Zuckerberg: "Teenager sind immer noch bei Facebook" - Futurebiz.de

Zuckerberg: „Teenager sind immer noch bei Facebook“

In diesem Jahr gab es eine Phase in der sich kritische Stimmen zu Facebook häuften. Kritik ist immer da, hier ging es aber speziell um eine Abwanderung der Teenager. Jugendlich finden Facebook uncool, die Plattform ist langweilig geworden, es fehlt an Innovationen und Messenger Dienste werden für den Untergang sorgen.

Marc ZuckerbergIn einigen Fällen war die Kritik berechtigt, in anderen voreilig und ist teilweise deutlich über das Ziel hinaus geschossen. Mit den aktuellen Quartalszahlen hat Facebook viele kritische Stimmen verstummen lassen und nahezu überall kann man vom Erfolg Facebooks lesen, dessen mobile Schwäche kaum noch Thema ist.

Die Verweildauer ist nach wie vor sehr hoch und schlägt alle anderen Netzwerke deutlich. Die mobile Schwäche ist zu einer Stärke geworden und Facebook dominiert die App Stores. Ich kann mich schon fast nicht mehr daran erinnern, dass Facebook nicht im Apple und Google Play Store auf Platz 1 war. Messenger Apps sind sehr erfolgreich. Zu Facebook ist es aber immer noch ein riesiger Abstand.

Hohe Verweildauer, stetiges Wachstum und die Anzeigenstrategie geht gemessen an den Umsatzzahlen auch auf. Die Instagramnutzer und Verweildauer kann man quasi auch gleich noch mit addieren. Hat Facebook auf einmal doch alles richtig gemacht?

Vieles deutet darauf hin. Anzeigen führen immer zu Problemen und negativen Reaktionen bei den Nutzern. Der Hauptgrund liegt aber bei den Unternehmen und der Qualität der Anzeigen.

Die stärkere mobile Nutzung hat das Anzeigengeschäft auch in keiner Weise geschwächt. Im Gegenteil. DIe Aufmerksamkeit ist im Newsfeed höher und speziell mobil fallen Anzeigen sofort ins Auge. Negativ und hoffentlich auch ab und an positiv.

Zum angeblichen Teenager Problem hatte sich Facebook schon vor einigen Wochen geäußert und einen Negativtrend klar verneint. Viele werden sich jetzt denken, was soll Facebook auch sonst sagen. Mark Zuckerberg hat sich jetzt erneut zu dieser Thematik geäußert. Seine Aussage bezieht sich zwar nur auf den amerikanischen Markt, dennoch ist es eine klare Stellungnahme zu den verschiedenen Diskussionen und Artikeln. Zuckerberg sagt, dass in den USA die Teenager Zielgruppe nahezu komplett bei Facebook ist. Das heißt nicht, dass Snapchat und Co. nicht verwendet werden. Das werden sie und die Anzahl der Nutzer steigt. Der Wachstum geht aber nicht auf die Kosten von Facebook. Facebook wächst. Langsamer, aber Facebook wächst.

Es gibt Dinge die sind für Facebook bestimmt und es gibt Themen die Teenager lieber im kleinen und privaten Kreis diskutieren. Das war aber schon immer so, es gibt nur mehr und bessere Möglichkeiten.

Hinzu kommt, dass Facebook mit Instagram eine mächtige Waffe besitzt, die speziell bei Teenagern sehr beliebt ist. Auch Instagram wächst stetig weiter und spricht die gleichen Nutzer und eine zusätzliche Nutzergruppe an. Im Gegensatz zur Facebook App, sind die kritischen Stimmen zur Instagram App überschaubar. Persönlich kann ich mit den Videos nicht viel anfangen, grundsätzlich wurde das Feature von den Nutzern aber sehr positiv angenommen.

Eine hohe Anzahl an mobilen Nutzern, wachsende Anzeigenumsätze und Instagram in der Hinterhand sprechen für eine vielversprechende Zukunft von Facebook. Natürlich gibt es Baustellen an denen Facebook arbeiten muss. Die mobilen Apps gehören sicherlich mit dazu. Das ändert aber nichts daran, dass Facebook es schafft, Nutzer wie kein anderes Netzwerk an sich zu binden. Sowohl in der monatlichen Verweildauer, als auch in der täglichen Nutzung.

Autor bei Futurebiz, Speaker und Senior Social Media Berater bei der Agentur BRANDPUNKT. berät Marken und Unternehmen bei der Entwicklung von digitalen und Social Media Strategien.

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