Striktere Regeln für die Instagram Plattform. Auch Instagram reagiert auf den Cambridge Analytica Vorfall. - Futurebiz.de

Striktere Regeln für die Instagram Plattform. Auch Instagram reagiert auf den Cambridge Analytica Vorfall.

#DeleteFacebook war Trending auf Twitter. Von #DeleteInstagram war aber nicht die Rede. Dabei soll es auch bleiben.

Im Januar 2018 hatte Instagram Änderungen an der Instagram API angekündigt. Aus der Instagram API Plattform wird die Instagram Graph API. Im Juli 2018 ist die Umstellung abgeschlossen und Entwickler haben damit sechs Monate Zeit, um sich auf die neuen Anforderungen vorzubereiten. Diese Vorgehensweise kennen wir von Facebook. Was wir nicht kennen, ist das Instagram Änderungen an seiner API vornimmt, ohne Entwickler darüber zu informieren. In Zeiten von #deletefacebook scheint sich das geändert zu haben.

Die Anzahl von API Anfragen wurden von Instagram nämlich von 5.000 pro Stunde auf 200 pro Stunde reduziert und das ohne Ankündigung.

Damit hat die Instagram Graph API das gleiche Limit wie die Facebook Graph API. In den Developer Guidelines findet ihr folgenden Hinweis hierzu:

The Instagram API uses the same rate limiting as the Graph API (200 calls per user per hour) with one exception: the /media/comments edge limits writes to 60 writes per user per hour. Please refer to the Graph API’s rate limitingdocumentation for more information.

Intagram Graph API, Rate Limits…warum ist das überhaupt wichtig?

Ein sogenanntes Rate Limit entscheidet darüber, wie oft eine App Daten von Instagram abfragen, bzw. Aktionen durchführen kann. Wenn das Limit für Kommentare auf 60 gesetzt wird, kann ein Social Media Tool beispielsweise pro Nutzer 60 Kommentare pro Stunde veröffentlichen. Mehr nicht. In den meisten Fällen sollte das Limit vollkommen ausreichend sein. Aber es gibt viele Apps, welche die Instagram API vielleicht nicht ganz so verwenden, wie Instagram sich das vorstellt.

Ein Instagram Bot kann jetzt auch (nur) noch 60 Kommentare pro Nutzer veröffentlichen. Oder anstatt 5.000 nur noch 200 Aktionen pro Nutzer und pro Stunde ausführen. Wie hoch das Rate Limit ist, entscheidet mit darüber, wie oft Apps und Bots mit Instagram Inhalten interagieren können.

Während es Facebook beim Cambridge Analytica Skandal von fast allen Seiten abbekommen hat, war Instagram in der Regel außen vor. Die Änderungen an der Instagram Graph API könnte eine Vorsichtsmaßnahme von Facebook sein. Vielleicht war die Änderung auch geplant und wurde jetzt vorgezogen, um ein weiteres Signal an Entwickler und die Branche zu senden.

Striktere Regeln auch für die Instagram Plattform

Für Entwickler ist das eine große Sache. Aber auch für Nutzer von Apps mit Instagram Zugriff. Ist das Limit erschöpft, laufen die Anfragen ins Leere und die App kann die angeforderten Informationen und Aktionen nicht durchführen. Wie die Facebook Plattform, wird auch die Instagram Plattform strengeren Regeln und höheren Anforderungen unterliegen. Das kann man jetzt von zwei Seiten bewerten. Einerseits wird die Plattform besser kontrolliert, aber sie wird auch härter reguliert und lässt einige Anwendungsfälle nicht mehr zu.

Die Ankündigung der Instagram Graph API im Januar hatte bereits einige Einschränkungen enthalten. Vor allem Entwickler von Instagram Bots werden die Änderungen deutlich zu spüren bekommen. In der Regel sind dies keine offiziellen Partner von Instagram. Ab dem 31. Juli 2018 entfällt beispielsweise die Möglichkeit, öffentliche Beiträge zu kommentieren. Nur sogenannte Business Apps können die Funktion weiter nutzen. Auch das automatisierte Folgen und Entfolgen von Accounts ist hiervon betroffen. Aus Sicht der Bot-Problematik auf Instagram ist das die richtige Entscheidung.

Entwickler, die entweder auf die Facebook oder die Instagram API setzen, haben zum Wachstum und der Verbreitung von Facebook viel beigetragen. Facebook muss reagieren, aber so wird es auch Apps treffen, die sich immer korrekt verhalten haben.

via TechCrunch

Blogger in Charge bei Futurebiz, Speaker, Autor und Senior Social Media Berater bei der Agentur BRANDPUNKT. Jan Firsching berät Marken und Unternehmen bei der Entwicklung von digitalen und Social Media Strategien.

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