Marketing: Seiten vs. Applikationen (1) - Futurebiz.de

Marketing: Seiten vs. Applikationen (1)

Welche Möglichkeiten haben Unternehmen für die Markenführung oder die Bewerbung von Produkten auf facebook? Dieser Frage wollen wir in diesem blog ein besonderes Gewicht einräumen und werden die Optionen in einem fortgesetzten Beitrag untersuchen.

Fangen wir an: Abgesehen von der Buchung von Anzeigen (Text/Bild Teaser, Engagement Ads) können vor allem die facebook Seiten und die über die F8 Schnittstelle programmierten Applikationen für die Werbung eingesetzt werden. Auch die facebook Gruppen können genutzt werden, verlieren aber durch die Fokussierung von facebook auf die Seiten als Produkt für die Werbung an Gewicht.
Das Potential auf facebook liegt darin, eine Marke oder ein Produkt in der facebook Community zu verankern: Im Idealfall interagieren die user mit Marke oder Produkt. Diese Interaktion kann z.B.  erfolgen durch:

(1) direkte Aktion zwischen user und user
der user teilt Inhalte (z.B. ein Bild) mit seinen Freunden
der user lädt Freunde direkt ein, z.B. eine Applikation zu nutzen (email, Benachrichtigung, Anfrage, chat Einladung)

(2) updates im Newsfeed
Durch eine Aktion erscheint im Newsfeed des users z.B. ein update über eine Aktivität innerhalb der Verbindungen des Nutzer. Dies können Freunde, Seiten oder auch Applikationen sein.
Facebook hat mit der Einführung des sog. „social graph“ einen Schwerpunkt darauf gelegt, dass der user immer sieht, was seine Freunde/Verbindungen auf facebook machen. Durch einige updates in 2009 wurde dies u.a. durch die Anzeige von „Höhepunkte“ und „Vorschläge“ in der rechten Spalte noch verstärkt. Weil so jeder user nach dem login stets die aktuellen Aktivitäten seiner Freunde/ Verbindungen bzw. Seiten sieht (ohne entsprechende direkte Aktion der Freunde) entfaltet der Newsfeeds eine hohe Reichweite.

Was nun aber sind die unterschiedlichen Möglichkeiten von Seiten und Applikationen. Obwohl beide über die tab area oder die Profile Box miteinander verbunden werden können (Beispiel), sind beide gänzlich getrennt und unterschiedlich:

Die facebook Seite kann von jedem Nutzer in Minuten angelegt werden, kann ab 100 Fans eine eigene URL erhalten und bietet die Möglichkeit, einen Fankreis aufzubauen. Die Fans können selbst Inhalte in die Seite publizieren und erhalten updates, wenn der Seitenadministrator neue Inhalte veröffentlicht. Seiten können über die tab area mit Applikationen verbunden werden.
Der Nachteil der Seiten liegt darin, dass das Layout und Grundfunktionen nicht verändert werden können und dass keine weiteren Nutzerinteraktionen möglich sind, als die von facebook für die Seiten bereitgestellten (Inhalte teilen).

Applikationen bieten dagegen (fast) alle Möglichkeiten. Nicht nur ist das Layout frei, es können vor allem über die facebook API spezifische Useraktionen durchgeführt werden. Denn die Applikation kann selbst mit den Nutzern kommunizieren und hat Zugriff auf die Daten des Nutzers. Es können sogar die Freunde des Nutzers sowie seit neuestem die gemeinsamen Freunde abgefragt werden.
Allerdings sind nicht alle technischen möglichen Aktionen zulässig.

Der Königsweg liegt in der Verbindung von facebook Seite mit maßgeschneiderter Applikation.
Wir werden anhand von Beispielen die Einzelheiten schrittweise durchleuchten. Fortsetzung folgt.

Autor bei Futurebiz, Speaker und Senior Social Media Berater bei der Agentur BRANDPUNKT. berät Marken und Unternehmen bei der Entwicklung von digitalen und Social Media Strategien.

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