Facebook zeigt "Beste Treffer" bei Suchanfragen an

Wohin geht die Reise? Facebook zeigt „Beste Treffer“ bei Suchanfragen an

Facebooks Suchfunktion ist ein Thema für sich. Es wurde schon so viel über mögliche Entwicklungen und bestehendes Potenzial spekuliert (das auch zu Recht), aber wirklich viel ist nicht passiert. Teilweise kam es einem sogar so vor, dass die Suchfunktion sich eher verschlechtert, als verbessert hat.

Spricht man über die Facebook Suche, sollten keine Vergleiche zu Google, Bing, oder irgendeiner anderen Web-Suchmaschine gestellt werden. Zwar verfügt die Facebook Suche über eine Anbindung zu Bing, doch wie häufig nimmt man diese Art von Suchergebnisse auf Facebook überhaupt war? Selten.

Dennoch kann eine gute Suchfunktion sowohl Facebook selber, als auch den Nutzern enorm helfen. Die Grundsteine sind hierfür schon gelegt und spiegeln den Kern von Facebook wieder. Was interessiert meine Freunde? Welche Apps verwenden sie? In welchen Gruppen sind sie aktiv und welche externen Inhalte haben sie in ihren Profilen veröffentlicht?


Wie Inside Facebook bereits berichtet hat, gibt es seit einigen Tagen eine neue Darstellungsform bei den Suchergebnissen. „Bester Treffer“ (engl. Top Hit) soll meiner Auffassung nach, dass passendste Suchergebnis, basierend auf eigenen Interessen und Aktivitäten und Freunden, darstellen und hervorheben.

Facebook kann hierbei verschiedenste Ansätze verwenden. Welchen Inhalt (Seite, App, Gruppe) hat ein Nutzer zuletzt aufgerufen? Wo findet aktuell die größte Interaktion statt? Was machen gerade Freunde? Problem hierbei ist, dass sich Nutzer nicht auf Suchergebnisse verlassen können, sondern je nach Aktivität und aktueller Situation individuelle Suchergebnisse dargestellt bekommen. Doch ist das wirklich ein Problem, oder eher eine Stärke?

Futurebiz wird mit angezeigt, da ich Admin der Seite bin. Das liegt nahe. Gebe ich lediglich ein „W“ in das Suchfenster ein, wird mir sofort der Washington Post Social Reader als bester Treffer angezeigt. Nicht etwa die Facebook Seite. Facebook geht hierbei nicht nach dem Anfangsbuchstaben der Seite oder App, sondern einfach nur danach, ob der Buchstabe im jeweiligen Namen enthalten ist. Auch Listen erscheinen in der Suche.

In meinen Augen muss eine Facebook Suche auf den eigenen Interaktionen und Interessen, sowie aktuellen Entwicklungen und Aktivitäten von Freunden basieren und hierbei variabel sein. Verwende ich den Washington Post Social Reader ein paar Monate nicht mehr, dann darf er mir auch nicht als bester Treffer angezeigt werden.

Facebook geht hier einen kleinen, aber richtigen Schritt. Für Unternehmen bedeutet dies, dass es noch schwieriger werden wird, über eine Suchanfrage erstmalig auf Facebook gefunden zu werden. Es sei denn es besteht eine Verknüpfung zu Freunden. Auf der anderen Seite können Apps und Seiten, mit denen sich Nutzer verbunden haben, jetzt schneller durch die Suche erneut aufgerufen werden. Bei den Tests gerade hat das System ziemlich gut funktioniert.

Es besteht sicher noch jede Menge Luft nach oben und es sind weitere Unterbereiche in der Suche vorstellbar. Zum Beispiel bei Freunden beliebt, oder aktuell auf Facebook angesagt. Ähnlich passiert ja bereits im Newsfeed.

Beste Treffer ist sicher nicht die letzte Änderung bei der Suche.

Autor bei Futurebiz, Speaker und Senior Social Media Berater bei der Agentur BRANDPUNKT. berät Marken und Unternehmen bei der Entwicklung von digitalen und Social Media Strategien.

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