Seite oder Profil? Welche Facebook Chronik eignet sich für Personen der Öffentlichkeit - Futurebiz.de

Seite oder Profil? Welche Facebook Chronik eignet sich für Personen der Öffentlichkeit

Durch die Verknüpfung der Facebook Chronik und der Facebook Abonnement-Funktion, hatten Personen der Öffentlichkeit (Musiker, Sportler, Journalisten, Politiker, usw.) eine gute Option, um erstens ihren Facebook Auftritt zu optimieren und zweitens zusätzliche Reichweite aufzubauen.

Der entscheidende Vorteil war, dass die Chronik für Profile früher verfügbar war, als für Seiten. Seit der fmc hat sich das ja aber bekanntlich geändert und jetzt stellt sich die Frage, welche Variante ist sinnvoller: Seite oder Profil?

Entscheidung für eine Seite (Chronik)


Die Tendenz geht stark in Richtung Seite, da hier nach wie vor der Vorteil besteht, dass Apps integriert werden können. Speziell für Musiker bietet dies doch einen erheblichen Mehrwert, vor allem wenn man an Apps wie BandPage denkt. Der optische Aufbau ist zu einem Profil identisch.

Es können Meilensteine angelegt, Beiträge hervorgehoben und fixiert werden. Wer also bei seinem Facebook Auftritt nicht auf Apps verzichten möchte, ist mit der Chronik für Seiten besser beraten, als mit einem Profil. Hinzu kommt noch, dass es die Gefällt mir Box für Seiten gibt. Die optische Präsentation ist prägnanter als beim Abonnieren-Button und erweckt auf externen Webseiten mehr Aufmerksamkeit.

Entscheidung für ein Profil (Chronik)

Profile haben einen großen Vorteil. Sie wirken persönlicher. So setzt beispielsweise Boris Becker auf ein Profil und nicht auf eine Facebook Seite. Die Kommunikation kann persönlicher erfolgen und Nutzer haben das Gefühl, dass hier wirklich die Person Beiträge veröffentlicht (wäre wünschenswert).

Eigene Apps können nicht in ein Profil integriert werden, aber je nach Privatsphäreeinstellungen, könnten beispielsweise Prominente anzeigen, welche Musik sie hören, für welche Filme sie sich interessieren, oder welche Artikel sie gelesen haben. Es gibt sicher viele Nutzer, die sich für diese Inhalte interessieren würden.

Die Person der Öffentlichkeit rückt mit einem Profil näher an die Nutzer heran. Welche Seiten gefallen Boris Becker? Welche Listen hat er abonniert? Welche Apps verwendet er?

Sowohl in Profilen, als auch auf Seiten, können Meilensteine erstellt werden. Profile haben aber wesentlich mehr Auswahlmöglichkeiten. So könnte Boris Becker sagen, wann er sich eine neue Brille gekauft hat, oder wann er eine Sportverletzung auskuriert hat. Bei einer Seite müssten diese Informationen textlich aufgegriffen werden.

Profil vs. Seite

Seiten haben „Gefällt mir“, Profile haben „Abonnieren“. Vom Prinzip her sind beide Aktionen identisch: Nutzer holen sich Informationen in den Newsfeed und Beide können zu Interessenlisten hinzugefügt werden. Abonniert man ein Profil, können Nutzer aber festlegen, welche Inhalte sie in ihrem Newsfeed haben möchten und welche nicht. Nach einer Gefällt mir Angabe werden erst mal alle Inhalte im Newsfeed angezeigt.

Bleibt bei einer Seite die Interaktion aus, sinkt der EdgeRank und es erscheinen weniger bzw. keine Meldungen mehr im Newsfeed. Bei Abonnements ist das nicht der Fall. Hier entscheiden die ausgewählten Informationen der Nutzer. Was will ich in meinem Newsfeed sehen.

Die Entscheidung ist nicht ganz einfach. Wer viel kommuniziert und persönliche Einblicke preisgeben möchte, der ist mit einer Profil-Chronik besser beraten. Je offener man hier agiert, um so besser wird das Feedback durch die Abonnenten sein.

Wer aber Facebook Apps braucht, z.B. um ab und an ein Gewinnspiel zu veranstalten, oder Inhalte umfangreicher und interaktiver präsentieren möchte, kommt an einer Chronik für Seiten nicht vorbei. Sportler und Journalisten brauchen in unseren Augen jetzt nicht unbedingt Applikationen. Speziell bei Musikern sieht das Ganze aber etwas anders aus. Neue Songs, Events und Videos können zwar auch einzeln veröffentlicht werden, sollen die Informationen aber gebündelt und übersichtlicher dargestellt werden, ist das nur über eine App möglich.

Die Entscheidung sollte man gut überdenken. Es gibt auch verschiedenen Beispiele, die sowohl auf ein Profil und eine Seite setzen. Hier dürfen sich dann aber nicht die Inhalte doppeln, sondern müssen individuell abgestimmt werden.

Wie Unternehmen, müssen auch Personen der Öffentlichkeit über eine Facebook Strategie verfügen. Sicher nicht in dem Umfang wie es Marken benötigen, aber eine grundsätzliche Ausrichtung und Vorgehensweise sollte schon abgeklärt werden. Je nachdem wie man agieren möchte, sollte auch die Entscheidung getroffen werden: Entweder Profil, oder Seite.

Blogger bei Futurebiz, Speaker, Autor und Senior Social Media Berater bei der Agentur BRANDPUNKT. berät Marken und Unternehmen bei der Entwicklung von digitalen und Social Media Strategien.

Kommentare

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1 Kommentar » Schreibe einen Kommentar

  1. Ein schöner Artikel! Ich finde, das Fehlen von Statistiken für Profile, ist ein großer Nachteil. Was haltet ihr denn von der Kombination Seite+Profil? Dann kann das Profil eher privat genutzt werden und in und wieder auf Aktivitäten auf der Seite verwiesen werden. Scheint für viele Personen sehr gut zu funktionieren.

    Schöne Grüße,
    Sandra

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