Influencer vor Marken: So denkt die Gen Z in Deutschland über Social Media und Influencer. - Futurebiz.de

Influencer vor Marken: So denkt die Gen Z in Deutschland über Social Media und Influencer.

Welche sozialen Netzwerke nutzt die Gen Z in Deutschland und wofür? Wie stehen Teenager in Deutschland zu Influencern und lassen sie sich wirklich blind beeinflussen oder wissen sie vielleicht doch ganz genau, was sich auf den Instagram Accounts und in den YouTube Kanälen abspielt?

Interessante Fragen die in der aktuellen Studie zum Mediennutzungsverhalten von Bauer Media beantwortet werden. In der diesjährigen Studie wurde dem Thema Influencer Marketing viel Aufmerksamkeit gewidmet und es sind viele nützliche Informationen durch die Befragung entstanden.

Die Top 3 Social Media Plattformen der Gen Z

Facebook liegt sicherlich nicht unter den top 3. Aber welche sozialen Netzwerke haben es geschafft. In der Studie wurden die Ergebnisse einmal für Mädchen (10-19 Jahre) und Jungen (auch 10-19 Jahre) ermittelt.

Mit WhatsApp gibt es einen klaren Sieger in der Gen Z. Zwar ist WhatsApp kein klassisches soziales Netzwerk, aber das ist bei der Fragestellung nicht entscheidend. Viel mehr geht es darum, welche Apps die Generation Z in Deutschland am häufigsten und intensivsten nutzt. Bei den Mädchen kommt WhatsApp auf 90 % und bei den Jungen 85 %. Viel mehr geht nicht.

Beim zweiten und dritten Platz gibt es bereits die ersten Unterschiede. Während Mädchen Instagram und Snapchat sehr aktiv nutzen, belegt YouTube bei den Jungen mit 74 % den zweiten Platz. Facebook ist mit 13 % und 9 % deutlich abgeschlagen.

WhatsApp, YouTube und Instagram sind die dominierenden sozialen Netzwerke und auch Snapchat steht bei der Gen Z aus Deutschland weiterhin hoch im Kurs. Die Snapchat Nutzung ist beispielsweise in 2018 deutlich höher als in 2017.

Messenger können natürlich auch für das Influencer Marketing eingesetzt werden, geprägt wird die Marketingdisziplin aber durch YouTube und Instagram und teilweise auch durch Snapchat. So liegt es nahe, dass der Bereich Influencer Marketing für die Gen Z genauer untersucht wurde. Die Ergebnisse sind teilweise überraschend und stehen für eine aufgeklärte Gen Z die genau weiß, womit Influencer ihr Geld verdienen und wann es sich um einen bezahlten Inhalt handelt. Andere Studien sprechen eine andere Sprache, fokussieren sich aber auch nicht auf Teenager und Jugendliche.

Influencer auf YouTube und Instagram sind normal

Wenn Teenager Influencern folgen, dann gerne auf YouTube und auch auf Instagram. Beide Plattformen sind so unterschiedlich, dass es bei den Inhalten keine Dopplungen gibt. Das nimmt den Gen Z gerne an und konsumiert die Inhalte auf beiden Kanälen.

Werbliche Inhalte erkennt die Gen Z sofort

Nur 8 % der befragten Mädchen sind noch keine werblichen Inhalte in den YouTube Videos der Influencer aufgefallen. 8 % sind immer noch zu viel, aber ein deutlicher Unterschied zu anderen Studien. 

Weitere 33 % fühlen sich von den Kampagnen, Placements und Werbevideos gestört. Die meisten Teenager haben aber kein Problem mit werblichen Inhalten. Zwar können zu viele Placements für eine Beendigung des Abos sorgen, der Hauptgrund hierfür sind aber nervige und langweilige Videos.

Influencer vor Marken

Wenn die Placements also kreativ und unterhaltsam umgesetzt werden, hat die Gen Z damit kein Problem. Interessant ist hierbei auch, dass über 50 % der befragten Teenager maximal drei Marken in sozialen Netzwerken folgen. Influencer bestimmen den Feed und den Stories-Bereich und für Marken und Unternehmen gibt es bei der Gen Z wenig Platz.

Bei vielen Studien zu Influencer Marketing wird kritisiert, dass die Absender Influencer Marketing Agenturen oder Technologienabieter sind. Das ist hier nicht der Fall. So gaben 34 % der Mädchen an, dass schon mehrmals Produkte gekauft haben, die von Influencern empfohlen wurden. Weitere 25 % können sich dies ebenfalls vorstellen.

Natürlich folgen sie den Accounts nicht, um Produktempfehlungen zu erhalten. Die Unterhaltung und die Tipps stehen im Vordergrund. Das passt auch sehr gut dazu, dass wenn der Kanal nicht mehr unterhält, auch nicht mehr abonniert wird.

Bei den Produktempfehlungen, die zu einem Kauf führten, ist YouTube übrigens der klare Spitzenreiter. Instagram folgt auf dem zweiten Platz. Auch hier gibt es andere Studien, die Instagram klar vorne sehen.

Die Mediennutzungsstudie von BRAVO und Bauer Media gibt viele weitere Informationen über die Gen Z in Deutschland und zeigt, wie Teenager Social Media nutzen, über Influencer denken und in vielen Bereichen besser aufgeklärt sind als ältere Generationen.

Zur Ankündigung

Blogger in Charge bei Futurebiz, Speaker, Autor und Senior Social Media Berater bei der Agentur BRANDPUNKT. Jan Firsching berät Marken und Unternehmen bei der Entwicklung von digitalen und Social Media Strategien.