Graph Rank & Open Graph: “A new class of apps” - Die Facebook Apps der Zukunft - Futurebiz.de

Graph Rank & Open Graph: “A new class of apps” – Die Facebook Apps der Zukunft

Neben den Auswirkungen der Timeline auf das Facebook Marketing, spielen auch die neuen bzw. erweiterten Open Graph Tags und der damit verbundene Graph Rank eine entscheidende Rolle. Entwicklern stehen nun weitere Optionen zur Verfügung, um Apps auf Facebook zu verbreiten und Nutzer mit Apps interagieren zu lassen.

Ein Stichwort, dass von Zuckerberg im Zusammenhang mit den „neuen“ Apps genannt wurde, lauter Frictionless Experiences. Gute Beispiele stellen hierfür die neue Facebook Apps von The Guardian und der Washington Post dar (optisch wirkt The Guardian etwas aufgeräumter und übersichtlicher). Der Nutzer stimmt der App einmalig zu und ab diesem Moment werden alle Aktionen des Nutzers, in diesem Fall das Lesen von Artikeln, direkt im Facebook Ticker angezeigt.

Der Nutzer brauch also die Aktionen nicht mehr mit einem weiteren Klick auszulösen, sondern allein das Aufrufen eines Artikels innerhalb der App generiert eine Meldung im Ticker. Eine ähnliche Mechanik verwendet Facebook bei seiner eigenen virtuellen Währung Credits. Hier lautet die Bezeichnung Frictionless Payments.

Der Unterschied zu den bekannten Apps wird bereits beim Permission-Dialog deutlich.

(die Übersetzungen sind noch nicht ganz abgeschlossen)

Im Permission-Dialog kann eingestellt werden, welche Freunde bzw. Kontakte, über die Aktivitäten informiert werden sollen.

Zusätzlich erhält der Nutzer eine Übersicht darüber, welche Informationen (Berechtigungen) die App benötigt.

Der Ticker ist der Kanal, der die Nutzung einer App und die Aktionen von Freunden auf Facebook verbreitet. Die News-Apps sind nur ein Beispiel. Da Facebook den Open Graph geöffnet hat, können jetzt beliebige Aktivitäten in Apps integriert werden.

  • Bücher lesen
  • Musik hören
  • Filme ansehen
  • alle Verben sind möglich!!!

Die Posts zu den Aktionen werden automatisch ausgelöst. Facebook möchte so erreichen, dass Apps mehr Sichtbarkeit erreichen und das Teilen von Inhalten optimieren. Ein Argument von Facebook hierfür ist, dass Nutzer oft Inhalte gut finden, diese aber nicht auf Facebook veröffentlichen möchten, da dies evtl. für Freunde störend ist. Die neuen Facebook Apps nutzen hierfür den Ticker und publizieren keine Postings in den Feed des Nutzers.

Hier sollte man sich aber bewusst sein, dass alle Aktionen automatisch im Ticker  und in der eigenen Timeline (Chronik) erscheinen.

Der Ticker und die Open Graph Tags werden somit für Entwickler und Marken, die Facebook Apps einsetzen, ein Kernelement der Facebook Strategie sein. Um Nutzern möglichst relevante Aktivitäten im Ticker anzuzeigen, führt Facebook den sogenannten Graph Rank ein.

Der Graph Rank ist vergleichbar mit dem EdgeRank für Facebook Postings, kann aber in naher Zukunft eine noch wichtigere Position, als der EdgeRank sie inne hat, einnehmen. Der Graph Rank entscheidet darüber, welche Informationen zu Apps im Ticker angezeigt werden und welche nicht. Interagieren meine Freunde, mit einer App die ich nutze, nicht, bekommen sie meine Aktivitäten auch nicht in ihrem Ticker angezeigt. Die Sichtbarkeit der App wird also massiv durch den Graph Rank beeinflusst werden

Deswegen haben Mark Zuckerberg und Bret Taylor auch nochmals betont, wie wichtig es ist Facebook Apps sozial zu konzipieren und mit Informationen des Social Graphs zu verknüpfen. Social by Design wird also noch wichtiger werden und Apps die sich nicht im Freundeskreis verbreiten, können somit auch nicht im Ticker angezeigt werden und haben eine wesentlich geringere Verbreitung.

Die Möglichkeiten für Entwickler sind groß, wie die Akzeptanz bei den Nutzern aussehen wird, hängt jedoch stark vom Aufbau und den Inhalten der jeweiligen App ab. Da jede Aktion automatisch im Ticker erscheint, könnten einige Nutzer abgeschreckt werden. Umso wichtiger ist es die Aktivitäten so aufzubauen, dass sich die Nutzer hierdurch nicht gestört fühlen.

Mit den beiden oben genannten Nachrichten-Apps könnt ihr das ganze ja mal ausprobieren. Wie denkt ihr über die frictionless experiences?

Autor bei Futurebiz, Speaker und Senior Social Media Berater bei der Agentur BRANDPUNKT. berät Marken und Unternehmen bei der Entwicklung von digitalen und Social Media Strategien.

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