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All about Sharing – Warum teilen wir Inhalte in sozialen Netzwerken?

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Geht es um die Content-Produktion für soziale Netzwerke wie Facebook, Twitter, oder Instagram, gilt es seine Inhalte für die jeweiligen Kanäle zu adaptieren. Erfolgreiche Facebook Posts sind nicht zwingend auch auf Instagram erfolgreich. Ein YouTube Video mit vielen Views ist nicht automatisch auch auf Facebook ein Selbstläufer und Tweets erzielen im Facebook News Feed nicht die gleichen Ergebnisse wie in der Twitter Timeline. Das ist aber nur ein Aspekt.

Genauso wichtig wie die richtige Adaption der Inhalte, ist die Abstimmung der Inhalte auf die Interessen und Anforderungen der eigenen Zielgruppe. Das müssen wir bei der Erstellung unserer eigenen Inhalte berücksichtigen und dürfen wir bei der Bewertung von anderen Unternehmen nicht außer Acht lassen. Als Bento gestartet ist, hagelte es viel Kritik über den Aufbau der Artikel und über die Kommunikation in den sozialen Medien. Was bei der Kritik oft nicht erwähnt wurde, ist die Zielgruppe von Bento und welche Inhalte von dieser Zielgruppe bevorzugt werden. Das Ziel ist Inhalte zu produzieren, welche von den Lesern, Fans und Followern konsumiert und im Freundeskreis verbreitet werden. Die Bento Zielgruppe springt auf vollkommen andere Inhalte an, als die Zielgruppe von Spiegel Online. Das sollte jedem klar sein.

Generell gilt, dass jüngere Zielgruppen eher dazu neigen „lustige“ Artikel, Fotos und Videos zu teilen. Je Älter die Zielgruppe wird, umso niedriger ist die Share-Quote für solche Inhalte. Wer also auf Facebook über eine Fan-Basis verfügt, die größtenteils älter als 35 ist, der sollte sich nicht zwanghaft versuchen lustige Content zu produzieren. Shareablee hat eine interessante Grafik veröffentlicht, welche sich mit verschiedenen Content-Arten befasst und wie diese in unterschiedlichen Zielgruppen geteilt werden.

Social Media Content - Welche Inhalte Teilen jüngere und ältere Zielgruppen

Ein Buzzword welches sich seit Jahren hält, ist Storytelling. Interessant ist, dass junge Zielgruppen weniger auf Geschichten in sozialen Netzwerken anspringen. Bei älteren Zielgruppen sieht es genau anders aus. Je besser die Gesichte hinter dem veröffentlichten Inhalt ist, umso häufiger wird der Beitrag auch geteilt.

How To Videos und Tutorials werden zwar häufig von jüngeren Zielgruppen konsumiert, wenn es aber um das Teilen dieser Inhalte geht, ist die Zielgruppe 55+ am aktivsten. Gleiches gilt auch für die Bildsprache und die Optik von Inhalten. Junge Menschen sind hier nicht so anspruchsvoll. Nur 13 % der 18 bis 24 jährigen gaben an, dass die Optik ein entscheidendes Kriterium für einen Share ist. Im Vergleich hierzu sehen 33 % den Humor des Inhaltes als entscheidendes Argument für einen Share. Bei älteren Zielgruppen wird die Präsentation und die Geschichte der produzierten Inhalte immer wichtiger und beeinflusst die Anzahl der Shares maßgeblich.

Buzzfeed ist übrigens ein Unternehmen, welches alle unterschiedlichen Zielgruppen bedient und auch in allen Zielgruppen erfolgreich ist. In Deutschland steht Buzzfeed noch häufig für Listicles und „Fun Content“. Klar, diese Inhalte haben Buzzfeed groß gemacht, aber mittlerweile werden auch viele anderen Themengebiete wie Technologie, Politik und Sport von Buzzfeed abgedeckt.

Die Kunst bei der Erstellung von erfolgreichen Inhalten für das Social Web liegt darin, die Stärken und Alleinstellungsmerkmale der unterschiedlichen Kanäle für sich zu nutzen und diese auf die Bedürfnisse seinen Zielgruppe abzustimmen. Es bringt nichts bestimmte Content-Formate einfach für sein Unternehmen einzusetzen, ohne dabei zu verstehen, welche Inhalte von meinen Fans (meiner Zielgruppe) konsumiert und verbreitet werden. Das sollte eigentlich jedem klar sein, doch manchmal habe ich das Gefühl. dass Trends aufgegriffen und kopiert werden, ohne dabei die eigene Zielgruppe zu berücksichtigen. Unterschiede in der Zielgruppe gibt es natürlich nicht nur beim Alter, sondern auch beim Geschlecht.

Social Media Content - Warum werden Inhalte geteilt?

So hat Shareablee ebenfalls ermittelt, dass weibliche Nutzerinnen eher „hilfreiche“ Inhalte teilen und männliche Nutzer bevorzugt lustige Inhalte verbreiten. Hier geht es oft nicht um den Inhalt an sich, sondern welches Bild man von sich selbst im Social Web vermittelt. Bin ich der lustige Typ, welcher immer die neuesten lustigen und viralen Videos kennt, oder bin ich ein Experte in meinem Gebiet und verbreite Anleitungen, Tipps und Tutorials. Die eigene Selbstdarstellung spielt bei der Motivation für Shares ebenfalls eine große Rolle.

Bildquelle Flickr CC by-SA 2.0: Jonathan Mcintosch (invest in sharing)

via Contently

Jan Firsching

Autor bei Futurebiz und Senior Social Media Berater bei der Agentur BRANDPUNKT. berät Marken und Unternehmen bei der Entwicklung von digitalen und Social Media Strategien.

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Kommentare

  1. […] gleich gut auf Facebook an. Was zählt, sind die „Empfänger“ der Inhalte, die Audience. In seinem aktuellen Beitrag auf futurebiz – einem Blog über Digital Marketing- und Social Media-T…, warum es so wichtig ist, Inhalte an die Interessen und Anforderungen des jeweiligen Zielpublikums […]