Nur 33 % vertrauen in Werbung in sozialen Netzwerken. - Futurebiz.de

Nur 33 % vertrauen in Werbung in sozialen Netzwerken.

Die Werbebudgets verlagern sich von den klassischen Medien wie Print, TV, Radio und Außenwerbung in den Online-Bereich. Tracking, exakteres Targeting und eine größere Reichweite sind nicht nur die Argumente von Webseiten, Plattformen und sozialen Netzwerken, sondern auch die der Media Agenturen.

Besonders durch die rasant steigende mobile Nutzung wird sich diese Entwicklung weiter fortsetzen. Die Budgets für Online Werbung wachsen, aber das Vertrauen der Kunden ist nach wie vor bei klassischer Werbung höher.

Vertrauen in Werbung soziale Netzwerke

Bildquelle: statista

Print und TV schneiden mit 46 % bzw. 44 % am besten ab. Im Vergleich dazu vertrauen nur 33 % Werbung in sozialen Netzwerken. Banner Ads halten nur 27 % für vertrauensvoll.

Kunden und Nutzer stehen Werbung prinzipiell kritisch gegenüber. Sie fühlen sich gestört, verunsichert und teilweise durch aktuellere Angebote verärgert. Das ist nichts neues und das wird sich auch nur schwer ändern lassen. Werbung soll nicht stören und deswegen wird auch vermehrt über Native Advertising gesprochen. Werbung auf Facebook, Twitter, Instagram und Co. erscheint in Form von Inhalten, die sich in ihrer Präsentation kaum von regulären Beiträgen unterscheiden. Das Nutzererlebnis soll durch die Werbung nicht geschmälert werden.

Ein gutes Beispiel hierfür ist Intel auf Facebook. Viele Inhalte werden in Form von hervorgehobenen Seitenbeiträgen beworben und zählen somit zur Werbung in sozialen Netzwerken. Es geht aber so gut wie nie um Produkte, oder um Intel. Die Inhalte sollen Nutzer unterhalten, informieren und sind für eine genau definierte Zielgruppe bestimmt. Ergebnis ist, dass viele Nutzer auf den ersten Blick nicht registrieren das es sich um eine Anzeige handelt. Fühlen sich die Nutzer/Fans durch die Anzeige angesprochen, dann sinkt auch der Störfaktor und das Vertrauen steigt.

Leider läuft es nicht immer wie bei Intel ab. Anzeigen haben zwar den Aufbau eines Facebook Posts, sie schlagen aber in die gleiche Kerbe wie Banner Ads. Dies führt wiederum dazu das Nutzer sich gestört fühlen. Das liegt nicht an Facebook, Twitter und anderen sozialen Netzwerken die Werbung anbieten, sondern an der Umsetzung der Kampagnen. Werbeprospekte möchte niemand in seinem News Feed sehen. Relevante Inhalte, auch in Form von Anzeigen, hingegen schon.

Wir sind gespannt wie die ersten Videoanzeigen auf Facebook aussehen und funktionieren werden.

Jan Firsching

Autor bei Futurebiz und Senior Social Media Berater bei der Agentur BRANDPUNKT. berät Marken und Unternehmen bei der Entwicklung von digitalen und Social Media Strategien.

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Kommentare

  1. […] Mobile Werbung hat Vertrauensprobleme: Laut Statista vertrauen die Europäer klassischen Werbeformaten wie Print (46 Prozent)- , TV-Werbung (46 Prozent) und Radiowerbung (44 Prozent) weitaus mehr als mobiler Onlinewerbung (28 Prozent). Werbung auf sozialen Netzwerken wie Facebook, Twitter, Instagram und Co. hinkt in Sachen Vertrauen auch hinterher. statista.de (mit Infografik), futurebiz.de […]