Mehr Qualität und keine Grauzonen: 20 % Text-Richtlinie für Facebook Anzeigen tritt in Kraft

Morgen findet nicht nur der heiß diskutierte Facebook Event statt, sondern es tritt auch eine Änderung der Facebook Anzeigen-Richtlinien in Kraft. Ab Morgen sind Promoted Posts und Gesponserte Meldungen verboten, wenn die verwendete Grafik mehr als 20 % Text enthält.

Ich begrüße die Richtlinien, da ich kein Freund von platten Anzeigen bin, die einem Werbeprospekt ähneln. Facebook handelt im Interesse der Nutzer. Anzeigen, die klassischen Online-Bannern ähneln, sind nicht im Interesse von Facebook. Seit es Facebook Marketing gibt, werden Unternehmen Features und Anzeigenformate zur Verfügung gestellt. Die Art und Weise wie solche Mittel verwendet werden müssen, unterscheidet sich aber von traditionellen Marketing-Maßnahmen. Facebook ist ein soziales Netzwerk und dementsprechend müssen Unternehmen auch agieren.

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Durch die Einführung von Newsfeed Anzeigen hat sich die Situation weiter zugespitzt. Je werblicher die Newsfeed Anzeigen sind, um so eher fühlen sich Nutzer gestört. Facebook möchte durch die Richtlinien-Änderung das Gespür und Bewusstsein von Unternehmen verändern. Wenn Marken es nicht von sich aus verstehen, muss eine Plattform-Richtlinien her.

“Ads and sponsored stories for News Feed that originate from Pages may not include images with more than 20% text.”

An diese Vorgabe müssen sich Marken und Media-Agenturen ab Morgen halten. Die Richtlinie -Änderung bringt zusätzliche Klarheit. Bisher gab es folgende Vorgaben, die ab dem 15. Januar nicht mehr gültig sind.

i.    price or purchase information, such as “40% off” or “Download it on socialmusic.com”;

ii.    contact information such as a website address, email, mailing address, or information that should go in your Page’s “About” section;
iii.    references to Facebook features or actions, such as “Like” or “Share” or an arrow pointing from the cover photo to any of these features; or
iv.    calls to action, such as “Get it now” or “Tell your friends.”
Mit der 20 % Regel wären diese Inhalte rein theoretisch erlaubt. Facebook möchte nicht nur High Quality Apps, sondern auch High Quality Ads. Je aufdringlicher Preisinformationen und Call to Actions platziert werden, um so größer ist die Wahrscheinlichkeit, dass das Kriterium nicht erreicht wird.
Es geht um mehr als eine reine Richtlinie. Es geht um das Verständnis der Plattform, sozialer Netzwerke und Facebook Marketing. Sämtliche Bilder werden von Facebook überprüft und wenn die 20 % Marke überschritten wird, ist die Schaltung eines Promoted Posts, oder eine Gesponserten Meldung, nicht möglich.

Um einem Richtlinien-Verstoß vorzubeugen, wird Facebook ein zusätzliches Tool veröffentlichen, welches Bilder überprüft. Das Tool soll im Power Editor verfügbar sein und sämtliche Zweifel ausräumen. Facebook möchte die “Grauzonen” eliminieren und mit der Richtlinien und dem Tool für Klarheit bei den Unternehmen schaffen.

Die neue Richtlinie betrifft nur Promoted Posts und Gesponserte Meldungen. Alle weiteren Anzeigenformate sind von der Änderung nicht betroffen.

Was solltet ihr bis Morgen machen?

Wer aktuell Anzeigen schaltet, die von der Richtlinien-Änderung betroffen sind, sollte sich diese nochmals genau ansehen und an die neue Vorgabe anpassen. Die Richtlinie tritt Morgen in Kraft und Facebook wird auch Morgen beginnen Anzeigen zu deaktivieren, wenn ein Verstoß vorliegt.

Jan Firsching

Autor bei Futurebiz und technischer Planer/Berater bei der Agentur und Facebook PMD BRANDPUNKT. Jan Firsching berät Marken und Unternehmen bei der Entwicklung und Umsetzung von digitalen und Social Media Konzepten.

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Kommentare

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