Wenn Unternehmen mit Unternehmen in sozialen Netzwerken kommunizieren.

Angriff, Gratulation oder Dialog: Kommunikation zwischen Unternehmen in sozialen Netzwerken

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Der Dialog mit Kunden bietet Unternehmen in sozialen Netzwerken vielfältige Möglichkeiten für den Austausch, die Stärkung der Kundenbindung, dem Einholen von Feedback und dem Kundensupport. Unternehmen können aber nicht nur mit Kunden in den Dialog treten, sondern auch mit anderen Unternehmen und Wettbewerbern.

Hierfür gibt es verschiedene Szenerien. Kürzlich gab es ein interessantes und amüsantes Beispiel von T-Mobile und AT&T auf Twitter. Es hat sich nicht wirklich um eine Diskussion gehandelt. Vielmehr war es ein Schlagabtausch bei dem versucht wurde die eigenen Vorteile, sprich Angebote, zu präsentieren und den Wettbewerber schlecht aussehen zu lassen.

 

(weitere Tweets findet ihr bei The Next Web)

Das es auch anders geht, hat kürzlich Mircosoft gezeigt. Zum Start der Playstation 4 hat Microsoft einen Tweet veröffentlicht und Sony gratuliert. Der Tweet kam auf Twitter sehr gut an. Wesentlich besser als die meisten Anschuldigungen und Kabbeleien die Unternehmen untereinander in sozialen Netzwerken austragen. Über 23.000 ReTweets und 13.000 Favs sprechen für sich.

 

Microsoft hat in diesem Fall nicht auf einen Tweet von Sony reagiert. Es wurde die Initiative ergriffen. Leider hat Sony nicht direkt auf den Tweet reagiert. Zumindest konnten wir keinen Tweet finden. Zum Start der Xbox gab es dann aber eine Gratulation in Form eines Tweets.

Das Duell Xbox gegen Playstation läuft auch Hochtouren. Gerade deswegen ist der Tweet so gut angekommen und Microsoft hat einige Pluspunkte bei den eigenen Kunden, aber auch Kunden von Sony sammeln können. Unternehmen müssen sich nicht nur auf Twitter bekriegen, obwohl dies für uns meist unterhaltsamer ist. Sie können auch souverän auftreten und Wettbewerbern gratulieren. Wenn Microsoft das positive Beispiel darstellt, dann ist Nokia der Gegenpart und hat es in letzter Zeit mit den „Angriffen“ auf Apple in meinen Augen übertrieben. Natürlich sind auch lustige Fotos mit dabei gewesen, aber Unternehmen können auch auf andere Art und Weise Wettbewerber in ihre Kommunikation miteinbeziehen.

Einige von euch können sich bestimmt noch an die Diskussion auf der Facebook Seite der Deutschen Bahn erinnern. Einerseits ist es ein hervorragendes Beispiel für gutes Community Management und zweitens zeigt es wie andere Unternehmen Diskussionen, die sich nicht innerhalb der eigenen Accounts abspielen, für sich einsetzen können.

Wichtig ist den richtigen Ton zu treffen und den passenden Zeitpunkt zu erwischen. Der Austausch, der Glückwunsch, die Provokation findet zwar zwischen den Unternehmen statt, richtet sich aber auch an Nutzer. Es gilt also zwei Sichtweisen zu beachten. Die Sichtweise des anderen Unternehmens und die Sichtweise der Nutzer bzw. wie Nutzer den Inhalt annehmen werden.

In den USA gehen Unternehmen häufig lockerer mit solchen Aktionen um und haben weniger Scheu davor mit Wettbewerbern in Kontakt zu treten und sie in sozialen Netzwerken zu erwähnen. Grundsätzlich lässt sich sagen, dass Dialoge zwischen Unternehmen bei Nutzern und natürlich auch bei Blogs gut ankommen. Wenn Unternehmen in Diskussionen auf beispielsweise anderen Facebook Seiten einsteigen, dann darf dies nicht gezwungen wirken und der Beitrag muss zur Diskussion passen. Ansonsten wirkt es wie als würde man auf ein Trending Topic aufspringen und versuchen dieses für sich einzusetzen.

Seid ihr schon mit eurem Unternehmen in Kontakt mit anderen Unternehmen auf Facebook, Twitter und Co. getreten?

Bildquelle Flickr: Fotograf  –  dno1967b

Autor bei Futurebiz, Speaker und Senior Social Media Berater bei der Agentur BRANDPUNKT. berät Marken und Unternehmen bei der Entwicklung von digitalen und Social Media Strategien.

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