Leitfaden Pinterest Marketing - Futurebiz.de

Pinterest Marketing

Whitepaper Pinterest Marketing

Pinterest Marketing - Leitfaden für Unternehmen.

Unser Whitepaper Pinterest für Unternehmen gibt eine Einführung in das Marketing auf und mit Pinterest.


Eine Vertiefung bieten wir auch in 2016 wieder in unserem Social Media Seminar an. Der nächste Termin ist voraussichtlich im Oktober 2016. Wer den Termin verfolgen möchte, dem sei unser Newsletter empfohlen, der rechtzeitig auf den günstigen Super Early Bird hinweisen wird.

Im Rahmen von Futurebiz Corporate bieten wir ab 2016 auch unternehmensinterne Workshops zu den Themenbereichen Instagram, Pinterest und Influencer Marketing sowie natürlich Social Media und Content Marketing an. Bitte fordert weitere Informationen per mail an unter blog@futurebiz.de.



Inhalt

Pinterest für Unternehmen
Aufbau von Reichweite auf Pinterest
Community Management auf Pinterest
Anlegen eines Pinterest Unternehmensprofils
Pinterest Analytics


 

Pinterest für Unternehmen

Bevor Sie beginnen ein Unternehmensprofil und Boards (i.e. Pinnwände) auf Pinterest einzurichten, sollten Sie ein grundlegendes Verständnis für die Funktionsweise von Marketing auf Pinterest gewinnen und eine Kommunikationsstrategie entwickeln.

Wie funktioniert Marketing auf Pinterest? Aus Marketingsicht kann Pinterest am besten beschrieben werden als “visuelle Linksammlung“, über die Sie Reichweite für Webseiten generieren können. Aus Nutzersicht steht der Nutzen einer virtuellen „Like Sammlung“ im Vordergrund. Die Pinterest Nutzer verteilen und teilen unter sich Bilder, die jeweils mit einer URL verbunden sind. Je mehr Bilder also von Ihren Marken oder Ihrem Unternehmen auf Pinterest geteilt werden, desto mehr Links auf Ihre Webseiten entstehen. Über Pinterest können Sie also gezielt für Traffic auf Ihre Webseite holen.

Je nach Zielsetzung sind daneben auch die Branding Effekte von erheblicher Bedeutung. Denn Reichweite über Bilder unterstützt unmittelbar die Markenbekanntheit. So können Sie etwa die Einführung von Produkten unterstützen, eine Imagekampagne verlängern oder die Kundenbindung durch einen emotionalen Dialog mit Ihren Kunden stärken. Mit Blick auf die in Deutschland hohen Anteile an jüngeren Nutzern und Frauen, können Sie über Pinterest aber auch gezielt Neukunden an Ihre Marke heranführen.

Die jeweiligen Ziele sind im Kontext der gesamten digitalen Kommunikationsstrategie zu definieren und in einer Pinterest Strategie als Teil einer Social Media Strategie festzulegen. Je nach Priorisierung der Ziele müssen die Kommunikationsmaßnahmen für ein Engagement auf Pinterest im Einzelfall definiert werden. Dabei wird es auch um ein Zusammenspiel mit anderen Social Media Netzwerken (Facebook, Instagram, Twitter u.a.) gehen, aber vor allem auch um die sinnvolle Vernetzung mit den eigenen Plattformen, wie der eigenen Webseite.

Ganz bewusst haben wir in diesem Leitfaden Pinterest Marketing die Einrichtung und den Aufbau ihres Unternehmensprofils nicht an den Anfang gestellt, sondern führen zunächst in die Funktionsweise und den Reichweitenaufbau auf Pinterest ein. Weiter unten zeigen wir dann kurz auf, was Sie beim Anlegen eines Unternehmensprofils beachten sollten.

Der Leitfaden Pinterest Marketing soll Ihnen eine erste Orientierung geben, sich in das Thema einzudenken. Eine Vertiefung zum Thema bieten wir bei uns täglich im Blog sowie in den Futurebiz Marketing Workshops: Hier gehen wir näher auf Erfolgsfaktoren und Beispiele für Kampagnen ein. Die nächste Seminarreihe zum Thema Instagram, Pinterest und Content Marketing findet bundesweit (Hamburg, Köln, Frankfurt, München und Berlin) im Juni / Juli 2015 statt: Termine und Anmeldung

Aufbau von Reichweite auf Pinterest

Wie entsteht Reichweite für Ihre Marke auf Pinterest? Unterscheiden wir hier zunächst einmal zwischen der Fisch- und der Anglerperspektive (Der Köder muß dem Fisch schmecken, nicht dem Angler). Als Angler könnten Sie dem Trugschluss unterliegen, dass die Nutzer auf Pinterest Ihr Unternehmensprofil besuchen und die Schönheit ihrer Boards bewundern. Dies wird aber in etwa so selten der Fall sein, wie Nutzer auf Facebook die Fan Page einer Marke aufrufen. Wie auf Facebook, so entsteht auch bei Pinterest Reichweite vor allem im Stream, d.h. die Nutzer lassen sich durch Bilder inspirieren, die in Ihrem Content Stream erscheinen.

Zum Vergleich hier noch einmal die Perspektiven:

Startseite Nutzer (Stream):

P1

Pinterest Unternehmensprofil (nach direktem Aufruf):

Pinterest_Marketing_2

Und schließlich gibt es noch die Ansicht nach einer Suche. Sucht der Nutzer z.B. nach „Nike Women“ erhält eine durch die Pinterest Guided Search vorsortierte Ausgabe:

Pinterest_Marketing_3

Auch wenn die Suche auf Pinterest stark genutzt wird, dominiert der Stream. Bezogen auf das Marketing auf Pinterest fokussiert sich daher alles auf die Frage:

Wie kommen Ihre Bilder in den Stream von möglichst vielen Nutzern?

Hier muss unterschieden werden zwischen dem Pinnen von Bildern auf Ihrer eigenen Webseite und dem Repinnen auf Pinterest selbst. Beide sind gleichermaßen wichtig und stehen zueinander in einem kausalen Zusammenhang. Denn ein wesentlicher Teil von Reichweite entsteht durch das Repinnen bestehender Pins auf der Pinterest Plattform. Das Repin Volumen hängt aber naturgemäß von dem Volumen der Pins ab.

Bedenken Sie also, dass die Menge der Pins (die von Ihren auf Ihrer Webseite erzeugt werden) entscheidend für die Gesamtreichweite ist. Jeder von einem Nutzer von Ihrer Seite erzeugte Pin wird zum Multiplikator für mögliche Repins auf Pinterest. Oder anders formuliert: Initiieren wenige Nutzer durch Pins von Ihrer Webseite eine geringe Zahl von Bildern, so können auch nur entsprechend weniger Repins entstehen.

Der Aufbau von Reichweite beginnt folglich auf Ihrer Webseite und einer entsprechend optimalen Vorbereitung (Gleiches gilt ggf. auch für mobile Apps, denn auch hier stellt Pinterest entsprechende Pin It Buttons für iOS und Android zur Verfügung. So können Sie also auch in Ihren mobilen Apps das Pinnen von Bildern ermöglichen).

Ihre eigene Webseite sollten Sie aus der Fischperspektive betrachten und nicht aus der Anglerperspektive. Entscheidend ist ja, dass die Besucher ihrer Webseite motiviert sind, Bilder zu pinnen. Das ist eigentlich simpel, wird aber eben nur funktionieren, wenn Ihre Webseite hinreichend attraktive Bilder hat und dem pinnen keine technischen Hindernisse entgegenstehen. Ein technisches Hindernis kann zum Beispiel durch eine mouse-over oder Zoomfunktion bei Bildern entstehen.

Da Ihre Besucher nicht alle Pinterest Fans sein werden, müssen Sie natürlich überhaupt erstmal erkennbar machen, dass die Bilder über Pinterest geteilt werden können (sollen). Hierzu können Sie entsprechende Sharing Tools einsetzen, die neben Facebook und Twitter eben auch auf Pinterest verweisen. Das Basiswerkzeug ist im übrigen der originäre Pin it Button, den Sie durch die Pinterest bereitgestellten Tools einfach selbst konfigurieren können:

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Im spezifischen Kontext kann darüber hinaus auch ein besonderer Aufruf zum Pinnen sinnvoll oder möglich sein, zum Beispiel durch kleinere Aktionen oder auch ein spezielles Pinterest Gewinnspiel. Natürlich alles im Rahmen und ohne die übrigen Funktionen und die Nutzerführung Ihrer Webseite zu stören. Beachten müssen Sie hier auch die Regeln für Gewinnspiele, die Bestandteil der Pinterest Brand Guidelines sind. Hier definiert Pinterest die folgenden Punkte als falsche Verhaltensweisen:

Achten Sie darauf, dass Ihr Preisausschreiben nicht impliziert, dass es von Pinterest gebilligt oder unterstützt wird.
Machen Sie das Pinnen aus einer bestimmten Auswahl nicht zur Auflage, sondern lassen Sie Pinner frei entscheiden, was Sie pinnen möchten.
Verlangen Sie keinesfalls von Nutzern, die Regeln Ihres Preisausschreibens zu pinnen. Das ist wirklich sehr wichtig, nicht vergessen!
Gestalten Sie das Preisausschreiben nicht so, dass jeder Pin, jede Pinnwand, jede „Gefällt mir“-Markierung oder jeder neue Pinner, dem der Teilnehmer folgt, eine Teilnahme darstellt.
Unterbinden Sie SPAM-Verhalten, etwa indem Sie Teilnehmer nicht auffordern, etwas zu kommentieren.
Lassen Sie Leute nicht durch Pinnen, Pinnwände oder „Gefällt mir“-Markierungen abstimmen.
Alles in Maßen: Preisausschreiben verlieren schnell ihren Reiz.
Bestimmen Sie keine Mindestanzahl von Pins, die gepinnt werden müssen. Einer reicht.
Verwenden Sie nicht den Slogan „Pin it to win it“ (Wer pinnt, gewinnt) in Ihrem Preisausschreiben.

Auch wenn dies nicht rechtlich verbindlich ist, sollten Sie diese Hinweise beachten. Auch um keine Sperrung des Unternehmensprofiles zu riskieren.

Ferner können Sie über das Pinterest widget auch eine ganze Pinnwand in Ihre Webseite einfügen. Dazu stellt Ihnen Pinterest fertige Formate z.B. als Square, Sidebar oder Header zur Verfügung:

Pinterest_Marketing_5

Hier finden Sie die Anleitung und hier eine ausführlichere Dokumentation für Entwickler.

Übrigens können Sie für einzelne Unterseiten Ihrer Webseite auch das Pinnen unterbinden, falls dies zum Beispiel aus rechtlichen Gründen notwendig sein sollte. Hierzu müssen Sie den folgenden Code einfügen: name =“pinterest“ content=“nopin“ />

Wenn nun die Besucher Ihrer Webseite beginnen Ihre Bilder zu pinnen und somit in das Pinterest Netzwerk einzuschleusen, so bedeutet dies noch nicht zwangsläufig, dass die Bilder dort auch eine hohe weitere Verbreitung erfahren. Denn auf Pinterest konkurrieren Ihre Bilder mit Millionen von anderen Bildern, die möglicherweise interessanter sind. Vielleicht haben ja die Besucher Ihrer Webseite die Bilder nur deshalb gepinnt, weil sie treue und zufriedene Kunden sind und ihnen Ihre Produkte oder Bildwelten besonders gefallen. Es liegt sogar nahe, dass die Besucher Ihrer Webseite eine deutlich höhere Affinität zu Ihren Bildern haben, als die übrigen Pinterest Nutzer (die Mehrzahl). Umgekehrt werden Sie kaum die Möglichkeit haben, die Bildportfolios auf Ihrer Webseite einer Pinterest Strategie anzupassen, es sei denn Pinterest hat für Ihr digitales Marketing eine sehr hohe Relevanz.

Generell nimmt jedoch die Bedeutung von Bildern durch die hohen Reichweitenpotenziale von Facebook, Pinterest und Instagram zu, so dass Sie – unabhängig von einer auf Pinterest fokussierten Optimierung Ihrer Bilder – überlegen sollten, die Qualität der Bilder auf Ihrer Webseite zu steigern. Das ist besonders einfach für Kultureinrichtungen wie Theater oder Orchester. Aber auch auf den Seiten von Marken und Unternehmen sollte jedes Bild so attraktiv sein, dass die Besucher Ihrer Webseite Lust haben, diese mit Freunden und Bekannten zu teilen.

Diese Motivation der Nutzer steht und fällt im Wesentlichen mit der Bildqualität (Ästhetik), kann aber auch durch weiteren Faktoren begünstigt werden, wie zum Beispiel lustige Motive, provokante Motive oder in das Bild integrierte Sprechblasen. Dies alles muss wie gesagt natürlich zu Ihrem Markenauftritt und der Hauptfunktionen Ihrer Webseite kompatibel sein. Den Erfolg können Sie sehr einfach messen: Denn Sie sehen ja durch die entsprechende Zahl der Repins, welche Bilder sich auf der Plattform Pinterest verbreiten und welche nicht.

Community Management auf Pinterest

Der zweite Teil der Aufgabe im Reichweitenaufbau liegt darin, dass Sie nun als Community Manager selbst auf der Plattform Pinterest aktiv werden und für eine weitere Verbreitung Ihrer Bilder sorgen.

Wie also bekommen Sie möglichst viele Follower für Ihre Boards?

Hierzu müssen Sie sich mit möglichst reichweitenstarken Nutzern verknüpfen und diese zu Ihren eigenen Followern machen. Sie suchen also nach Nutzern, die in den von Ihnen auch besetzten Contentbereichen besonders aktiv sind und eine hohe Reichweite haben, folgen deren Boards und repinnen Bilder aus den Boards. Damit werden Sie es erreichen, dass ein Teil dieser Nutzer wiederum Ihren Boards folgt, Ihre Pins wiederum repinnt und damit für deren Verbreitung in neuen Nutzerkreisen sorgt.

Wenn Sie einen anderen Nutzer mit dem @-Zeichen taggen, sieht der Nutzer dies und wird sich möglicherweise Ihr Pinterest Profil ansehen und Ihnen dann vielleicht auch folgen. Und auch wenn Sie die Pins von anderen Nutzern repinnen, können Sie diese namentlich erwähnen und so für Aufmerksamkeit bei dieser Person sorgen.

Solange bei Pinterest keine Promoted Pins oder andere Anzeigenformen angeboten werden, ist dies die einzige Möglichkeit auf der Plattform die eigene Reichweite zu steigern. Pinterest hat zwar für Deutschland die Einführung von Promoted Pins angekündigt, bisher jedoch ohne konkretes Datum. Bei Interesse, können Sie sich hier auf die Warteliste setzen lassen.[1]Sie werden dann „Promoted Pins“ nach Location, demographischen Daten sowie nach Suchbegriffen targeten können. Sie können so einen einzelnen Pins promoten und dabei auch dessen Ziel URL ändern. Auch mit Link Shortener. In der Auswertung werden Sie die Zahl der impressions, repins und clicks erhalten.

Die Aufgabe besteht also in einem täglichen Community Management, um die Gesamtzahl der Follower zu erhöhen und eine ständige Interaktion mit Ihren Boards zu erreichen.

Eine besondere Schwierigkeit besteht dabei leider noch darin, dass Sie die Follower nur sehr schwer nach deren Nationalität ordnen können. Da nicht alle Nutzer von der Möglichkeit Gebrauch machen, beim Pinnen noch einen eigenen Kommentar hinzuzufügen oder dieser Kommentar auch von deutschen Nutzern manchmal auf Englisch verfasst wird, ist es zum Beispiel sehr schwierig, gezielt deutsche Nutzer anzusprechen. Solange bei Pinterest regionales Filtern nicht möglich ist, werden Sie zum Teil mit der Gießkanne arbeiten und in Kauf nehmen müssen, auch Nutzer aus für Sie nicht relevanten Ländern als Follower aufzubauen.

Anlegen eines Pinterest Unternehmensprofils

Sie können sowohl ein bestehendes (privates) Pinterest Profil in ein Unternehmensprofil umwandeln, als auch von Beginn an gleich ein Unternehmensprofil erstellen. Sofern sie ein bestehendes privates Profil umwandeln wollen, finden Sie hier das Formular.[2] Da es derzeit noch keine verschiedenen Administratorrollen bei Pinterest gibt, sollten Sie ein neues Benutzerprofil anlegen, welches dann ausschließlich für die Verwaltung des Unternehmensprofils verwendet wird und auch von mehreren Mitarbeitern im Unternehmen benutzt werden kann.

Hierzu müssen Sie im zweiten Schritt beim Anlegen des Profils die Option „als Unternehmen fortfahren“ auswählen und werden so auf die Folgeseite geführt, wo Sie das Unternehmensprofil ausfüllen können:

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Hier haben Sie dann auch die Möglichkeit, die URL Ihres Unternehmens zu sichern, sofern diese nicht schon belegt ist. Sollte dies der Fall sein, so können sie über das Pinterest Büro in Berlin versuchen, eine Übertragung zu erreichen, sollten Sie zum Beispiel Markenrechte an dem Namen haben. Bei der Eingabe des Kurzprofil Textes denken Sie daran, wichtige Keywords zu verwenden, da dieser Text sowohl im Kopf Ihrer Übersichtsseite angezeigt wird, als auch bei der Suche auf Pinterest und in Suchmaschinen berücksichtigt wird.

Ferner müssen Sie die AGB für Unternehmen und die Datenschutzrichtlinie akzeptieren.

Wenn Sie diesen formalen Schritt durchlaufen sind, gehen Sie über Ihren Profilnamen oben rechts in den Bereich Einstellungen und ändern gegebenenfalls die Voreinstellungen, zum Beispiel für Benachrichtigungen. Hier können Sie auch festlegen, ob Sie sich über ein anderes Profil in Pinterest einloggen, zum Beispiel über Ihr bestehendes Facebook oder Twitter Konto. Das kann die Mitarbeit von mehreren Kollegen im Unternehmen vereinfachen, die ohnehin mit den Accounts arbeiten.

Wenn Ihr Unternehmensprofil angelegt ist, wollen Sie bestimmt auch sofort Boards anlegen. Hier empfiehlt es sich jedoch, vorher eine genaue Planung über die Zahl und Zuordnung der Boards zu erstellen. Natürlich können Sie einzelne Boards später auch wieder löschen oder neue hinzufügen, aber diese Arbeit können Sie sich eigentlich sparen.

Das Anlegen von Pinnwänden ist so einfach wie das Pinnen, indem Sie oben über das + Symbol eine neue Pinnwand anlegen und den Namen sowie die Kategorie festlegen. Im Anschluss können und sollten Sie über die Funktion „Pinnwand bearbeiten“ dann noch eine Beschreibung der Pinnwand hinzufügen, die wiederum für die Suche innerhalb von Pinterest von großer Bedeutung ist. Denken Sie hier wieder an die wichtigen Keywords. Ferner ordnen Sie die Pinnwand einer Kategorie zu, in der sie auch gefunden wird. Sie haben dann auch die Möglichkeit, die Pinnwand mit einer geographischen Karte zu verbinden, wenn die Pinnwand einen lokalen Bezug hat. Auch können Sie andere Pinterest Nutzer auf die Pinnwand einladen oder Einladungen an dieser Stelle per E-Mail versenden.

Die beim Anlegen ebenfalls angezeigte Funktion eine „geheime“ Pinnwand zu erstellen, ermöglicht es zum Beispiel, zunächst eine Materialsammlung anzulegen und diese erst zu einem späteren Zeitpunkt zu veröffentlichen. Sie können andere Nutzer aber zu dieser geheimen Pinnwand einladen, die dann die Inhalte sehen können. So können Sie gezielt Reichweite für eine neue Pinnwand aufbauen.

Welche Regeln gelten nun für die Planung Ihrer Pinnwand Struktur?

Zunächst schlüpfen Sie hier bitte wieder in die Rolle der Nutzer (Fisch statt Angler) und überlegen Sie, welche Struktur und welche Bezeichnungen für die Mehrheit der Nutzer von Pinterest verständlich und attraktiv sind. Vergessen Sie nicht, dass die Mehrheit der Pinterest Nutzer weniger über Ihre Marken und Produkte wissen, als Ihre Kunden und Besucher Ihrer Webseite. Sie brauchen also ein allgemein verständliches System.

Ferner sollte dieses System nicht zu werblich oder verkäuferisch sein. Denn obwohl die Nutzer bei Pinterest offenbar weniger negativ auf Produktbilder reagieren als beispielsweise auf Facebook, sollten Ihre Pinnwände nicht Verkaufsräumen ähneln. Ihre Produktkategorien sind daher möglicherweise nicht die richtigen Kategorien für Ihre Pinnwand Struktur auf Pinterest.

Natürlich können Sie neben Bildern auch Videos bei Pinterest einstellen. Als Quelle verwenden Sie z.B. Ihren YouTube Channel und pinnen die einzelnen Videos via link.
Da die meisten Nutzer die Videos dann direkt auf Pinterest sehen werden (und nicht zu YouTube wechseln), ist hier eine Absenderkennzeichnung besonders wichtig. Dies erfolgt entweder durch den Textkommentar oder eine Kennzeichnung der Videos durch ein Logo oder eine gebrandete Intro. Es kann Sinn machen, Videos in gesondert bezeichneten „Video-Boards“ zu führen.

Auch ein zeitlicher Aspekt ist zu beachten. Auf der einen Seite sollte eine Pinnwand für einen längeren Zeitraum Bestand haben können und daher nicht auf eine kurzfristige Aktion/Kampagne zugeschnitten sein. Denn mit Ablauf der Aktion werden Sie die Pinnwand nicht mehr bespielen können und verlieren so die Follower dieser Pinnwand. Auf der anderen Seite können zu lange Pinnwände auch zu Problemen führen, da Sie ab einer zu großen Zahl von Bildern für die Nutzer unübersichtlich werden können.

Schließlich, und das ist einer der wichtigsten Punkte, muss die Struktur Ihrer Pinnwände dem verfügbaren Bildmaterial entsprechen und dieses optimal ausschöpfen. Daher sollten Sie zunächst mit einer Materialsammlung beginnen und das gesamte Material in eine Ordnung bringen, die aus Sicht Ihrer Zielgruppe auf Pinterest verständlich ist und auch eine ausgewogene Verteilung des Bildmaterials erlaubt.

Übrigens können Sie auch Bilder pinnen, die nicht von Ihrer Webseite sind und den Pin anschließend mit der URL Ihrer Webseite versehen. Hierzu gehen Sie nachdem Sie den Pin erstellt haben in die Funktion Pin bearbeiten und fügen eine URL in das Feld Quelle ein:

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Dabei müssen Sie aber bedenken, dass die Nutzer nach einem Aufruf des Links keine unangenehme Überraschung erleben wollen. Zwar wird die von Ihnen geänderte URL unter Ihrem Pin als „gepinnt von“ angezeigt. Aber die Nutzer wollen hier auch nicht in die Irre geführt werden; es macht also keinen Sinn, mit verführerischen Bildern auf eine langweilige Produktseite zu verlinken. Damit würden Sie weder langfristig Erfolg haben, noch holen Sie sich einen die richtigen Besucher auf Ihre Webseite.

Wenn Sie dann die Struktur Ihrer boards festgelegt haben, legen Sie diese an und beginnen sofort damit, das vorbereitete Bildmaterial für die Erstbefüllung zu pinnen. Die Pins können Sie dabei sowohl von Ihrer Webseite als auch durch den Upload von Bildern anlegen.

Beim Pinnen Ihrer eigenen Bilder ist auch noch ein weiterer Aspekt zu bedenken: Durch das Repinnen des Bildes durch andere Nutzer auf Pinterest verlieren Sie die Kontrolle über das Bild. Dies ist einerseits gewünscht, denn so verteilen Sie das Bild mit dem zugeordneten Link innerhalb der Pinterest Community. Andererseits werden nicht alle Nutzer den Link zum Pin aufrufen, sondern das Bild nur visuell wahrnehmen und ungeprüft durch einen Repin weiter verbreiten. Sofern nun nicht (wie zum Beispiel bei einem Automobil) die Marke klar erkennbar wird, kann ein Bild dann die Markenbekanntheit nur noch eingeschränkt unterstützen. Daher kann es Sinn machen, das Bild zusätzlich mit einem Logo oder dem Markennamen zu versehen, also zu branden. Wenn dies nicht innerhalb des Bildes gewünscht ist, so können Sie diesen Effekt doch immerhin durch den Text erreichen, den Sie dem Bild zuordnen. Der Text hat ohnehin eine wichtige Aufgabe für die Suche auf Pinterest und sollte daher die notwendigen keywords enthalten. Da Pinterest eine visuelle Plattform ist, sollten Sie bei der Textlänge aber nicht übertreiben, sondern auf sehr kurze prägnante Texte achten, die mitunter auch aus Stichwörtern bestehen können.

Ferner sollten Sie den Einsatz von Hashtags versuchen, vor allem um die Suche und die Ausgabe in der Guided Search zu optimieren. Die in der Guides Search oben ausgegebene Leiste können Sie nämlich nur durch Hashtags und Textkommentare zu den Pins mitgestalten. Oder besser gesagt, Sie können auf die Ausgabe Einfluß nehmen, indem Sie ein System von Begriffen und Kategorien verwenden.

Bei der Planung der Texte wird wiederum deutlich, das innerhalb von Pinterest noch keine Ordnung nach Ländern oder Sprachräumen möglich ist. Dies hat dann keine Konsequenz, wenn Sie ohnehin nur innerhalb eine Sprachraumes arbeiten (zum Beispiel in der D/A/CH Region). Wenn Sie aber international tätig sind, wird es schwierig. Denn die auf Deutsch verfassten Texte sind für Nutzer in anderen Sprachräumen nicht mehr verständlich. Derzeit bleibt nur die Möglichkeit, entweder auf englischsprachige Texte zu setzen oder in Kauf zu nehmen, dass Pins nur innerhalb eines bestimmten Sprachraumes funktionieren.

Wenn Sie dann die ersten Pinnwände angelegt haben, können Sie auch deren Reihenfolge verändern, indem Sie eine Pinnwand mit der Maus verschieben. Auch wenn es schön sein kann hier ein stimmiges Bild zu erzeugen, so werden nur wenige Nutzer dieses Gesamtbild wahrnehmen, da die Mehrzahl der Interaktionen im Stream des jeweiligen Nutzer Profiles erfolgt und die Nutzer nur selten Ihr Unternehmensprofil als Ganzes aufrufen werden. Auch hängt die Reihenfolge der Pinnwände von der Displaygröße des jeweiligen Nutzers ab.

Bei jeder Pinnwand können Sie zudem ein Cover Bild festlegen. Gehen Sie hierzu auf der Übersichtsseite Ihres Profiles über die zu ändernde Pinnwand bis der Befehl „Cover ändern“ erscheint und ein neues Cover Bild auswählen:

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Je nach Branche kann für Sie zudem der Einsatz von sog. „Rich Pins“ von Nutzen sein. Die Rich Pins schaffen weitere Möglichkeiten und werden von Pinterest derzeit in folgenden Formaten angeboten:

Product Pins: Pins mit Preis und Verfügbarkeit von Produkten
Place Pins: Pins in Karten die Adresse und Telefonnummer enthalten
Article Pins: Um Artikel für eine spätere Lektüre vorzumerken
Recipe Pins: Enthalten Zutaten
Movie Pins: Enthalten

Weitere Informationen finden Sie bei Pinterest auf der Demoseite auf https://business.pinterest.com/de/rich-pins.

Um Rich Pins anzulegen, müssen Sie Ihre Website mit Metatags versehen anschließend die Veröffentlichung auf Pinterest beantragen. Alle Informationen hierzu finden Sie in der Dokumentation für Entwickler auf https://developers.pinterest.com/rich_pins_overview/

Die weiterführenden Informationen des rich pin werden dem Nutzer nach dem Öffnen des Pins angezeigt:

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(rechts mit Preis)

Ausgereift sind die Product Pins: Hier aktualisiert sich der Preis automatisch, wenn Sie den Preis des Produktes auf der (vorbereiteten und validierten) Webseite ändern.

Pinterest Analytics

Für Unternehmensprofile stehen mit den Pinterest Analytics folgende Statistiken zur Verfügung:fut

  • Pinterest-Profil (Zahl der Pins und Repins)
  • Zielgruppe (Nutzerdaten)
  • Aktivität auf der verbundenen Webseite

Im Analytics Bereich „Pinterest-Profil“ stellt Pinterest eine Übersicht zu den erfolgreichsten Pins zur Verfügung, z.B. die Zahl der Aufrufe oder Repins. Das Gleiche gibt es auch auf Ebene der Pinnwände, für die Zahl der Aufrufe, Klicks, Repins und Gefällt mir ausgewiesen werden.

Im Analytics Bereich „Zielgruppe“ werden die demographischen Daten der eigenen Follower ausgegeben: Land, Stadt, Sprache und Geschlecht. Hier zeigt sich der Unterschied zu Facebook dann sehr deutlich: Die Pinterest Konten basieren nicht auf echten Daten und sind daher sehr flach. Im Menü „Interessen“ gibt Pinterest dann aus, welchen anderen Unternehmensprofilen Ihre eigenen Nutzer am meisten folgen und welche Pinnwände der Nutzer selbst viele Pins haben.

Der Dritte Bereich „Aktivität“ schließlich ermöglich eine eingehende Analyse des Referral Traffics von Pinterest; Pinterest weist hier im Menü „Klicks“ aus, wieviele Besucher von Pinterest auf die eigene Webseite kommen. Weitere Werte sind die Aufrufe nach Pins und Pinnwänden und im Menü „Alle“ schließlich eine Auswertung aus der Pinterest Suche: Hier sehen Sie, welche Ihrer Pins viele Ergebnisse in der Suche erzeugt haben. Darunter werden dann noch die sog. „Power Pins“ ausgegeben.

Power Pins zeichnen sich durch viele Repins, Likes und viele Klicks aus und liefern Aufschluss darüber, welche Inhalte für besonders hohe Reaktionen sorgen.

Für alle Statistikbereiche gilt zudem:
– Die Daten aller Bereiche können exportiert werden.
– Über das drop-down „Alle Apps“ kann die Anzeige zudem auch nach Zugriffsarten getrennt werden, so dass Sie sehen, wieviele Zugriffe Sie via desktop, Android, iOS, etc. haben. Leider allerdings ohne vergleichende Ansicht.

Insgesamt erlauben Ihnen die Statistiken schon eine sehr gute Überwachung und Steuerung Ihrer Marketingaktivitäten auf Pinterest. Zur laufenden Optimierung sollten Sie unbedingt Zielwerte definieren und in einer monatlichen Auswertung eine Feinsteuerung vornehmen.

Weiterführende Links

Pinterest Markenrichtlinien: https://business.pinterest.com/de/brand-guidelines
Pinterest blog: http://blog.pinterest.com/tagged/news
Pinterest für Entwickler: https://developers.pinterest.com/
Pinterest Business Guide (pdf): download
Pinterest für Unternehmen: https://business.pinterest.com/de

6 Kommentare » Schreibe einen Kommentar

  1. Anfangs konnte ich die Statsistik nicht glauben, allerdings wurde diese mehrfach bestätigt. In den Vereinigten Staaten richten sich 55% der Konsumenten nach Recherchen über Pinterest bevor eine Kauf getätigt wird (Quelle searchenginejournal.com u.a.)

  2. Eine wirklich informative Einführung in Pinterest. Nach einem mehrmonatigen Test kann ich die Plattform als Traffic-Quelle wärmstens empfehlen.

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