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Update für LinkedIn Algorithmus: Nischenthemen und Community statt Massentauglichkeit

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Foto von Clark Tibbs auf Unsplash

Wer nur Anpassungen von Algorithmen hinterherrennt, verliert in der Regel seine Ziele aus den Augen. Das betrifft auch den LinkedIn Algorithmus.

Soziale Netzwerke veröffentlichen mal kleinere und mal größere Updates für ihre Algorithmen. Eine große Änderung war beispielsweise der Fokus von Facebook auf Gruppen und “meaningful conversations”. Ein ähnlich umfangreiches Update kommt nun auch für den LinkedIn Algorithmus.

So wurden in den letzten Monaten auf LinkedIn mehr Benachrichtigungen versendet und generell sind die Interaktionen und Reichweiten im LinkedIn Feed angestiegen.

Diskussion, Austausch und Nischenthemen für den LinkedIn Feed

Ein Grund hierfür war laut LinkedIn, dass in der Vergangenheit ein Großteil des Engagements und der Reichweite an LinkedIn Power User und Influencer ging. Das ist zwar auch wichtig, aber die tägliche Nutzung je Nutzer steigt natürlich, wenn es auch Rückmeldungen zu den eigenen Inhalten gibt. Genau hier setzt auch der LinkedIn Algorithmus an.

LinkedIn ist und bleibt ein B2B Netzwerk. So werden zukünftig passende und/oder Nischenthemen gezielter ausgespielt. Die Vernetzung und die Diskussion soll in diesen Bereichen gestärkt werden. Somit wird auch die LinkedIn Community gestärkt.

Allgemeinere und breitere Themen sollen hingegen seltener empfohlen werden. LinkedIn setzt auf Spezialisierungen im Feed und nicht auf Massentauglichkeit, wie es beispielsweise bei Facebook der Fall war.

LinkedIn stärkt wie Facebook Inhalte im Feed, die zu Diskussionen anregen. Anstatt LinkedIn als reinen Push-Kanal zu verwenden, geht es um den Austausch der Mitglieder untereinander. Ein Ansatz, gegen den nichts zu sagen ist.

Es werden sich also Nischenthemen, welche andere Personen zu Kommentaren und Reaktionen animieren gestärkt werden. Große Reichweite für wenige Nutzer stärkt nicht die Community. Aus diesem Grund sind Facebook Gruppen so wichtig und die Nutzung von Messaging Apps.

Formate haben keinen Einfluss auf den LinkedIn Algorithmus

LinkedIn hat gleichzeitig bestätigt, dass kein Format im Feed bevorzugt wird. Ein geteilter Link wird genauso verbreitet, wie ein LinkedIn Artikel. Hier gab es viele Spekulationen darüber, dass vor allem native LinkedIn Videos und Artikel im Feed bevorzugt ausgespielt werden.

Tim Jurka, Director of Artificial Intelligence bei LinkedIn verneint dies gegenüber Axios. Wie in jedem sozialen Netzwerk, oder jedem Kanal auf dem Inhalte veröffentlicht werden, ist ein guter Content-Mix immer essenziell. Teilt nicht nur Links auf LinkedIn, aber verfasst auch nicht nur Artikel auf LinkedIn. Die Bestätigung seitens LinkedIn ist ein wichtiges Signal an Unternehmen und auch Personen.

via Axios

Blogger in Charge bei Futurebiz, Speaker, Autor und Senior Digital & Social Media Berater bei der Agentur BRANDPUNKT. Jan Firsching berät Marken und Unternehmen bei der Entwicklung von digitalen und Social Media Strategien.

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