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TikTokMadeMeBuyIt: Wie die TikTok Community die Umsätze von Volvic, Alpro & Co. ankurbelt

Für Marken und Unternehmen gibt es kaum etwas Besseres, wenn die eigenen Produkte sich viral verbreiten und nicht einzelne Inhalte. Speziell TikTok sorgt immer wieder dafür, dass einzelne Produkte nur aufgrund von TikTok stark verbreitet werden.

Angesagte Sneaker, Donuts, Cake Pops, Kleidung und Variationen von Getränken führen nicht nur zu jeder Menge User Generated Content auf TikTok, sie bringen auch ein deutliches Umsatzplus mit sich.

Über 250 Mio. Aufrufe für Volvic durch die TikTok Community

Ein aktuelles Beispiel findet man auf TikTok unter dem Hashtag #pinkdrink. Hierbei geht es um ein Getränke-Rezept, bei dem die Produkte von Volvic und Alpro eine entscheidende Rolle spielen.

Auslöser für den Trend auf TikTok war ein Rezept, bei dem Alpro, Volvic und weitere Zutaten miteinander kombiniert werden und so der #PinkDrink entsteht. Über 250 Mio. Aufrufe haben die TikToks zu #PinkDrink mittlerweile. Um die Aufrufe geht es aber natürlich nur im ersten Schritt. Entscheidend ist, wie sich die Inhalte auf die Abverkäufe auswirken. Aber tun sie das wirklich?

Laut  Antoine Hours (Marketing Director, Volvic Deutschland) ist die Nachfrage im April 2021 um bis zu 150 % angestiegen und im Handel wird gezielt nach den Produkten gefragt, die sich auf TikTok unter dem Hashtag #PinkDrink verbreiten.

Hierzu muss man sagen, dass pinkfarbene Getränke aktuell sehr angesagt und nachgefragt sind. So hat der Hashtag #StarbucksPinkDrink über 2,2 Mio. Aufrufe und #PinkDrinkRecipe kommt auf 4,2 Mio. Views.

Community-Hashtags sind oft näher am Produkt als Hashtag-Challenges

Spannend an der Verbreitung ist, dass sie aus der Community heraus entsteht und diese für die Verbreitung sorgt. Aus der Sicht von Marken und Unternehmen stellt sich nun die Frage, wie man Trends dieser Art aufgreifen und für sich nutzen kann.

Der Vorteil bei produktbezogenen Community-Trends ist, dass sie eben genau das sind: produktbezogen. Es gibt viele Hashtag-Challenges auf TikTok, die auf mehrere Millionen Aufrufe kommen, aber bei vielen Inhalten einfach der Produktbezug fehlt. In den meisten Fällen liegt das in der Challenge an sich, die sich zwar verbreitet, aber nur bedingt auf die Marke und Produkte einzahlt.

So bietet es sich durchaus an, Challenges aus der Community heraus zu entwickeln. Also zu schauen, welche Trends gibt es in der Community zu meiner Marke oder zu meinen Produkten. In dem Fall von #PinkDrink können auch sehr schön die TikTok Creator:Innen identifiziert werden, die bereits Inhalte veröffentlicht haben. Diese Creator:Innen können dann für eigene Kampagnen angefragt und im Idealfall für langfristige Kooperationen aktiviert werden.

#PinkDrink ist nur ein Beispiel. Unter dem Hashtag #TikTokMadeMeBuyIt findet man diverse Produkte, deren Videos über 2,3 Mrd. Aufrufe (Stand 05.05.2021) generiert haben.

TikTok Creator identifizieren und mit den Inhalten interagieren

Für Marken und Unternehmen gilt auf TikTok das gleiche, wie auf anderen sozialen Netzwerken. Die Kombination aus organischen Inhalten, TikTok Anzeigen und Creator-Kooperationen ist ideal.

Speziell bei Inhalten, die von der Community entwickelt werden, muss man sich als Marke darauf einlassen, dass auch andere Produkte, vielleicht sogar von Wettbewerbern, in den Videos erscheinen. Alpro ist jetzt kein direkter Wettbewerber von Volvic, aber es kann ja durchaus neue Rezepte mit anderen Produkten geben. Der Community sind diese Wettbewerbsgedanken vollkommen egal. Natürlich werden in Anzeigen keine anderen Produkte genannt, aber bei organischen Inhalten, wie Reaktionen auf TikTok Videos, sollten Marken über ihren Schatten springen und nur aus dem Grund „nichts“ machen, weil andere Produkte in den Videos auftauchen.

#PinkDrink ist ein sehr gutes Beispiel dafür, welche Effekte TikTok auf die Nachfrage von Produkten haben kann. Des Weiteren zeigt der Case, wie wichtig es als Marke und Unternehmen ist, TikTok zu verfolgen und relevante Inhalte, Creator und im Idealfall Trends zu erkennen.

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