Größten Facebook & Google+ Seiten im Vergleich - Futurebiz.de

Größten Facebook & Google+ Seiten im Vergleich

Die Anzahl von Fans und Followern ist nicht zwingend ein Indikator für eine erfolgreiche Präsenz in sozialen Netzwerken. Gleiches gilt auch für die Netzwerke an sich, doch eine große Reichweite (verbundene Nutzer)  und die Anzahl von aktiven internationalen Konzernen, spiegelt die aktuelle Situation und Entwicklung eines sozialen Netzwerkes wieder. Bei Google+ sind sich nach wie vor viele Unternehmen nicht sicher, ob sich ein eigener Auftritt lohnt und wie dieser aussehen soll.

BirghtEdge hat eine aktuelle Version seines SocialShare Reports veröffentlicht und stellt neben den Wachstumsraten (Follower), auch die potenzielle Reichweite der größten Google+ und Facebook Seiten gegenüber. Zahlen die sicherlich nur bedingt vergleichbar sind, aber nochmals belegen, dass Google+ für Unternehmen attraktiv ist, es aber noch einen enormen Unterschied zu Facebook gibt.



H&M ist mit 1,3 Mio. Followern die „größte“ Google+ Seite. Auf Facebook kommt H&M auf 11,7 Mio. Fans. Vergleichbare Zahlen? Kaum, den H&M ist auf Facebook wesentlich länger aktiv, hat mehr investiert und durch Anzeigen und Kampagnen andere Voraussetzungen.

Die zehn größten Google+ Seiten kommen auf insgesamt 9,2 Mio. Follower. Die fünf größten Facebook Seiten auf 213 Mio. Gefällt mir Angaben. Wie gesagt alles nur Zahlen, die aber nach wie vor für viele Unternehmen, bei der Planung eines Google+ Auftrittes mit entscheidend sind.

H&M kommuniziert seine Social Media Auftritte und soziale Funktionen sehr dezent. Was aber auffällt, Google+ wird in keinster weise erwähnt. Ich war schon länger nicht mehr auf einer H&M Webseite und bin ehrlich gesagt ziemlich überrascht, wie wenig soziale Schnittstellen es erstens gibt und zweitens wie sie umgesetzt sind. Einen +1 Button sucht man vergebens, einen Like Button ebenso.

Lediglich 20 % der untersuchten Unternehmen kommunizieren den eigenen Google+ Auftritt auf ihrer Webseite. Mit einfachen Mitteln kann hier wesentlich mehr getan werden. Honda hat sich zwar auch nicht überanstrengt, aber es gibt einen Hinweis zur Google+ Seite. Ein simples Icon reicht in vielen Fällen ja schon aus. Der Einsatz der offiziellen Plugins, wäre natürlich noch prominenter und auch komfortabler.

Facebook, Twitter und auch YouTube werden viel häufiger und auch prominenter erwähnt. Starbucks hat zwar einen +1 Button auf der Seite, aber ebenfalls keinen Verweis zur eigenen Google+ Seite. Warum?

Nutzer sind auf Facebook aktiver

Eine weitere Erkenntnis der Studie ist, dass Facebook Nutzer/Fans aktiver sind, als Nutzer, die sich mit einer Marke auf Google+ verbunden haben. Oftmals sind die Unternehmen hieran aber selber Schuld, da viele Inhalte einfach auf Facebook und Google+ doppelt veröffentlicht werden. In einigen Fällen kann man das machen, die Facebook und Google+ Content-Strategie sollte sich aber unterscheiden und auf die Bedürfnisse der jeweiligen Nutzergruppe abgestimmt werden. Des Weiteren müssen Unternehmen auf Google+ aktiver sein und verstärkt den Kontakt mit den Nutzern suchen. Auf Facebook läuft es anders, da dort mit einem Status Update die Diskussion initiiert und anschließend auf Kommentare reagiert wird. Bei Google+ müssen Marken pro-aktiv sein und auch von sich aus in andere Diskussionen einsteigen.

Die Follower Zahlen wachsen stetig an. Wenn die veröffentlichten Inhalte sich aber nicht von Facebook unterscheiden, brauchen sich Unternehmen nicht zu wundern, warum Interaktionen ausbleibt. Nike erzielt mit ca. 1 Mio. Followern weniger, nahezu die gleichen Interaktionen wie H&M, die viele Inhalten parallel auch auf Facebook veröffentlichen.

Autor bei Futurebiz, Speaker und Senior Social Media Berater bei der Agentur BRANDPUNKT. berät Marken und Unternehmen bei der Entwicklung von digitalen und Social Media Strategien.

Kommentare

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1 Kommentar » Schreibe einen Kommentar

  1. Was haben die davon, so viele Facebook User zu haben?
    ich glaube nicht das BMW dadurch mehr Autos verkäuft.
    Und kennen tut BMW auch schon jeder. 🙂

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