Wie peinlich, Stern Redaktion

Wir nennen es immer die “Amerikanisierung des Community Managements”. Es geht um eine mechanische Steigerung des Edge Rank, d.h. Fans sollen durch einfache Fragen zum Like “gezwungen” werden  Ab und an ist das ja auch ok, aber reichlich pietätlos geht grade der Stern auf seiner Fanseite vor, wo der Like Button zum Kondolieren mißbraucht wird:

Liebe Stern Redaktion: Lasst Euch nach einer SEO-iesierung Eurer Schreibe nun nicht auch noch zu einer LIKE-isierung zwingen.

Andreas Bersch

Gründer und Geschäftsführer der Agentur BRANDPUNKT(ehemals Berliner Brandung) sowie Gründer / Autor von Futurebiz. Andreas Bersch begleitet Marken und Unternehmen in der strategischen Positionierung im digitalen Umfeld und berät im Kontext von Social Media und Social Commerce.

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Gründer und Geschäftsführer der Agentur BRANDPUNKT(ehemals Berliner Brandung) sowie Gründer / Autor von Futurebiz. Andreas Bersch begleitet Marken und Unternehmen in der strategischen Positionierung im digitalen Umfeld und berät im Kontext von Social Media und Social Commerce.

Kommentare

  1. Gefällt mir nicht. ‹ Fotografie + Social Media sagt:

    […] hinzu, der im Zusammenhang mit der Meldung eines Todesfalls ebenso irritierend ist und bei Social-Media-Experten unwillkürlich zu Unmut führt, weil sie Absicht wittern: Durch die vielen Likes erlangen die […]

  2. […] Bild.de, Stern.de und AppsTotal, das nicht gerade als Portal für Promi-Nachrichten bekannt ist. Futurebiz, t3n, Matias Roskos und Roland von Wekkanon haben das Geschehen und die Hintergründe gut […]

  3. Ich antworte mal für Andreas. Die Aufforderung zum Like ist hier einfach unnötig und unserer Meinung nach unangebracht. Ich kann mir auch nicht vorstellen, dass Nutzer so etwas erwarten. Es gibt genügend andere Möglichkeiten sich auszudrücken und viele Nutzer werden von sich aus aktiv und brauchen nicht Bild oder Stern, um ihre Gefühle auszudrücken.

  4. Sandra Holze sagt:

    Lieber Andreas,

    wäre es denn in deinen Augen weniger schlimm gewesen, wenn sie geschrieben hätten: “Wir werden ihn vermissen…. Klickt Gefällt mir, wenn es euch auch so geht.”
    Oder so ähnlich – ich meine, das ist keine andere Aussage als die jetzige. Ich finde es nicht schlimm, würde es jedoch nicht schreiben. Aber anhand der Kommentare sieht man, dass der Umgang mit dem Sterben grundsätzlich ein sensibles Thema ist.

    Gruß,
    Sandra

  5. […] BILD und andere Anbieter haben Nutzer, die völlig überrascht sind vom Tod von Dirk Bach. Diese Nutzer wollen sich ausdrücken, wollen ihr Beileid äußern. Sie tun dies, weil BILD ihnen eine Möglichkeit anbietet, über einen einfachen Click auf den Like-Button ihr Beileid auszudrücken. Es ist diesen Menschen ein Anliegen, sich zu äußern. Man kann nun natürlich sagen, dass dies nicht die elaborierteste Art der Beileids-Bekundung darstellt, aber es ist eben eine zeitgemässe Variante des Kondolierens. Ich finde es unerträglich, wenn sich jetzt irgendwelche Social-Media-Experten aufregen, dass BILD diese Möglichkeit anbietet und darüber viele Likes bekommt. Die Nutzer erwarten, dass sie sich bei so einem Ereignis ausdrücken können, sie haben nicht den Algorithmus von Facebook vor Augen, der durch ein Like beeinflusst werden könnte. Natürlich ist man gerne gegen BILD, aber man muß einfach auch verstehen, dass eine Community auch einige Ankerpunkte benötigt und dieses Posting zum Tod von Dirk Bach stellt so einen Ankerpunkt dar. Auch der stern bietet eine Kondolenzmöglichkeit an und wird prompt an den Pranger gestellt. […]

  6. […] hinzu, der im Zusammenhang mit der Meldung eines Todesfalls ebenso irritierend ist und bei Social-Media-Experten unwillkürlich zu Unmut führt, weil sie Absicht wittern: Durch die vielen Likes erlangen die […]

  7. Steffen sagt:

    Ich sehe es ehrlivh gesagt nicht so drastisch, es wird niemanc gezwungen zum liken. Die aussage bezieht sich meiner meinung nach auf dem umstand, dass ein like bei einer todesnachricht etwas unpassend ist, daher gibt die sternredaktion in diesem fall vor, ein like soll als kondulierung gelten. Alles legetim meiner meinung und ohne like zwang.

  8. Sebastian sagt:

    Ist das jetzt schon Standard? Selber Satz bei der hiesigen Dresdner Neusten Nachrichten.

  9. Das geht echt mal garnicht…