Geo-Tags auf dem Vormarsch

Geo-Tags auf dem Vormarsch – Immer mehr Content enthält Ortsinformationen

Facebook, Twitter, Instagram, Google+ und Foursquare. Alle bieten ihren Nutzern die Möglichkeit entweder einen direkten Check-In durchzuführen, oder den veröffentlichten Inhalt mit einem Geo-Tag (Ortsangabe) zu versehen und immer mehr Nutzer machen von den Features Gebrauch.

Geht es nach einer Studie von JWire sind Geo-Tags vor allem bei jüngeren Nutzern beliebt. 75 % der unter 24 jährigen haben ihren Aufenthaltsort bei veröffentlichten Inhalten mit angegeben. Je älter die Nutzer sind, um so seltener werden Ortsinformationen veröffentlicht.

Mit solch hohen Werten hätte ich persönlich nicht gerechnet. Sechs von Zehn Befragten gaben an, ihren Aufenthaltsort mit Freunden, Kontakten und Followern zu teilen. Interessant sind auch die Gründe hierfür. Die am häufigsten genannte Antwort liegt auf der Hand. 49 % möchten Freunden mitteilen wo sie sich aufhalten. 31 % nutzen Geo-Tags, weil die Verwendung in sozialen Netzwerken und mobilen Apps intuitiv und einfach sei. Geo-Informationen sind für soziale Netzwerke aus unterschiedlichen Gründen relevant. Teilweise ist es noch Zukunftsmusik, aber über Ortsinformationen könnten Facebook und Twitter lokale Werbeanzeigen und Deals ausgeben und Feeds an den Aufenthaltsort anpassen. So könnte ein separater Feed für Tweets und Status Updates aus Berlin anwählbar sein. Alle öffentlichen Meldungen fließen in diese Feeds ein und in Kombination mit Hashtags (Twitter & Google+) erhalten Nutzer regionale und themenverwandte Inhalte auf einen Blick.

Gleiches gilt für Fotos. Facebook fordert seine Nutzer aktiv auf, Alben und einzelne Bilder mit Ortsinformationen zu versehen. Instagram hat erst kürzlich ein Photo Map Feature vorgestellt. Ähnlich wie auf Facebook werden die Fotos, basierend auf den Geo-Tags, in einer Karte angezeigt. Check-Ins von Foursquare werden bereits in der Karte der Facebook Chronik angezeigt. Es ist gut vorstellbar, dass das gleiche auch zukünftig mit Instagram Fotos der Fall sein wird.

Das vor allem jüngere Nutzer (& Millenials) Geo-Tags verwenden spricht eine klare Sprache und zeigt einen kleinen Ausblick in die Zukunft. Je Älter Nutzer sind, um so größer sind auch die Bedenken solche Informationen preis zu geben. In ein paar Jahren werden Geo-Tags und weitere Informationen kaum einen Nutzer mehr beunruhigen. Es wird zum Alltag werden. Wo bin ich? Mit wem bin ich unterwegs? Auf Grund dieser Informationen und weiteren Daten aus sozialen Netzwerken, werden automatisch Empfehlungen (Veranstaltungen, Angebote, Nachrichten) ausgegeben und Inhalte verbreitet werden. 88 % der Befragten geben einmal pro Monat auf Facebook an, an welchem Ort sie sich aufhalten. Auch bei Google+ sind Geo-Tags sehr beliebt: hier sind es 71 %.

Was bei Facebook Offers sind, ist bei Local bei Google+. Soziale Netzwerke und Dienste werden in Zukunft verstärkt auf ortsbezogene Angebote und Inhalte setzen und es Nutzern noch einfacher machen, Geo-Informationen zu Status Update hinzuzufügen.

Verwendet ihr Geo-Tags?

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Autor bei Futurebiz, Speaker und Senior Social Media Berater bei der Agentur BRANDPUNKT. berät Marken und Unternehmen bei der Entwicklung von digitalen und Social Media Strategien.

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