Mobile Strategie: Zufriedene Nutzer sichern die Zukunft von Facebook - Futurebiz.de

Mobile Strategie: Zufriedene Nutzer sichern die Zukunft von Facebook

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Den Börsengang von Facebook kann man als alles andere als perfekt bezeichnen. Doch was ist wirklich für den langfristigen Erfolg von Facebook entscheidend und was muss hierfür getan werden?

Es gibt nur eine Antwort: zufriedene Nutzer!
Nutzer bilden die Basis von Facebook und haben das Netzwerk in seine jetzigen Position gebracht. Nutzer sorgen dafür, dass App-Entwickler von Facebook leben können und Unternehmen haben quasi ein neues Marketing durch Facebook erhalten.

Das Problem ist, dass Nutzer sich immer weiterentwickeln. Sei es die Art und Weise wie Facebook verwendet wird, oder die Ansprüche die gestellt werden. In den meisten Fällen agiert Facebook dementsprechend. Stellt den Nutzer in den Fokus der Entwicklungen (neue Features) und gibt Unternehmen Richtlinien vor, die für ein optimales Nutzererlebnis sorgen sollen.

Hierzu zählt der Kampf gegen Spam, die Aufbereitung des Newsfeeds und vor allem die Kommunikation mit Freunden (und Marken).

Facebook muss sich zu jedem Zeitpunkt auf die Zufriedenheit seiner Nutzer konzentrieren. Diese ist um einiges wichtiger, als die Zufriedenheit von Unternehmen. Hier wird es dann aber ab und an ein wenig schwieriger. Unternehmen wollen auf Facebook Geld verdienen und Facebook muss ebenfalls Geld verdienen.

Die Mittel die eingesetzt werden müssen Marken zufrieden stellen, deren Interessen aber nicht über die der 900 Mio. Nutzer stellen. Anzeigen sind ein gutes Beispiel. Facebook könnte hier wesentlich aggressiver vorgehen und mehr Anzeigen ausgeben. Was würde dann passieren? Nennen wir es einmal den MySpace-Effekt. Hier wurden Nutzer mit animierten Bannern überflutet und die User Experience ging den Bach hinunter. Gleiches gilt für Video-Ads, die nach einer gewissen Zeit, oder beim Aufruf einer neuen Seite gestartet werden könnten. Nutzer wollen so etwas nicht sehen und vor allem auf Facebook nicht.

Also was macht Facebook, sie führten Gesponserte Meldungen ein. Ein Anzeigenformat, dass sowohl Unternehmen, als auch Nutzer zufrieden stellt bzw. nicht so stört wie Banner-Werbung.

Diese Formate und Strategien gilt es nun auf den mobilen Kanal zu erweitern und für die stationäre Nutzung zu perfektionieren. Das ganze funktioniert aber nur dann, wenn sie auch die mobile User Experience verbessert. Bei der Masse an mobilen Nutzern, sind die mobilen Anwendungen noch sehr weit davon entfernt perfekt zu sein. Kleine Änderungen können viel bewegen, wie man es erst kürzlich bei der verbesserten Darstellung von Fotos gesehen hat. Die Nutzer waren begeistert und alles was Facebook gemacht hat, war die Fotos größer anzuzeigen.

Schaut man sich die ganzen Unternehmen, die Facebook in diesem Jahr übernommen hat, einmal an, wird offensichtlich, dass es um die Verbesserung der mobilen Nutzung geht und um nichts anderes. Marken und das Facebook Marketing spielen aber immer eine Rolle. Die Verbindung wird Facebook den Erfolg sichern.

Facebook ist abhängig von Unternehmen

Facebook kann Marken die besten und „sozialsten“ Tools zur Verfügung stellen, Das ganze funktioniert aber nur dann, wenn die Features auch entsprechend eingesetzt werden. Lahme Werbebotschaften, Gewinnspiel-Orgien und ein Coupon-Dauerfeuer ist nicht im Sinne der Nutzer und auch nicht im Sinne von Facebook.

Zwar müssen die Möglichkeiten alle vorhanden sein, wie sie eingesetzt werden liegt aber in der Hand der Marken. Je mehr man auf die Bedürfnisse der Nutzer eingeht und diese in seine Diskussionen und Kampagnen involviert, umso erfolgreicher ist auch der Zuspruch der Nutzer und somit das Ergebnis von Facebook.

Nutzer zufrieden + Unternehmen zufrieden = Facebook zufrieden

Mobil wird dieser Aspekt noch elementarer. Smartphones sind wesentlich persönlichere Gegenstände als Computer. Jede unnötige Störung wird hier noch schneller abgestraft. Aus diesem Grund wären Video-Ads auch so ziemlich das schlechteste, was Facebook machen könnte.

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Nicht umsonst werden nur gesponserte Meldungen im mobilen Feed ausgegeben. Die zwanzigste SEO-Optimierung (beliebig austauschbar) Anzeige will ich in meiner App nicht sehen. Facebook weiß das, muss aber auf die stetig wachsende mobile Nutzung reagieren. Wie? Gesponserte Meldungen müssen sich noch stärker verbreiten, in weiteren Ausführungen verfügbar sein und gleichzeitig so dezent daher kommen, dass sich Nutzer nicht gestört fühlen.

Mobil wird aktuell noch als Schwachstelle von Facebook bezeichnet (und ist es auch). Aus diesem Grund agiert Facebook so aggressiv. Die Schwachstelle soll in eine Stärke umgewandelt werden und mit dem technischen Know-How, dass von Instagram, Glancee, Karma, Lightbox, Gowalla und Tagtile kommt, wird dafür sorgen.

Autor bei Futurebiz, Speaker und Senior Social Media Berater bei der Agentur BRANDPUNKT. berät Marken und Unternehmen bei der Entwicklung von digitalen und Social Media Strategien.

Kommentare

  1. […] die mobilen Apps und das ist auch nötig, denn hier wird schon sehr bald die Entscheidung über die Zukunft von Facebook gefällt werden. Die mobile Nutzung steigt auch in Deutschland schnell an und das zukünftig fast […]

  2. […] Mobile Strategie: Zufriedene Nutzer sichern die Zukunft von Facebook […]

  3. […] Facebook hat selbst erkannt, dass sein mobiles Angebot bislang sein größte Schwachstelle ist und die mobile User Experience zu wünschen lässt – und agiert deshalb so aggressiv im mobilen Bereich. Die Schwachstelle soll in eine Stärke umgewandelt werden. Dabei setzt Facebook auf technisches Know-How durch Übernahmen von mobilen Diensten wie Instagram, Glancee, Karma, Lightbox, Gowalla und Tagtile, analysieren Jan Firsching und Andreas Bersch. futurebiz.de […]

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  5. @alexbobzien sagt:

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  6. @privateer sagt:

    An all uns Social Media Fuzzis da draussen „Gewinnspiel-Orgien und Coupon-Dauerfeuer ist nicht im Sinne der Nutzer“ http://t.co/aOyRbT0m

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