Zielgenaue Ansprache - SMS-Marketing mit SuperPhone für Künstler & Influencer.

Persönliche Kommunikation mit den „echten“ Fans. SMS Marketing mit SuperPhone für Künstler & Influencer.

Stars, Influencer und Unternehmen bauen in sozialen Netzwerken Reichweiten auf. Was bei den eigenen Facebook Fans und Instagram Followern aber oftmals auf der Strecke bleibt, sind Beziehungen. Selbst wenn Zeit in die Pflege der Beziehungen investiert wird, liegen die Reichweite und der Kontakt nicht bei einem selbst, sondern bei Facebook und den weiteren dominierenden sozialen Kanälen.

SuperPhone ist ein Dienst von Ryan Leslie, der diese Schwachstelle ausmerzen möchte und den persönlichen Kontakt zu den eigenen Followern in den Vordergrund stellt.

SuperPhone ist das Retro-Kommunikationsmittel für die Gen Y

SuperPhone ist kein weiteres soziales Netzwerk, sondern setzt auf eine alteingesessene Technologie – SMS. Der Dienst richtet sich primär an Musiker und Influencer, welche über SuperPhone mit ihren Fans kommunizieren können. Es geht aber natürlich nicht nur um Dialog. Künstler wollen Geld verdienen, in dem sie Tickets und Platter verkaufen. Anstatt dies Facebook, Apple und Co. zu überlassen, empfiehlt Ryan es selber in die Hand zu nehmen. Über E-Mails kann man die Gen Z und Y nicht mehr erreichen. Das Smartphone ist allgegenwärtig.

SuperPhone - Mobile Messenger Marketing für Künstler und Influencer

Welche Möglichkeit bietet sich also neben dem E-Mail Marketing an, wenn die Unabhängigkeit von Facebook, Instagram, Twitter und Co. höchste Priorität hat? Die Telefonnummer der Fans. SuperPhone stellt Influencern eine eigene Super Number zur Verfügung. Über diese Nummer kann dann der Kontakt zu den eigenen Fans gesucht und persönlich geführt werden.

Der Ansatz von Ryan Lewis gefällt mir gut. Er spricht nicht mehr von CRM, sondern von PRM – Personal Relationship Management. Diese persönlichen Beziehungen sind für Künstler wichtig. Sobald ein neues Album, eine neue Tour, oder ein anderes Produkt angekündigt wird, wird es über SuperPhone an die Follower kommuniziert. Kein Algorithmus und keine Rankingfaktoren stehen im Weg.

So hat Ryan beispielsweise 200 Tickets in 48 Stunden über SuperPhone verkauft. Über 40.000 Menschen haben Ryan ihre Telefonnummer gegeben und wollen so über Neuigkeiten auf dem Laufenden gehalten werden. 36.000 Telefonnummern stammen übrigens von Ryans Instagram Followern. 33.000 Menschen haben daraufhin den Kontakt zu ihrem Telefonbuch hinzugefügt. Noch viel beeindruckender ist aber was danach passiert ist. Über 50 % der 33.000 Menschen haben tatsächlich über eine mit SuperPhone verschickte SMS etwas gekauft.

Back in my city. Playing NYC Friday night at Highline. Text #april22nyc to my cell for info 646 887 6978.

Ein von Ryan Leslie (@ryanleslie) gepostetes Foto am

Der Grund warum SuperPhone gegründet wurde, waren sinkende Verkaufszahlen. Sinkende Verkaufszahlen trotz steigender Follower. Da die Unterstützung des Labels überschaubar war, har Ryan die Sache selber in die Hand genommen und SuperPhone gegründet.

Unterschiede von SuperPhone zu WhatsApp

Vielleicht denken sie jetzt einige von euch: das geht doch auch mit WhatsApp. Prinzipiell schon. WhatsApp bietet allerdings keine API und die rechtliche Situation bei der Nutzung von WhatsApp durch Unternehmen ist nicht geklärt. Superphone verschickt nicht nur Nachrichten, sondern analysiert die Nutzer. So kann beispielsweise überprüft werden, ob die Telefonnummer bereits bei einer Bestellung verwendet wurde. Ist das der Fall, ist sie wertvoller als eine andere Telefonnummer eines Fans.

Stimmt das Match mit Bestellung und Telefonnummer, erhalten die Nutzer eine weitere Nachricht, bei der sich Ryan für den Kauf bedankt. Das kann WhatsApp in dieser Form nicht. WhatsApp will es aber auch überhaupt nicht können. Auch das Argument der hohen Verbreitung von WhatsApp zählt nicht, da die SMS eine noch höhere Verbreitung hat. Zwar werden viel mehr WhatsApp Nachrichten verschickt, aber darum geht es bei SuperPhone nicht. Ryan bezeichnet SuperPhone als ein Retro-Kommunikationsmittel für Millenials, welches aber deutlich effektiver als eine E-Mail ist.

Der Abgleich von verschiedenen Datenquellen ist die große Stärke von SuperPhone im Vergleich zu WhatsApp. Es kann überprüft werden wer ein Produkt gekauft hat und wer ein zusätzlich ein anderes Produkt eines weiteren SuperPhone Kunden gekauft hat. So können Profile erstellt und Interessen ermittelt werden.

Ich bin über Angie von The Shade Room auf SuperPhone aufmerksam geworden. Ihr Argument liegt in der Datenhoheit und ist aktuell für The Shade Room wichtiger denn je. Kürzlich wurde die Facebook Seite von The Shade Room mit über 4 Mio. gelöscht. Auslöser war voraussichtlich die Verletzung von Urheberechten. Millionen von Fans sind nicht mehr da. Alle Telefonnummern auf SuperPhone sind noch da.

Was kann ein SMS-Dienst gegen Snapchat und Instagram bestehen?

Natürlich genießen Snapchat und Instagram eine viel höhere Aufmerksamkeit bei den Nutzern. Auch wird ein Influencer nie so viele Telefonnummern wie Follower einsammeln können. Menschen folgen einem Account aber wesentlich schneller und leichter, als das sie ihre Telefonnummer preisgeben. Hinzu kommt, dass in sozialen Netzwerken ein hoher Wettbewerb besteht. Dieser Wettbewerb existiert nicht nur zwischen Künstlern, Influencern und Unternehmen, sondern auch zwischen Influencern und Künstlern. Unternehmen sind wahrscheinlich das kleinste Problem von Influencern. Es sind andere Influencer die um die Aufmerksamkeit der gemeinsamen Follower buhlen. SuperPhone ist exklusiver und nicht jeder Influencer verschickt aktuelle Termine und Neuigkeiten per SMS. Sie alle teilen sie aber über Snapchat und Instagram.

SuperPhone ist kein Ersatz für Social Media. Es handelt sich um einen zusätzlichen Kanal, welcher auf mobile Messaging setzt (auch SMS ist mobile Messaging), Nutzerdaten analysiert und eine Nähe zu Fans aufbauen soll, die über E-Mail nicht möglich ist.

Viele Fans und Follower sind für Künstler und Influencer eine feine Sache, aber Inhalte können nicht gezielt und einem ungestörten Umfeld geteilt werden. Die Unterscheidung zwischen aktiven und passiven Followern ist schwer möglich. Follower die bereit sind ihre Telefonnumer für den Konsum von News zu verwenden, gehören wahrscheinlich zu den aktiven Followern und mit SuperPhone können sie auf ihren Smartphones persönlich angesprochen werden.

Im Soundcloud Profil von George Howard findet ihr ein sehr spannendes Interview mit Ryan. Ruhig mal die Zeit nehmen und es anhören.

SuperPhone befindet sich noch in einer Beta-Phase. Wenn ihr wollt, könnt ihr es aber schon einmal testen.

Autor bei Futurebiz, Speaker und Senior Social Media Berater bei der Agentur BRANDPUNKT. berät Marken und Unternehmen bei der Entwicklung von digitalen und Social Media Strategien.

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