Social Media

TikTok Sharing – Warum TikTok Inhalte in anderen sozialen Netzwerken geteilt werden sollen.

Die Art und Weise wie TikTok das Sharing in seine App integriert hat unterscheidet sich deutlich von anderen sozialen Netzwerken wie Instagram und Facebook.

Geht es um die Verbreitung von Inhalten, dann setzen Facebook, Instagram, Twitter und Pinterest auf ein anderes Prinzip wie YouTube und vor allem auch TikTok.

TikTok vs. Facebook: Zwei unterschiedliche Ansätze beim Sharing

Sharing innerhalb von beispielsweise Facebook und Instagram stärkt die eigene Plattform. Inhalte sollen sich auf der eigenen Plattform verbreiten und dort auch bleiben. Beim TikTok Sharing geht es um die Verbreitung von Inhalten auf anderen Plattformen, um so die Sichtbarkeit des Kanals zu stärken.

TikTok-Sharing-Vorteile

Beide Ansätze haben ihre Vor- und Nachteile und stehen auch für zwei unterschiedliche Philosophien. TikTok setzt extrem auf die Verbreitung von Inhalten in anderen Kanälen. Dabei geht es auch nicht immer darum einen direkten Link zum TikTok Video zu teilen, sondern den Inhalt an sich zu teilen. So können Inhalte (wenn die Option freigegeben wurde) heruntergeladen, als Gif exportiert, oder auch als Live Foto gespeichert werden.

Sharing in Messaging Apps

Des Weiteren stehen beim TikTok Sharing viele Messaging Apps im Vordergrund. Der Facebook Messenger, WhatsApp, Snapchat, Line, Viber und SMS sind direkt in den Sharing-Dialog integriert. Der Fokus von Instagram, Inhalte als Story oder Instagram Direktnachricht zu teilen, ist bei TikTok nur eine von vielen Optionen.

Speziell die Möglichkeit TikTok Videos zu speichern, sorgt für eine große Verbreitung auf anderen sozialen Kanälen. Zum Beispiel auf Instagram. Hier gibt es diverse Accounts, die TikTok Videos kuratieren. Auf YouTube sieht es ähnlich aus. Auch hier gibt es viele Kanäle, mit Best of TikTok Videos.

Messenger bei Facebook im Fokus

Facebook konzentriert sich auf den Messenger. Instagram auf Stories und Direktnachrichten. TikTok bietet so viele Optionen an wie möglich. Natürlich können über die Sharing-Dialoge von Android und iOS auch immer andere Apps ausgewählt werden. Wenn sie aber direkt integriert und deutlich offensiver angeboten werden, hat dies einen Effekt auf das Nutzerverhalten.

Langfristig wird sich zeigen, welcher Ansatz sich durchsetzen wird. Sicher profitiert Facebook deutlich von seinem geschlosseneren System und stärkt die Nutzung von seinem Messenger. Die Strategie passt auch sehr gut zum Fokus auf eine privatere Kommunikation, den TikTok in dieser Art nicht verfolgt.

TikTok setzt sehr stark auf Wachstum und setzt dafür die Inhalte seiner Nutzer ein. Personen in anderen sozialen Netzwerken sollen sehen, wie sich die TikTok Inhalte von anderen Inhalten unterscheiden und sie so zu einer Registrierung animieren. Facebook setzt auf die Bindung seiner Nutzer und eine Steigerung bzw. Verlagerung der Aktivitäten.

Welcher Ansatz gefällt euch besser?

Blogger in Charge bei Futurebiz, Speaker, Autor und Senior Digital & Social Media Berater bei der Agentur BRANDPUNKT. Jan Firsching berät Marken und Unternehmen bei der Entwicklung von digitalen und Social Media Strategien.

1 Kommentar Neues Kommentar hinzufügen

  1. Du hast es egl schon ganz gut zusammengefasst. Aus Plattform-Sicht möchte ich meine User behalten und die Interaktion stärken. Aus User-Sicht finde ich es besser, wenn mir das Teilen einfach gemacht wird und ich aus einer Vielzahl von Kanälen wählen kann.

    Bei mir hat letztlich die User-Sicht die Nase vorn. Happy user, happy me 😉

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