
Mark Zuckerberg will KI überall haben – und zwar buchstäblich. Nachdem mit der Ray Ban Meta Brille bereits bewiesen wurde, dass KI-Wearables mehr sein können als ein Gadget für Tech-Enthusiasten, legt der Konzern jetzt nach: Ein KI Wearable in Form eines Anhängers soll das nächste große Ding werden. Was dahinter steckt, ist brisant.
Meta KI Anhänger: Das steckt hinter dem neuen Meta Gadget
Laut einem internen Memo von Alex Himel, Metas Vice President of Wearables, plant der Konzern, innerhalb des nächsten Jahres mit Tests eines KI-gestützten Anhängers zu beginnen. Das Meta Gadget ist kein spontaner Einfall – die Wurzeln liegen im Jahr 2025, als Meta das Startup Limitless aufkaufte.
Limitless hatte zuvor ein Gerät namens „Pendant“ entwickelt: ein Bluetooth-Mikrofon zum Anstecken, das kontinuierlich Gespräche aufzeichnet und daraus Zusammenfassungen, Transkripte sowie eine durchsuchbare Datenbank aller Unterhaltungen erstellt.
Metas Version soll deutlich mehr können. Der Anhänger könnte um den Hals getragen oder an der Kleidung befestigt werden und als persönlicher Meta KI-Assistent im Alltag dienen, mit direkter Anbindung an den Meta Chatbot. Notizbuch, Übersetzer, Erinnerungssystem: alles in einem kleinen Stück Metall.
Meta Smart und Meta AI: Eine Wearables-Strategie mit großem Ziel
Das Pendant ist nur ein Teil eines deutlich größeren Plans. Intern sind bereits mehrere neue Smart-Glasses-Modelle in Entwicklung, darunter Geräte mit den Codenamen Modelo, Luna, RBM2 Refresh und Mojito VIP, die noch 2026 erscheinen sollen. Ergänzt wird das Portfolio durch einen Business-Dienst namens „Wearables for Work“. Dieser soll ein Abonnement-Modell für professionelle Nutzer darstellen, das Produktivitätsfunktionen in den Vordergrund stellt.
Das übergeordnete Ziel dahinter ist ambitioniert: Meta will im zweiten Halbjahr 2026 insgesamt zehn Millionen Wearables absetzen, ein Ziel, das ohne neue Produkte kaum erreichbar wäre. Meta Smart bedeutet für Zuckerberg mehr als stylische Brillen: Es geht darum, KI dauerhaft im Alltag zu verankern, näher am Körper als jedes Smartphone.
Meta Superintelligence Labs als großer Rahmen
Der Meta AI Anhänger ist kein isoliertes Produkt, sondern Teil einer konzernweiten KI-Offensive. Meta gründete seine Meta Superintelligence Labs im Sommer 2025, um an Foundation-Modellen, Produktinnovationen und der nächsten Generation von KI-Systemen zu arbeiten. Geleitet von Alexandr Wang, dem ehemaligen Chef von Scale AI, hat das Labor bereits erste leistungsstarke Modelle geliefert.
Meta hat sich verpflichtet, in den nächsten drei Jahren 600 Milliarden US-Dollar in KI-Rechenzentren und Infrastrukturprojekte in den USA zu investieren. Der Meta AI Bot für Chat, der bereits in WhatsApp, Instagram und auf den Smartbrillen läuft, soll künftig auch über das Pendant erreichbar sein: kontextbewusst, permanent verfügbar, immer zuhörend.
Datenschutz bleibt beim KI Wearable das zentrale Problem
So spannend das Konzept klingt, ein Meta KI Wearable, das den ganzen Tag mitläuft, wirft ernsthafte Fragen auf. Besonders Datenschutzbedenken rund um die dauerhafte Audioaufzeichnung dürften, wie auch der Meta AI Chat, ein zentrales Diskussionsthema bleiben, sobald sich diese Geräte weiterentwickeln. Gerade in der EU, wo Datenschutzgesetze streng sind, könnte die Kernfunktion des Anhängers schnell auf rechtliche Hürden stoßen.
Außerdem ist die Kategorie kein Neuland: Frühere Versuche mit immer zuhörenden Wearables, etwa das Humane AI Pin, scheiterten trotz großer Erwartungen. Die Meta KI hat jedoch einen entscheidenden Vorteil: ein Milliarden-Ökosystem aus bestehenden Nutzern, etablierten Apps und einer wachsenden Wearables-Infrastruktur.Ob der Meta Smart Anhänger die KI wirklich aus dem Smartphone befreit oder am Ende als überwachtes Gadget in Verruf gerät, wird die Testphase zeigen. Eines ist sicher: Meta gibt beim Thema KI Wearables so schnell nicht auf.
Blogger in Charge bei Futurebiz, Speaker, Autor und Senior Digital & Social Media Berater bei der Agentur BRANDPUNKT. Jan Firsching berät Marken und Unternehmen bei der Entwicklung von digitalen und Social Media Strategien. Zu Futurebiz Consulting
Blogger in charge at Futurebiz. Speaker, author and senior digital & social media consultant at the BRANDPUNKT agency. Jan Firsching advises brands and companies on the development and implementation of digital and social media strategies.



