Kennzeichnungen von bezahlten Inhalten - YouTube setzt auf Klarheit, aber was ist mit Snapchat? - Futurebiz.de

Kennzeichnungen von bezahlten Inhalten – YouTube setzt auf Klarheit, aber was ist mit Snapchat?

Kennzeichnungspflichten von gesponserten Inhalten gibt es schon lange. Durch Influencer Marketing hat das Thema nochmals eine andere Dynamik angenommen und es kommen immer neue Fragen und Varianten auf.

Während es bei einem Blogartikel, YouTube Videos und Instagram Inhalten relativ einfach ist, gibt es für Snapchat noch keine etablierte Lösung. Auf einer bestimmten Ebene ist Diskussion mit der Impressumspflicht vergleichbar. „Ich kann auf Snapchat keine Links setzen, also kann ich auch nicht auf das Impressum verweisen.“ Bezogen auf Influencer Marketing und Influencer Kampagnen auf Snapchat sieht es ähnlich aus. „Ich kann keine Hashtags wie #ad und #werbung setzen, also kann ich die Inhalte auch nicht kennzeichnen.“ Das stimmt so natürlich nicht und Influencer lassen sich immer etwas einfallen.

Kennzeichnungen von bezahlten Inhalten auf YouTube

Wie bei Instagram gilt jedoch, es gibt keinen offiziellen Weg. Facebook setzt auf die Kennzeichnungspflicht von Branded Content (die sicher noch ausbaufähig ist) und auch YouTube hat jetzt einen lange überfälligen Schritt gemacht. Über eine einfache Checkbox können YouTuber jetzt angeben, ob es bei dem Video um eine bezahlte Promotion handelt. Wird der Haken gesetzt, erscheint im Video ein Hinweis. „Enthält bezahlte Promotionen“ ist sicher auch nicht die beste Formulierung, aber YouTube setzt mit einem offiziellen Feature ein klares Zeichen.

Ich finde das YouTube es besser als Facebook umgesetzt hat. Die Kennzeichnung von Branded Content ähnelt einer normalen Markierung, wie sie seit Jahren möglich ist, zu stark. Wer die Branded Content Markierung sieht und sich nicht mit der Thematik befasst, kann hiermit auch nichts anfangen.

Kennzeichnungspflicht auf Snapchat

YouTube und Facebook bieten offizielle Features. Wie die Kennzeichnung auf Snapchat aussehen kann, zeigt Bibi in zwei Beispielen. Hierbei handelt es sich um textliche Hinweise. Einmal über eine komplette Story verteilt und einmal für einzelne Snaps. Ist die ganze Story eine Kooperation, sollte der Hinweis hierzu auch mehrmals angezeigt. Ist es eine normale Story, die beispielsweise ein Product Placement enthält, wird nur der jeweilige Snap gekennzeichnet. Reicht das aus? Es ist definitiv besser, als Snapchat komplett außen vorzulassen und keinerlei Kennzeichnungen zu setzen. Hier können sich viele Snapchat Influencer gerne ein Beispiel an Bibi nehmen. 😉

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Einmal kommuniziert Bibi einen Contest für mömax und in dem anderen Fall war es eine komplette Snapchat Story für always. Die Beispiele zeigen, dass eine Kennzeichnung von Werbung auf Snapchat kein Hexenwerk ist und nicht anders gehandhabt werden sollte, als es auf YouTube, in Blogs und Instagram der Fall ist.

INREACH Konferenz für Influencer Marketing 14. November Berlin

 

Lufthansa lässt aktuell seinen Snapchat Account von Lena betreuen. Ein klassischer Snapchat Takeover. Die Story auf dem Snapchat Account von Lufthansa muss nicht gekennzeichnet werden. Wenn der Snapchat Takeover aber im Profil von Lena angekündigt und der Account kommuniziert wird, dann sieht es anders an. Auch die Ankündigung von einem Takeover ist ein beworbener Inhalt. In der Regel sieht man hier aber nie irgendeine Art von Kennzeichnungen. Weder auf Snapchat noch auf Instagram.

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Wie auf Instagram gilt, nur weil es keinen offiziellen Weg zur Kennzeichnung gibt, darf die Kennzeichnungspflicht nicht ignoriert werden.

Die Anzahl von Snapchat Kampagnen und Influencer Marketing Aktionen auf Snapchat steigt gerade spürbar an. Auch wenn sich Snapchat um einen anderen Kanal handelt, können Erfahrungen von Instagram und Co. eingesetzt werden. Das gilt auch für Kennzeichnungspflichten.

Genau um dieses Thema geht es in der Session von Cornelia Holsten (Direktorin Landesmedienanstalt Bremen) auf der INREACH. Neben Influencer Kampagnen, Relations und Strategien dürfen die rechtlichen Aspekte nicht zu kurz kommen. Neben ihrer Session wird Cornelia Holsten auch noch einen Workshop im Rahmen der INREACH halten, der sich speziell an Influencer und Blogger richtet.

Autor bei Futurebiz, Speaker und Senior Social Media Berater bei der Agentur BRANDPUNKT. berät Marken und Unternehmen bei der Entwicklung von digitalen und Social Media Strategien.

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