Gibt es den "sozialen Konsumenten" überhaupt? - Futurebiz.de

Gibt es den „sozialen Konsumenten“ überhaupt?

Geht es um die Themen Social bzw. Facebook Commerce, fällt häufig auch der Begriff des sozialen Konsumenten (social consumer). Hiermit versucht man den Unterschied zwischen Konsumenten zu definieren. Auf der einen Seite stehen Kunden die über traditionelle Wege Produktinformationen erhalten und darauf hin Kaufentscheidungen tätigen und auf der anderen Seite Kunden, die in sozialen Netzwerken nach Informationen suchen, Bewertungen verfassen und den Kontakt zu Händlern und Unternehmen suchen.

Doch gibt es so etwas wie einen sozialen Konsumenten überhaupt?

Der britische Social Commerce Dienstleister gloopleexc hat hierzu einen Studie durchgeführt und kommt im Kern zu der Aussage, dass Konsumenten/Kunden schon immer „sozial“ waren. Allein die Möglichkeiten haben sich weiterentwickelt und stellen sowohl Kunden, als auch Unternehmen vor neue Aufgaben.


Prinzipiell hat gloople mit dieser Aussage recht. Doch die Auswirkungen von sozialen Netzwerken auf den Handel und das Konsumentenverhalten, stellen Unternehmen vor eine ganz andere Situation. Früher hat man seine Erfahrungen Freunden in Gesprächen mitgeteilt. So wurden Meinungen zu Produkten weitergetragen und Kaufentscheidungen beeinflusst. Heutzutage findet man all diese Erfahrungen in sozialen Netzwerken und Blogs. Die Reichweite und die Geschwindigkeit, mit der sich Meinungen verbreiten, ist wesentlich größer. Mund-zu-Mund Propaganda gibt es seit es Produkte und Händler gibt. Heute hat sie aber eine ganz andere Qualität und stellt Kunden in eine ganz andere Position.

Man kann nicht nur Einfluss auf die Kaufentscheidungen in seinem engeren Freundeskreis nehmen, sondern auch wildfremde Personen beeinflussen und beraten. Ist ein Kunde zugleich auch noch ein sogenannter Meinungsführer, dann kann eine Online-Rezension in einem Blog massiven Einfluss auf den Absatz haben. Positiv, wie negativ.

Die Ergebnisse der Studie verdeutlichen diese Entwicklung nochmals. 12 % haben ein Produkt ausschließlich wegen eines positiven Tweets gekauft und 75 % vertrauen Kundenbewertungen von Fremden, genau wie einer Empfehlung von einem Freund.

Am Ende der Infografik gibt es noch die Aussage, dass 60 % der Nutzer einen Beitrag über ein Produkt auf Facebook veröffentlichen würden, sobald es hierfür eine Belohnung gibt. Das mag sein. Solch eine Handlung, oder besser gesagt die Aufforderung, stellt einen klaren Verstoß gegen die Facebook Richtlinien dar. Zusätzlich sind freiwillig veröffentlichte Beiträge, wesentlich mehr Wert, als Status Updates die allein darauf basieren, dass der Nutzer hierfür eine Belohnung erhält.

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Wer sich für das Thema interessiert, denn möchten wir auf unsere Social Commerce Workshops hinweisen. Zzusammen mit Jochen Krisch von Exciting Commerce beleuchten wir sämtliche Aspekte des Social Commerce und den Auswirkungen auf den eCommerce. Mehr Infortmationen gibt es hier

Autor bei Futurebiz, Speaker und Senior Social Media Berater bei der Agentur BRANDPUNKT. berät Marken und Unternehmen bei der Entwicklung von digitalen und Social Media Strategien.

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