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Wie oft sollten Unternehmen Inhalte veröffentlichen? Social Media Postingfrequenz auf Facebook, Instagram, Twitter und Co.

Seit Marken und Unternehmen in sozialen Netzwerken vertreten sind, ist die Social Media Postingfrequenz ein viel diskutiertes Thema. Wie viele Inhalte sollen wir unseren Fans präsentieren? Wann fühlen sie sich von unseren Inhalten belästigt? Gibt es Unterschiede bei der Postingfrequenz in unterschiedlichen sozialen Netzwerken?

Es gibt zahlreiche Studien zur Postingfrequenz. Dies können als Orientierung verwendet werden. Im redaktionellen Alltag muss aber jedes Unternehmen für sich selbst bewerten, welche Inhalte zur Verfügung stehen und welche Postingfrequenz überhaupt machbar ist.

Buffer hat kürzlich eine Übersicht zu verschiedenen sozialen Netzwerken veröffentlicht. Die Empfehlungen für Facebook, Instagram und LinkedIn sind identisch. 1-2 Beiträge sollen pro Tag veröffentlicht werden. Und wenn ich die Inhalte nicht habe?

Social Media Postingfrequenz – 1-2 Beiträge auf Facebook und Instagram pro Tag

Auf Twitter und Pinterest würde sich das Problem noch weiter verschärfen, da hier eine Postingfrequenz von drei bis zehn Inhalten pro Tag empfohlen wird. Dann gibt es ja auch noch Stories auf Instagram und Snapchat. Auch hier sollten Unternehmen aktiv werden und mindestens zweimal pro Woche Inhalte veröffentlichen.

Die Anzahl der Unternehmen, welche auf mehreren sozialen Netzwerken aktiv sind, steigt immer weiter an. Speziell die Aktivitäten auf Instagram wurden in den letzten Monaten gesteigert. Mehr Social Media Präsenzen führen automatisch zu steigenden Anforderungen an die produzierten Inhalte. Einmal was die Produktion der Inhalte betrifft und einmal bezogen auf die Adaption von Inhalten.

Je nach Unternehmen und Zielgruppe unterscheiden sich die Werte natürlich. Publisher agieren vollkommen anders und würden mit zwei Beiträgen pro Tag untergehen.

Algorithmen werden häufig als der Hauptgrund für sinkende organische Reichweiten auf Facebook betitelt. Algorithmen sorgen aber auch dafür, dass veröffentlichte Inhalte zu unterschiedlichen Zeiten und an unterschiedlichen Positionen in den Feeds der Nutzer ausgespielt werden. Die Problematik von „zu vielen Posts“ relativiert sich hiermit. Wenn euch die Inhalte zur Verfügung stehen und sie auch den Anforderungen und Interessen eurer Fans und Follower entsprechen, denn solltet ihr sie auch veröffentlichen. Über viele gute Inhalte beschwert sich in der Regel niemand. Über viele werbliche und unpassende Inhalte hingegen schon.

Inhaltliche Qualität entscheidet auch über die Postingfrequenz

Warum entfernen Menschen Unternehmen aus ihren Feeds auf Facebook und Co.? Für 57,5 % sind zu viele werbliche Inhalte entscheidend. Seit Jahren steht auf Briefkästen „Bitte keine Werbung“. In Social Media Feeds verhält es sich nicht anders. Niemand sagt aber, „Bitte keine informativen, unterhaltsamen und hilfreiche Inhalte.“

Neben der Verfügbarkeit und den eigenen Ressourcen entscheidet die Qualität der Inhalte über die Social Media Postingfrequenz.

Content Adaption & Kuration

Mit dem Aufkommen von Instagram in den letzten Jahren haben verschiedene Marken und Unternehmen ihre Strategie geändert. Immer öfter können wir einen Instagram First Ansatz beobachten. Unternehmen fokussieren sich auf Instagram, beziehungsweise grenzen die inhaltliche Ausrichtung von Instagram klar zu anderen Netzwerken wie Facebook ab. Beispiele hierfür sind asos oder MTV.

Dann gibt es Marken und Unternehmen die mit der Adaption von Inhalten arbeiten. Hier werden Inhalte produziert und an die unterschiedlichen Anforderungen der einzelnen Netzwerke angepasst. Das ist der am stärksten verbreitete Ansatz.

Was noch häufig zu kurz kommt, ist das Kuratieren von Inhalten. Besonders auf Facebook ist das der Fall. Es gibt so viel Video Content auf Facebook und wenn man sich die richtigen Quellen heraussucht, kann man diese Inhalte auch für die eigene Seite einsetzen. Der Fokus auf Bewegtbild stellt Marken und Unternehmen nochmals vor neue Herausforderungen und Content Curation kann ein Ansatz sein, um diesen Herausforderungen gerecht zu werden.

Die Empfehlungen von Buffer könnt ihr als Orientierung sehen. Wenn die Inhalte da sind, dann kann die Frequenz meiner Meinung nach aber durchaus noch höher ausfallen. Wichtig ist auch eine Analyse der Reaktionen und Statistiken. Hieraus könnt ihr am besten ableiten, welche Inhalte funktionieren und ob die Frequenz überhaupt Auswirkungen auf die Statistiken haben.

Eure Meinung?

Wie geht ihr das Thema an? Haltet ihr euch an fixe Vorgaben und arbeitet jeden Monat mit einer gleichbleibenden Anzahl von Inhalten? Oder agiert ihr flexibel und passt eure Postingfrequenz an die aktuell verfügbaren Inhalte an?

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