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Das Ende vom Instagram Shopping-Tab? Produkte sollen durch Anzeigen und Creator*innen entdeckt werden

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Foto von Tim Mossholder auf Unsplash 

Wie oft habt ihr den Instagram Shopping-Tab aufgerufen, seitdem er in die Hauptnavigation der App integriert wurde? Wenn es nicht oft der Fall war, dann müsst ihr euch vielleicht beeilen, denn laut The Information soll der Shopping-Tab keine Zukunft mehr auf Instagram haben.

Das kommt einmal überraschend, aber auf der anderen Seite passt es auch zu den Entwicklungen bei Meta und Instagram, die sich gleich mehreren Herausforderungen stellen müssen.

Vor wenigen Monaten hatte Adam Mosseri noch vier Prioritäten für die Instagram App hervorgehoben. Hierzu zählten Creator*innen, Messaging, Video und auch Instagram Shopping. Das soll sich ändern, bedeutet aber nicht das komplette aus von Shopping auf Instagram.

Die Ambitionen von Instagram waren durchaus groß. Wird eine Funktion in die Hauptnavigation integriert, dann steht ein klares Ziel dahinter. Der Shopping-Tab hat sich jedoch immer wie ein Fremdkörper in der App angefühlt und ging an der Motivation der Nutzer*innen, warum Instagram verwendet wird, vorbei.

Instagram Shopping-Tab wird verschwinden

Es ist noch nichts Spruchreif. Laut einem internen Dokument soll der Shopping-Tab aber im März 2023 verschwinden. Verschwinden durch einen „Tab Lite“ ersetzt werden. Ich gehe einmal davon aus, dass es den Tab Lite geben könnte, er aber nicht mehr in die Hauptnavigation integriert wird. In dem „neuen Tab“ soll es weiterhin Produktempfehlungen geben, aber auf eine reduzierte und weniger personalisierte Art. Ob es in der Form dann überhaupt notwendig ist?

All das bedeutet aber nicht das Ende von Instagram Shopping und den Produkt-Tags in Posts. Zumindest ist davon nicht die Rede. Warum Instagram hier einen deutlichen Schritt zurück macht und seine Social-Commerce-Ambition anpasst, hat mehrere Gründe.

Sicher geht es einmal um die Nutzung und die Akzeptanz des Shopping-Tabs an sich. Ein weiterer Grund, der genannt wird, ist eine engere Verknüpfung von Social Commerce auf Instagram und dem Anzeigengeschäft. Social Commerce soll auf Instagram stärker durch Anzeigen gepusht werden und weniger von persönlichen Empfehlungen im Shopping-Tab. Dieser Schritt ist nachvollziehbar und für das Anzeigengeschäft relevanter als ein Shopping-Tab.

Nutzer*innen sollen Produkte auf Instagram entdecken, aber nicht in einem Tab, sondern über Anzeigen und Creator*innen im Feed, in Reels und im Stories-Bereich. So funktioniert es in der Regel ja schon die ganze Zeit.

Shopping bleibt auf Instagram relevant

Wenn wir die neuesten Entwicklungen auf die von Adam Mosseri erwähnten Säulen übertragen, dann werden Produkte über Creator*innen und Reels kommuniziert und durch Advertising verbreitet. Messaging wird bei Instagram Shopping keine entscheidende Rolle spielen.

Eine Entfernung des Shopping-Tabs würde die Navigation von Instagram vereinfachen und die Blicke der Nutzer*innen stärker auf den Reels-Tab und auch wieder den Explore-Bereich lenken. Man könnte auch sagen: weniger Shopping – mehr Reels.

Die Relevanz von Shopping für Instagram wird durch eine Unternehmenssprecher*in wie folgt bestätigt:

„Commerce remains important for Instagram as we continue to make it easier for people to discover and shop products throughout the app from feed, stories, reels and innovations like live shopping and drops.“

Shopping bleibt ein wichtiges Thema auf Instagram, aber es ist nicht so wichtig wie andere Themen. Hauptsächlich Reels, Creator*innen und ein stärker Fokus auf Shopping in Kombination mit Instagram Anzeigen.

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