Open Graph & Timeline Apps: Facebook setzt auf Kontrollfunktion - Futurebiz.de

Open Graph & Timeline Apps: Facebook setzt auf Kontrollfunktion

Die Timeline in Verknüpfung mit Open Graph Applikationen bieten Unternehmen und Entwicklern vielfältige Option zusätzliche Aufmerksamkeit für ihre Applikationen zu gewinnen. Die Kombination von Verben und Nomen, wie zum Beispiel „hört Song XY“, öffnet ein vollkommen neues Feld für Facebook Apps.

Nicht nur die potenziellen Interaktionen innerhalb einer App werden somit vielfältiger, sondern auch die Anbindung zu Nutzerprofilen bzw. der Timeline sorgt für bessere Verbreitungsmöglichkeiten. Löst eine Nutzer eine Aktion in einer Open Graph aus, erscheint diese Aktion nun auch in seiner Timeline. So können Freunde zum Beispiel sehen, welche Artikel in der Vergangenheit über eine Nachrichten-App gelesen wurden. Facebook agiert aber aus gutem Grund vorsichtig und überprüft alle neu entwickelten Open Graph Applikationen.

Auf der einen Seite werden neue Apps überprüft, sprich Facebook schaut sich die Kombination von Verben und Nomen genau an und zweitens werden bestimmt Verben von Beginn an nicht zugelassen. Ein Beispiel hierfür ist „Dislike“.

Man brauch nicht lange zu überlegen, bis einem Kombinationen einfallen, die man mit Garantie nicht in seiner Timeline haben möchte. Jetzt kann natürlich wieder argumentiert werden, dass sich die Nutzer selber darum kümmern sollten welche Apps sie installieren, aber die Vergangenheit hat gezeigt, dass viele Apps Informationen den Nutzern vorenthalten und so unteranderem Spam-Meldungen in den Profilen verbreitet haben.

Aus diesem Grund finden wir den Schritt von Facebook richtig. Eine Frage die sich uns jetzt stellt, ist wie Facebook alle möglichen Kombinationen überprüfen wird. Hört sich nach einer sehr zeitaufwendigen und komplexen Aufgabe an. Sicher wird Facebook auf einige automatische Systeme setzen, die bei bestimmten Verben Alarm schlagen, aber es wird bestimmt auch ein paar Apps geben, die durch dieses System durchrutschen.

Auch wenn Facebook die Apps überprüft, sollten man sich die neuen Open Graph Apps genau ansehen, bevor man seine Permissions abgibt.

Facebook wird auch auf die Frequenz und Anzahl der veröffentlichten Meldungen in der Timeline ein Auge werfen und mittels des GraphRanks bestimmten Apps mehr oder weniger Sichtbarkeit schenken. Anwendungen die regelmäßig verwendet werden, erhalten auch mehr Meldungen in der Timeline. Wird eine App hingegen nur einmalig benutzt, ist auch ihre Position in der Timeline dementsprechend.

Die Öffnung des Open Graphs ist für Facebook ein großer Schritt und wird auch dementsprechend genau beobachtet. Läuft hier etwas schief, werden sich sofort wieder die Facebook-Gegner vereinigen und ein gefundenes Fressen vorfinden. Um dem Ansturm an Apps gerecht zu werden, besteht nun die Aufgabe von Facebook darin, ein gut funktionierendes automatisches System zu schaffen, um Apps nicht allzulange in der Kontrollschleife hängen zu lassen. Auch wenn eine Open Graph App überprüft wurde, sich danach aber auffällig verhält, z.B. sehr viele Posts in kurzer Zeit, wird Facebook umgehend einschreiten und diese App wieder entfernen.

Der Open Graph soll für die Nutzer einen Mehrwert bieten, dieser ist aber nur dann gegeben, wenn es auch die entsprechenden Facebook Apps dazu geben wird.

Weitere Infos hierzu bei Inside Facebook

Autor bei Futurebiz, Speaker und Senior Social Media Berater bei der Agentur BRANDPUNKT. berät Marken und Unternehmen bei der Entwicklung von digitalen und Social Media Strategien.

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