerlegen aber auch teilweise die Aussagen zur Aufmerksamkeitsspanne.

Innerhalb von 8 Sekunden muss die Gen Z überzeugt werden, sonst wendet sie sich ab. Populäre YouTube Channels haben hiermit aber überhaupt kein Problem. Sie müssen sich aber auch keine Gedanken hierüber machen, sondern eher wir. Ich habe mir vorhin ein paar Videos von DagiBee und Co. angesehen. Ein paar mal musste ich Schmunzeln und wenn ich mich an die alten Viva und MTV Zeiten zurück erinnere, hätte auch ich lieber die Videos von YouTube „Stars“ verfolgt. Nebenbei würde der Laptop laufen, auf dem Smartphone sind soziale Netzwerke geöffnet und auf dem Tablet wird ein mobile Game gezockt (das ist auch teilweise so).

Second Screen trifft es bei der Gen Z nicht mehr. Multiscreen heißt die Devise und zwar zu jederzeit und an jedem Ort. Die Gen Z bevorzugt FÜNF Screens gleichzeitig. Bei den Millennials sind es zwei. Smart TV, Smartphone, Tablet, Laptop, Konsolen, Handhelds, oder iPods. Alles wird von der Gen Z genutzt und häufig gleichzeitig.

Die Infografik hebt auch nochmals die Auswirkungen von visuellen Inhalten vor. Fotos und (Kurz-)Videos sind die bestimmenden Inhalte und lassen Texte alt aussehen. Dazu kommen emoticons und Sticker in mobile Messengern, die eine Kommunikation komplett ohne Wörter ermöglichen.

Natürlich gibt es auch wieder Zahlen zu der Abwanderung der Gen Z von Facebook. Der letzte Quartalsbericht spricht jedoch eine andere Sprache und mehr wollen wir zu den Zahlen an dieser Stelle auch nicht sagen. Instagram erfreut sich immer größerer Beliebtheit und gleiches gilt für Snapchat und Vine. Entscheidend ist, dass wir die Einstellung und die Unterschiede der Gen Z verstehen und wissen, wo sie sich bewegen, welche Inhalte sie bevorzugen und wie schnell sie sich weiterentwickeln und neue Techniken für sich entdecken und einsetzen.

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Bildquelle Flickr: Fotograf – Jean-Pierre Dalbéra

Autor bei Futurebiz, Speaker und Senior Social Media Berater bei der Agentur BRANDPUNKT. berät Marken und Unternehmen bei der Entwicklung von digitalen und Social Media Strategien.

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