Studie: Kein Content Marketing ohne Social Media.

Social Media spielt für Unternehmen beim Content Marketing die entscheidende Rolle.

Löst Content Marketing Social Media ab? Verfolgt man Diskussionen und Artikel im Netz, ist immer wider von einer Wachablösung die Rede. Ich sehe das komplett anders, da soziale Netzwerke und Social Media Marketing essentielle Bestandteile des Content Marketing sind. Wenn sich Inhalte verbreiten, dann über soziale Netzwerke und nicht über beispielsweise Newsletter. Oder kennt ihr Beispiele für Newsletter die öfter weitergeleitet wurden, als der gleiche Inhalt auf Facebook geteilt wurde. Ausnahme gibt es vielleicht. In der Regel steht Shareabality aber für Social Media und nicht für Newsletter und SEO.

Die Studie State of Digital Marketing 2015 von Smart Insights bestätigt diesen Ansatz. 92 % der Befragten sehen Social Media Marketing als entscheidenden Faktor für erfolgreiches Content Marketing.

Social Media Marketing als entscheindender Erfolgsfakto von Content Marketing

Newsletter werden noch höher als Corporate Blogs und Inhalte für die eigene Webseite eingeschätzt. Allgemein erleben Newsletter ihren zweiten Frühling. Das ist einerseits auf sinkende organische Reichweiten auf Facebook zurück zuführen, aber auch auf einen verstärkten Einsatz von Content Curation.

Was uns immer wieder verwundert, ist die Nennung von White Papers für B2C Unternehmen. Geht es um Content Marketing, geht es auch häufig um White Paper und Infografiken. Während Infografiken für B2C Unternehmen ein interessantes Content-Format sein können, sieht es bei White Papers anders aus. White Paper sind für den B2B Sektor ideal geeignet, aber was für ein White Paper soll beispielsweise ein Süßigkeitenhersteller veröffentlichen? Beispiele gerne an uns. 🙂

Was in der Studie auffällt, ist wie viel Gewicht die unterschiedlichen Disziplinen erhalten. Social Media liegt an der Spitze, aber auch Newsletter, Webseiten, Blogs, Fallstudien, Videos und Veranstaltungen stehen bei Unternehmen ganz weit oben auf der Agenda. Es geht also nicht mehr um die Konzentration auf einzelne Kanäle und soziale Netzwerke, sondern um einen vielfältigen Ansatz für die Erstellung und Verbreitung von Inhalten. Das ist entscheidend für Unternehmen und nicht die Entscheidung ob Social Media, Newsletter, oder Content Marketing.

Social Media & Content Marketing Workshops - Futurebiz 2015

Geht es um die Themen Kundenbindung und Kundenloyalität nannten 51 % Email Marketing als wichtigstes Instrument. Wenn man aber Social Media (organisch) und Social Media (Paid) addiert, haben Facebook und Co. auch bei diesem Punkt die Nase vorne. Mit 21 % fällt der Anteil für Social Media als Paid Media Kanal aber noch relativ niedrig aus. Meiner Meinung nach liegt das Problem darin, dass Anzeigen in sozialen Netzwerken mit Display Advertising verglichen werden. Social Media Advertising fördert auch Dialog mit Fans und potenziellen Kunden. Display Advertising nicht. Die Art der Werbung ist eine vollkommen andere, sollten von Unternehmen aber auch so verstanden und vor allem eingesetzt werden. Bei Facebook Anzeigen geht es nicht nur um Impressions, es geht auch um die Förderung von Interaktionen. Hierdurch entsteht zusätzliche Sichtbarkeit und Menschen treten in den Dialog, oder verbinden sich mit Unternehmen. Eine Unterscheidung zwischen Social Media in „Organisch“ und „Bezahlt“ ist einfach nicht mehr zeitgemäß.

Social Media Marketing - Eine Trennung von Organischer und Bezahlter Reichweite ist nicht zeitgemäß.

Warum sollte Kundenbindung in sozialen Netzwerken nur organisch möglich sein? Das macht keinen Sinn und bremst Unternehmen in ihren Möglichkeiten aus. Das spiegelt sich auch in den genannten Schwachstellen und Problemen wieder. Es wird zu wenig Zeit in die Optimierung von Marketingaktivitäten und Inhalten investiert. Anstatt die bestmöglichen Ergebnisse mit beispielsweise einem Inhalt zu erzielen, werden schnell viele Inhalte erstellt, die im Endergebnis die definierten Ziele und Qualitätsansprüche nicht erfüllen. Welche Inhalte wollen meine Kunden von mir sehen? Wie kann ich diese Inhalte optimal verbreiten und wie kann ich Paid Media unterstützend einsetzen? Der Einsatz von Paid Media in sozialen Netzwerken spielt nur für 21 % der Befragten beim Thema Kundenbindung eine Rolle. 43 % gaben aber an, dass zu wenig Budget in Anzeigen in sozialen Netzwerken investiert wird. Ein Problem welches sich auch beim Content Marketing widerspiegeln wird. Es bringt nichts wenn Videos aufwendig produziert werden, dann aber im Corporate Blog versacken und von niemanden registriert werden.

Die Studie liefert viele weitere interessante Einblicke und ihr könnt sie euch kostenlos bei Smart Insights (ihr müsst euch jedoch registrieren) herunterladen.

Studie digital-marketing-2015 Smart Insights

via SocialTimes

Autor bei Futurebiz, Speaker und Senior Social Media Berater bei der Agentur BRANDPUNKT. berät Marken und Unternehmen bei der Entwicklung von digitalen und Social Media Strategien.

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