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Vertikale Videos von der Kür zur Pflicht: Bessere Zuschauerbindung & mehr Interaktion

Menschen halten ihr Smartphone zu 90 % vertikal. Sie scrollen durch Feeds vertikal, sie spielen mobile Games vertikal und sie sehen sich Videos vertikal an.

Auch wenn Stories, speziell auf Instagram, das Bewusstsein für vertikale Videos und vertikales Storytelling deutlich gestärkt haben, stellen vertikale Inhalte viele Unternehmen weiterhin vor große Herausforderungen.

Dabei geht es einmal um die Produktion, aber in vielen Fällen auch um die Konzeption. Die Denke in vertikalen Inhalten ist noch relativ neu und das zeigt sich auch bei den veröffentlichten Inhalten von mittelständischen Unternehmen aber auch international agierenden Konzernen.

Der Fakt, dass Menschen ihr Smartphone vertikal halten, ist logisch. So sind Smartphones konzipiert. Entwickler von mobile Games sind nicht nur die Ersten, die das verinnerlicht haben, sie sind auch diejenigen, die es am besten verstanden und umgesetzt haben.

72 % der Millennials drehen nicht einmal ihr Smartphone, wenn sie ein horizontales Video angezeigt bekommen.

Alle relevanten sozialen Netzwerken bieten Funktionen an, aber Menschen haben keine Lust ihr Smartphone umzudrehen.

“Turn your damn phone” kommt heute nicht mehr von Videoproduzenten, die sich über vertikale Videos aufgeregt haben, es kommt von Unternehmen, die keine vertikalen Videos anbieten. Beziehungsweise versuchen bereits produziertes Material, auf vertikalen Kanälen zu recyclen.

In einer Umfrage von Facebook wurde ermittelt, dass Menschen sich zu 39 % stärker für ein Produkt oder eine Marke interessieren, wenn sie Instagram Stories nutzt. Das funktioniert aber natürlich nur dann, wenn ansprechende vertikale Inhalte produziert werden.

Mehr Aufmerksamkeit für vertikale Videos in Stories

Natürlich können auch Fotos in Stories geteilt werden. Doch wie im Feed, ist die Aufmerksamkeit bei Videos höher.

Instagram-Stories-Tap-Forward-Rate
Quelle: RivalIQ – Instagram Stories Benchmark 2020

Die sogenannte Tap-Forward-Rate ist bei Fotos in Stories höher als bei Videos. Das liegt einfach daran, dass Fotos schneller wahrgenommen und somit schneller übersprungen werden.

Entscheidend ist, die Blicke der Menschen auf seine vertikalen Videos zu ziehen und so die Verweildauer innerhalb der Story zu erhöhen. Das gilt für alle Videos in sozialen Medien.

Hinzu kommt, dass Reaktionen auf Instagram Stories immer weiter ansteigen. Laut einer Studie von Rival IQ ist die Antwort-Rate bei Stories um bis zu 47 % angestiegen.

Instagram-Stories-Studie-Antworten
Quelle: RivalIQ – Instagram Stories Benchmark 2020

Vertikale Videos sind aber nicht nur für Instagram Stories essenziell. TikTok basiert auf vertikalen Videos. Zwar ist auch ein Upload von horizontalen Inhalten möglich, doch diese Fallen im Feed eher negativ als positiv auf.

Für Marken und Unternehmen gibt Facebook drei Faktoren vor, welche für den Erfolg von vertikalen Videos entscheidend sind: der Look and Feel, die Integration von Produkten und der eigenen Marke, sowie die konzeptionelle Umsetzung des Formates.

Vertikale-Videos-Erfolgskriterien-Storytelling

Die Nutzung von Stories und der Konsum von vertikalen Videos wird weiter ansteigen. Gleichzeitig wird sich der Wettbewerb im Stories-Bereich und in anderen sozialen Netzwerken wie TikTok verschärfen. Die Ansprüche der Konsumenten steigen.

Es führt heutzutage kein Weg an vertikalen Videos vorbei und Unternehmen sollten den Inhalten endlich die Aufmerksamkeit (und Leidenschaft) schenken, die von den Nutzerinnen gefordert wird.

Blogger in Charge bei Futurebiz, Speaker, Autor und Senior Digital & Social Media Berater bei der Agentur BRANDPUNKT. Jan Firsching berät Marken und Unternehmen bei der Entwicklung von digitalen und Social Media Strategien. Zu Futurebiz Consulting

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