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B2B Social Media Marketing ist mehr als LinkedIn

Foto von Rémi Walle auf Unsplash

B2B Social Media Marketing hat sich von Boring-to-Boring hinzu People-to-People Kommunikation gewandelt. Zumindest sollte dies so sein. Nur weil Inhalte und Kampagnen im B2B Kontext erstellt werden, müssen sie nicht ausschließlich auf B2B Plattformen und sozialen Netzwerken verbreitet werden.

LinkedIn ist in 2019 alles andere als „boring“. Die Plattform hat sich verändert und die soziale und menschliche Komponente ist auf LinkedIn so entscheidend wie noch nie. Nichtsdestotrotz ist B2B Social Media Marketing nicht auf LinkedIn Xing begrenzt. Viel mehr geht es darum, die richtigen Menschen dort anzusprechen, wo sie aktiv sind.

Das Zusammenspiel von Social Media Kanälen für sich nutzen

Das Zusammenspiel verschiedener Kanäle ist dabei ein entscheidender Faktor. Viele Ansätze, die beim B2C Marketing die Regel sind, lassen sich auch auf das B2B Marketing übertragen. So können beispielsweise potenzielle Kunden über Facebook Anzeigen angesprochen werden und dann über den LinkedIn Pixel gezielt im B2B Umfeld erneut kontaktiert werden.

Umgekehrt ist dieser Ansatz natürlich auch möglich. Wir sprechen Menschen auf LinkedIn an und nutzen dann die nach wie vor ausgefeilteren Targetingoptionen von Facebook.

Weitere Kanäle wie Messenger, Newsletter und auch Instagram haben ebenfalls eine Bedeutung für das B2B Social Media Marketing. So lange die Strategie, die Inhalte und die Ansprache auf eure Zielgruppen abgestimmt sind, wird jeder Kanal seinen Beitrag für die Erfüllung eurer Ziele leisten.

LinkedIn ist das führende und von den Optionen mächtigste B2B Netzwerk. Ganzheitlich betrachtet aber nur ein Baustein.

Die Grenzen zwischen privater und beruflicher Social Media Nutzung verschmelzen immer stärker

Ist eine strikte Trennung zwischen beruflicher und privater Social Media Nutzung überhaupt noch möglich? Oftmals nimmt man es sich vor, aber durch Pixel und Retargeting ist es nur bedingt möglich. Das bedeutet, selbst wenn man es trennen möchte, wird es nicht zu 100 % funktionieren.

Facebook ist als privates Netzwerk gestartet, wurde dann aber immer öfter auch für Berufliches genutzt. Auf LinkedIn ist die Entwicklung umgekehrt. Es gibt einen klaren Fokus auf das Arbeitsleben, welches aber immer häufiger durch persönliche und privatere Inhalte ergänzt wird.

Messaging Apps wie WhatsApp werden primär für die private Kommunikation genutzt. In vielen Fällen ist WhatsApp aber auch ein Kanal für den Austausch mit Kollegen, für Kundenservice, oder für den Konsum von Inhalten. Auch aus dem B2B Umfeld.

LinkedIn sollte in einer zeitgemäßen B2B Kommunikation einen großen Anteil ausmachen. Das Menschliche wird dabei aber immer wichtiger werden. Ob es jetzt um Corporate Influencer oder Personenmarken (#Unwort) geht, ist zweitrangig. People-to-People macht LinkedIn zu gleichen Anteilen aus, wie eine durchdachte LinkedIn Unternehmensstrategie. Der Unterschied ist, People-to-People hört nicht auf LinkedIn auf, beziehungsweise ist nicht nur auf LinkedIn begrenzt.

B2B Marketing im Social Media Umfeld befindet sich in einer sehr guten Ausgangssituation. Die sozialen Funktionen werden auf LinkedIn gestärkt, Facebook und Instagram verfügen über vielfältige Targetingoptionen und die Geschwindigkeit von Messaging Apps bietet neue Möglichkeiten. Alle unterschiedlichen Kanäle helfen dem B2B Marketing. Des Weiteren wird LinkedIn genau beobachten, was Facebook macht (umgekehrt natürlich auch) und seine Anzeigenprodukte weiter ausbauen und optimieren.

Blogger in Charge bei Futurebiz, Speaker, Autor und Senior Digital & Social Media Berater bei der Agentur BRANDPUNKT. Jan Firsching berät Marken und Unternehmen bei der Entwicklung von digitalen und Social Media Strategien.

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