Studie: Wie erstellen, verbreiten und messen Marken digitale Inhalte

State of Digital Content: Wie erstellen, verbreiten und messen Marken digitale Inhalte

Die Content Distribution ist mindestens genauso wichtig wie die Content Produktion. Aus diesem Grund zahlt Content Marketing auch nicht nur auf die Sichtbarkeit und Auffindbarkeit in Suchmaschinen ein. Content Marketing ist eng mit Social Media verknüpft. Einmal bei der Verbreitung der digitalen Inhalte und zweitens bei den Interaktionen.

Bestätigt wird das auch in dem lesenswerten The 2016 State of Digital Content Report von Altimeter. Jeder der sich mit irgendeiner Form des digitalen Marketing befasst sollte sich die Zeit nehmen und den Report lesen. Wie eng die Verzahnung von digitalen Inhalten und sozialen Netzwerken ist, zeigt sich bei mehreren Punkten.

Social Media wichtigster Datenlieferant beim Content Marketing

Datenanalysen sind für einen Großteil der Unternehmen ein entscheidender Faktor bei der Produktion von digitalen Inhalten. Daten aus sozialen Netzwerken wie Facebook sind dabei mittlerweile wichtiger als klassische Web-Analytics. Das ist ein sehr interessantes Ergebnis und zeigt, welche Bedeutung Unternehmen und Agenturen Interaktionen und Zielgruppen in sozialen Medien zuweisen. Des Weiteren verdeutlicht das Ergebnis, was vor allem Facebook für einen guten Job macht und Unternehmen hilfreiche Daten für die Content Produktion zur Verfügung stellt.

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Ein Vorteil von sozialen Netzwerken ist, dass sie Feedback-Kanäle sind. Zwar entsteht Feedback auch noch an vielen anderen Stellen und natürlich auch auf der eigenen Webseite. Aber nicht in dem Umfang wie es Facebook und Co. generieren.

Erfreulicherweise gaben auch nur 1 % an, dass sie überhaupt keine Daten für die Content Produktion einsetzen.

Facebook mit dem höchsten Engagement für digitale Inhalte

Nicht jeder Inhalt funktioniert in unterschiedlichen Kanälen gleich gut. Deswegen ist die Content Strategie entscheidend, da sie der Kanalstrategie klar übergeordnet ist. Nichtsdestotrotz, müssen digitale Inhalte an die Anforderungen und vor allem Möglichkeiten der unterschiedlichen Kanäle angepasst werden. Facebook ist nicht nur bei der Reichweite führend, sondern auch bei den Erfahrungen, die Unternehmen mittlerweile gesammelt haben. So wundert es mich auch nicht, dass Facebook für die befragten Unternehmen der effektivste Kanal für die Verbreitung von Inhalten und die Generierung von Interaktionen ist.

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Auch wenn Instagram und Snapchat für viele von uns keine Neuheiten mehr sind, sieht es bei einem Großteil der Unternehmen noch anders aus. Es fehlen die Erfahrungen und es fehlen vor allem die Daten. Besonders bei Snapchat stehen Date nur in einem sehr begrenzten Umfang zur Verfügung. Beim Feedback der Nutzer sind es anders aus. Im Vergleich zu Facebook, Twitter, YouTube, Pinterest und mittlerweile auch Instagram, fällt Snapchat aber deutlich ab.

Wenn es ein Thema in 2016 gibt, an dem man nicht vorbeikommt, dann ist es Instant Messaging. Man könnte jetzt sagen, dass nur 14 % Messaging Apps als relevant (bezogen auf Interaktion) bewerten. Für mich sind es aber bereits 14 %. Bis Instant Messaging Apps den gleichen Stellenwert wie Facebook oder ein Newsletter einnehmen, wird noch Zeit vergehen. Die Ergebnisse zeigen aber, dass Unternehmen Messaging Apps auf dem Schirm haben und das kein Weg an dieser Entwicklung vorbei führt.

Reichweite ist der wichtigste Faktoren bei der Erfolgsmessung von digitalen Inhalten

Geht es um die Erfolgsmessung von digitalen Inhalten, dominieren die üblichen Metriken. Für 37 % ist Reichweite der bestimmende Faktor und kurz darauf folgen Interaktionen mit 36 %. Das ist leider oftmals zu kurz gedacht und geht häufig nicht weit genug, um den Erfolg eines Inhaltes zu bewerten. Reichweite und Interaktionen sind wichtig, aber entscheidend ist, was durch die Reichweite und Interaktion entsteht.

Lediglich 11 % achten auf die Conversion und werten beispielsweise generierte Downloads aus. Weitere 5 % analysieren welche Auswirkungen auf der Kostenseite entstehen. Reduzieren sich durch digitale Inhalte die Kosten des Kundensupports? Reduziert sich die Anzahl von gestellten Fragen, da durch eine gute Sichtbarkeit von digitalen Inhalten die Antworten bereits präsent sind?

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Das ist auch der Grund dafür, warum 53 % der Befragten Schwierigkeiten damit haben, den tatsächlichen Erfolg ihrer digitalen Inhalte und Content Marketing Maßnahmen zu messen. Diese Situation führt wiederum dazu, dass 35 % den Rückhalt im eigenen Unternehmen vermissen und nicht die gewünschte Unterstützung erhalten. Es ist nicht nur wichtig sich mit neuen Möglichkeiten und Formaten zu befassen, sondern sich auch einen Plan zu machen, wie diese Formate auf die eigene Zielerfüllung einzahlen.

The 2016 State of Digital Content liefert viele weitere Ergebnisse, die sich neben der Produktion und Distribution von Inhalten auch auf die Organisation von Teams, technische Entwicklungen und Anforderungen an das Personal beziehen.

 

Autor bei Futurebiz, Speaker und Senior Social Media Berater bei der Agentur BRANDPUNKT. berät Marken und Unternehmen bei der Entwicklung von digitalen und Social Media Strategien.

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